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Fender Squier Bariton Jazzmaster im seltenen Antigua Burst  ·  Quelle: Thomann

Fender Troy Can Leeuwen Signature Jazzmaster

Signature JM aus Mexikos  ·  Quelle: Thomann

Fender MIM Tuner - so nicht  ·  Quelle: thomann

Fender Made in USA Tuner - bittesehr  ·  Quelle: Thomann

Als bekennender Jazzmaster-Fan freue ich mich besonders über schöne neue Modelle. Leider mag ich Jazzmaster (JM) Gitarren so sehr, dass ich so manchen GAS-Anfall durchleben musste, der eine dicke Decke auf den Haussegen gelegt hatte. Fast war es schon wieder so weit, am Ende war es die Bridge, die mich davor bewahrt hat.

Die neue JM von Squier ist schon eine kleine Augenweide. Okay, das Antigua Burst ist mehr als Geschmackssache. Ich mag es ganz gern. Mal was anderes. Da fällt es auch nicht so sehr auf, dass Fender wieder mal nicht weiß, dass ein matching Headstock manchmal Wunder bewirken würde. Aber dann würde das Kauf-Argument zu manch teurer USA-JM einfach wegfallen.

Ansonsten ist das Modell, was die Holzwahl angeht, sehr ‚Squier-bodenständig‘: Lindenbody, Ahornhals und Palisandergriffbrett. Das Besondere an diesem Modell ist wohl aber, dass es sich um ein echtes Baritonmodell handelt. Das gibt es bei Fender leider viel zu selten, und wenn, dann zu kurz (wie bei der Special Jaguar HH).

Aber warum in *insert eigene Gottheit*’s Namen haben die Damen und Herren in Kalifornien da bitte eine einteilige Stoptail-Bridge verbaut? Dazu noch dieser wirklich unschöne, schräge Stratocaster Klinkeneingang? Außerdem wurde der Jazzmaster und Jaguar typische Rhythm-Schalter einfach eliminiert und der Pickup Wahlschalter wandert einfach in Richtung Brücke. Okay, es ist eine Gitarre in der Vintage Modified Serie, wo sowas erlaubt ist, aber ehrlich, warum nicht einfach eine lange, ‚echte‘ Jazzmaster? Damit wäre der Absatz sicher mehr als gesichert. Kostenpunkt werden 360€ sein, für eine Squier VM schon etwas gehobener. Wer dennoch Interesse hat, sollte hier mal vorbeischauen.

Ganz anders ist da Fenders neues Troy Van Leeuwen Signature Modell. Wer ihn nicht kennt: Es ist der Gitarrist von Queens Of The Stoneage (QOTSA) und anderen, außerhalb der Szene weniger bekannten Bands, wie etwa Eagles of Deathmetal, A Perfect Circle oder Puscifer. Das ist optisch und Hardwaretechnisch eine sehr ausgereifte Signature JM. Vor allem entspricht sie mal endlich dem Originalmodell, anders als die vergangen Versuche von Lee Ronaldo oder Thurston Moore oder J Mascis, die zwar von den Künstlern designt wurden, aber wenig mit deren echten Gitarren zu tun haben.

Erlebody, Ahornhals und Rosewoodgriffbrett sind da schon eher mein Geschmack. Und die Farbe ist einfach eine Augenweide. Oxblood, ein unaufdringlich glänzendes Dunkelrot, das je nach Lichteinfach mehr leuchtet oder ganz und gar Schwarz wirkt. Dazu der passend lackierte Headstock.

Der Gitarrist von QOSTA hat sogar noch weiter gedacht und gleich eine Mustang Bridge und Vintage American Jazzmaster Pickups einbauen lassen. Somit sind diese 150€ Pflicht-Modifikationen schon dabei. Was ich allerdings nicht verstehe, was mich auch vom Kauf abhält, ist, dass es eine Made in Mexico (MIM) ist. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, wenn es sich auch in der MIM-Preisregion von 500 bis 800€ bewegen würde. Hier werden aber gleich mal knapp 1200€ veranschlagt. Das ist mehr, als für eine American Special (Made in USA) verlangt wird, die nebenbei auch die USA-Tuner verbaut haben und nicht diese liederlich montierten MIM-Tuner, wie ich sie kenne und auf den Produktbildern sehe.

So nicht, Fender. Zumindest nicht mit mir. Dennoch macht es Spaß, den Namensgeber über seine Gitarre reden zu hören. Das Video ist relativ alt, aber erst jetzt kommt das Modell offiziell nach Europa und ist deswegen aktueller denn je.

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