DJDJ iPad - Standard-Layout

DJDJ iPad - Standard-Layout  ·  Quelle: DJDJ

Hell und bunt - das alternative Layout

Hell und bunt - das alternative Layout  ·  Quelle: DJDJ

DJDJ - der MIDI-Mapper

DJDJ - der MIDI-Mapper  ·  Quelle: DJDJ

Wer nach einer DJ-App für sein iPhone/iPad sucht, kann aus gut einem Dutzend Programmen wählen. Die iOS-App DJDJ tritt den Kampf gegen renommierte Tablet-Mix Tools an. Dabei kostet sie nur den Bruchteil einer Virtual DJ, Traktor oder Serato Vollversion für den Laptop und reiht sich auch bei den Smartphone DJ-Apps im unteren Preisgefüge ein. Das Funktionsangebot ist aber wahrlich kein Sparprogramm, denn hier tummeln sich etliche Features, die man beim Auflegen nicht vermissen möchte.

Ersteindruck und Features

Auf den ersten Blick wirkt der Bildschirm ziemlich busy, ja fast schon überladen. Zwei unterschiedliche Layouts und Wellenformdarstellungen werden offeriert. Je nachdem, ob man ein iPhone, iPad oder iPad Pro verwendet, gestaltet sich die Bedienoberfläche. Auf dem iPad Pro lassen sich sämtliche 4 Decks simultan aufrufen. Beim iPhone sind zwei Decks verborgen. Das Standard Apple-Tablet bietet zwei Voll-Decks und zwei minimierte Ansichten, zwischen denen man hin- und herspringen kann.

Das ist nicht optimal, doch solange man keine Loopgewitter auf allen Playern abfeuert, sondern Tracks, ist dies wohl verschmerzbar. Die Softwaredecks lassen sich beim Auflegen manuell oder automatisch zueinander synchronisieren. 8 Hotcues mit Quantisierungsoption gehören ebenfalls zum Repertoire, ferner lassen sich Loops anlegen und speichern. Das Effektangebot umfasst 6 EFX mit Hold-Funktion: Repeat, Pump, Delay, Slowdown, Lofi und Filter, teilweise parametrisierbar.

Tracks, MIDI & Playout

Musik – bleiben wir gleich beim Thema. Hier bedient sich das Programm aus der iTunes Bibliothek, außerdem werden Dropbox, iCloud Drive via Document Picker und Import via AudioShare unterstützt. Streaming-Services wie Spotify oder Deezer sind nicht an Bord, würden dem Programm aber gut tun.

Wenn ihr ein Mehrkanal-Audiointerface besitzt, können sämtliche Decks separat an den Mixer ausgegeben werden. Um mit anderen Apps zusammenzuarbeiten oder im Takt zu schwingen, stellt DJDJ Audiobus und Ableton Link zur Verfügung.  Für die Steuerung via Controller ist ein komfortabler MIDI-Mapper integriert.

 

Killer-App?

Keine Frage – die App kommt in einigen Ausstattungsmerkmalen schon an Rechner-Systeme heran, was allerdings nichts über die Performance aussagt, wenn tatsächlich alle Decks laufen und mit Effekten beackert werden.

Im Punkt Übersichtlichkeit und nativer Einbindung von MIDI-Hardware besteht zudem noch Aufholbedarf zu Programmen wie Traktor DJ oder Algoriddim, das zudem noch Samples unterstützt. iMect DJ-Player bietet zudem DVS-Steuerung, kostet aber fast das Zehnfache. Insofern scheint hier mit 6,99 Euro ein gesunder Kompromiss aus Preis und Leistung gefunden zu sein, die kostenlosen DJ-Apps haben weitaus weniger zu bieten.

  • Richard Kimble

    killer? .. das einzge was hier gekillt wird, ist das hirn des vermeintlichen benutzers..