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Die Fender Jazzmaster Road Worn in 3TS  ·  Quelle: sweetwater.com

Die vermutlich schönste Neuheit: Fender Jazzmaster in Surf Green  ·  Quelle: sweetwater.com

Die Fender Jaguar Road Worn in Candy Apple Red  ·  Quelle: sweetwater.com

Die Fender Jaguar in Fiesta Red  ·  Quelle: sweetwater.com

Als Offset-Liebhaber freue ich mich besonders über diese News: Zwei neue Jazzmaster Modelle und zwei neue Jaguar Modelle von Fender stehen ins Haus. Komisch, dass noch keine offizielle News von Fender dazu kam.

Alle Modelle sind in den USA bei 999 USD gelistet und noch nicht vorrätig. Für das Gebotene relativ fair. Ich würde bei Interesse ohnehin auf einen Händler aus Deutschland warten, falls dann doch mal etwas mit dem Instrument im Argen ist. Falls ihr doch schon sofort im Ausland kaufen wollt, denkt daran, dass nicht alle Modelle in die EU verschickt werden.

Widmen wir uns erst den beiden Jazzmaster Modellen (JM). Beide sind Made in Mexico und kommen ganz typisch mit Erlebody und Palisandergriffbrett mit 21 Bünden. Ab Werk sind bei beiden die Fender American Vintage ’65 Jazzmaster Pickups verbaut. Somit fällt eine Pflicht-Modifikation schon einmal weg – sehr gut. Bleibt nur noch, die typische JM-Bridge durch das Mustang-Modell zu ersetzen, zumindest für die, die gerne mal derbe in die Saiten langen wollen.

Die Road Worn ’60s Jazzmaster kommt in mattem 3-Tone-Sunburst. Laut Sweetwater wird die Gitarre mit Nitrolack und Urethan lackiert. Es kann aber nur eins stimmen. Da bei Fender noch keine Infos auf der Seite zu den neuen Modellen zu finden sind, kann ich hier leider nichts sicher sagen. Natürlich wäre es aber kein Road Worn Modell, wenn nicht schon ab Werk „Dings und Dongs“, sprich Lackplatzer und Abnutzungserscheinungen, „verbaut“ wären. Hier muss jeder selbst wissen, ob er die nicht lieber selbst machen möchte. Im Lieferumfang ist ein „Deluxe Gig Bag“ – vielleicht sollte man gleich noch einen Koffer dazu ordern. Allerdings wird eine Bestellung sehr schwer, da es sich um ein USA-Only-Modell handelt. Empfinde ich eine ziemliche Gemeinheit von Fender. EU only Modelle gibt es ja auch nicht.

Die ’60s Jazzmaster Lacquer ist für viele vermutlich DIE lang ersehnte Jazzmaster. Surf Green ist angesagt. Warum hier allerdings das Lacquer im Seriennamen auftaucht weiß ich nicht, schließlich steht das einfach nur für Lack. Vielleicht will Fender damit den Nitrolack hervorheben – oder es ist einfach nur ein Fehlerchen von Sweetwater. Wäre hier noch ein gematchter Headstock und ein JM-untypisches Ahorn Griffbrett dabei, wäre ich schneller auf dem Kaufknopf, als meinem Konto lieb wäre. Hier ist im Lieferumfang übrigens ein Hartschalenkoffer dabei.

Die beiden Jaguar Modelle haben ebenfalls sehr viele Gemeinsamkeiten. Beide sind natürlich auch Made in Mexico mit Erlebody, Ahornhals und Palisandergriffbrett mit 22 Bünden. Beide kommen mit Nitrolack und den Fender American Vintage ’65 Jaguar Pickups.

Road Worn ’60s Jaguar und Candy Apple Red Lackierung passen ziemlich gut zu der abgenutzten Optik. Zusammen mit der matten Metall-Hardware könnte ich schon ein wenig schwach werden. Allerdings fehlen mir persönlich das vergilbte Pickguard und PU-Kappen – da habe ich nochmal Glück gehabt. ;) Im Lieferumfang auch hier leider nur ein „Deluxe Gig Bag“. Aber auch hier ist es wie bei der Road Worn JM ein USA-Only-Modell. Schämt euch, Fender.

Die andere ’60s Jaguar Laquer kommt im surfigen Fiesta Red daher. Glänzend lackiert und vermutlich poliert. So gehört sich das für eine ordentliche Surfgitarre. Laut Fender ist dieser so dünn, dass es sich im Vergleich zu den heute üblichen Polyurethan-Lacken auf den Sound auswirkt. Dünnerer Lack soll angeblich offener klingen – einen wissenschaftlichen A/B-Vergleich gibt es aber nicht, der das 100% belegt. Im Lieferumfang ist auch hier ein Hartschaltenkoffer enthalten.

Linkshänder gehen genau so leer aus, ebenso wie Musiker, die gern eine Road Worn Jazzmaster oder Jaguar in der EU kaufen würden. Das nehme ich Fender wirklich übel, dass über den großen Teich nur die Strat oder Tele Modelle mit Road Worn geschickt werden. Das heißt also, einschlägige Foren, Kleinanzeigen oder Auktionshäuser in den USA beobachten und auf einen Privatanbeiter hoffen, der international verschickt. Dann aber eben ohne Herstellergarantie.

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Warum auch nach Europa verkaufen….hier gibts ja schon Squier…

frida
Gast
frida

Die Roadworn JM….*sabber*