von peter | Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten
Top5 kostenlose iOS DJ Apps

Das sind die besten iOS DJ Apps – auch eure?  ·  Quelle: Gearnews

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Für lau dann jau oder doch eher was nix kost kann nix? Dieser Frage soll in Bezug auf das Angebot an kostenlosen DJ-Apps auf den Grund gegangen werden. Und leicht zu finden sind sie nicht, denn jeder namhafte Hersteller hat zwar ein eigenes DJ-Programm im Repertoire, allerdings muss der geneigte Käufer entweder direkt beim Kauf seinen Obolus entrichten oder die App wartet mit einem eingeschränkten Funktionsumfang auf, den es via In-App Purchases zu erweitern gilt.

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Dem Einfallsreichtum der Entwickler ist dabei keine Grenze gesetzt. Vom mageren Effektangebot und ausbleibender Controller-Unterstützung bis hin zum gesperrten zweiten Deck reichen die „Einschnitte“. Und wenn man damit nicht wenigstens rudimentär eine Mix-Session bedienen kann, ohne kostenpflichtig aufzurüsten, dann ist es ja auch irgendwie keine „richtige“ kostenlose DJ-Software.

Hier nun einige Freebie Apps, die  über Basisfunktionen zum Track-Mixing verfügen und einen nicht im Minutentakt mit Nag-Screens belästigen.

Algoriddim Djay

Quelle: Screenshot iPad

Algoriddim Djay Free

Turntable Optik, zwei Decks, Autosync und Performance-Tools, das sind nur einige Zutaten, die Algoriddim seiner DJ-App „Free“ verabreicht. Das Programm macht optisch und funktional einiges her, bietet Klangreglung, Cuepoints, Loops und ansehnliche Effekte bereits in der kostenlosen Version, dazu Beat- und Keymatching sowie den Portrait-Mode mit Single-Deck-Layout. Automix, Waveform-View und Recording sind nur in der Vollversion vorhanden. Zusätzliche FX-Packs und der Sampler kosten Kohle.

Besonders toll: Als eine der wenigen Apps erlaubt Djay Free die separate Ausgabe von Kopfhörer- und Mastersignal in stereo, wenn ein kompatibles Interface angeschlossen ist. Wer keines hat, greift zu einem Splitter-Kabel für gut 10 Euro und kann damit zwei mono Signalpfade für Kopfhörer und Anlage ausgeben, muss allerdings zuvor in die Vollversion investieren. Schade. Dann würde ich aber gleich zu Algoriddim Djay Pro greifen. Ein Video dazu findet ihr in diesem Artikel. 

 

Cross DJ free

Quelle: Screenshot iPad

Mixvibes Cross DJ Free

Ein sehr gut zugängliches Layout mit virtuellen Plattenspielern, berührungsempfindlichen Wellenformübersichten, Autosync, Dreiband-EQs, Pitch-, Volume- und Crossfader, das sind die Hauptbestandteile von Cross DJ Free. Der Browser ist sehr übersichtlich, bietet iTunes und Soundcloud-Integration sowie eine praktische Analyze-Funktion für die Library, mit der sich die Musiksammlung in einem Rutsch auswerten lässt, bevor es ans Mixen geht.

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Toll auch: Man kann das iPad in den Portrait-Mode mit einem Deck kippen und dann zwischen den beiden Playern hin- und her schalten. Loops und Slips sowie 2 FX für das Pad sind dabei, extra kosten Automix, Sampler, Keylock, Recording und Mix-Sharing, ebenso wie die Option, externe Audiointerfaces fürs Pre-Cueing oder das separate Ausspielen (!) der Decks einzubinden.

Letztgenannte Funktion ist aber für schlappe 99 Cent zu haben, dann ließe sich das Tablet/Smartphone auch mit zwei Kanälen eines Mischpults verbinden, falls euer Laptop während einer Party unerwartet den Geist aufgibt. Eine lohnenswerte Investition, wie ich finde. Mixvibes hat übrigens mit Remixlive auch eine interessante Sample-Toolbox im Programm, hier vorgestellt.

 

Pacemaker DJ

Quelle: Screenshot iPad

Pacemaker DJ

Seitdem Jonas Nordberg in 2009 den Pacemaker herausbrachte, einen 599 Euro Hardware Dual MP3 Player mit dem Charme eines „Jack Bauer Ortungsgeräts“ für die Hosentasche, der bereits vor dem iWas-auch-immer-Siegeszug das DJing zu miniaturisieren gedachte (immerhin mit 120 GB Kapazität), ist sicherlich nicht nur mir die Marke Pacemaker ein Begriff.

Die Umsetzung für das iPad nach Einstellen der Geräteproduktion in 2011 (50.000 verkaufte Einheiten sollen es aber wohl gewesen sein) kommt, in Anlehnung an die Hardware, ebenfalls mit zwei Decks und einer Klangregelung, die über Kreisbewegungen gesteuert werden.

Ein Crossfader und Auto-Sync hilft beim Mixen. Der Browser ist übersichtlich gestaltet und wartet mit iTunes- und Spotify-Integration auf, spricht sogar Empfehlungen zum laufenden Musikstück aus. Controller-Unterstützung ist nicht am Start, dafür aber kostenloses Spilt-Cueing via optionalem Kabel.

Sahnehäubchen wie Loops und Effekte kosten extra und wenn man das ganze Repertoire kauft, kommt ein stolzes Sümmchen zusammen, für das man auch ein Traktor DJ iOS kaufen kann. Doch letztlich sind die Basisfunktionen da, das einsteigerfreundliche, schnell zugängliche grafische Benutzerinterface und die Bedienung über die Multifunktions-Wheels sind außerdem erfrischend intuitiv. Pacemaker halt.

 

Edjing Mix

Quelle: Screenshot iPad

DJiT Edjing Mix

Edjing Mix kommt mit Turntable-Optik und erlaubt das manuelle oder automatisch beatsynchronisierte Mixen zweier Musikstücke via Cross- und Linefader inklusive automatischer Fades. Für „manuelles Beatmatching“ sind BPM-Tapper, Pitch-Bends und ein einblendbarer Pitchfader an Bord. Loops, Sampler, ein kleines Effektbataillon und bis zu acht Hotcues erlauben mit den Tracks zu experimentieren.

Die App Edjing unterstützt Deezer, Soundcloud und bedient sich ansonsten aus der iTunes Bibliothek, für die Filter und Suchfunktionen zur Verfügung stehen. Das Konfigurationsmenü bietet allerlei Stellschrauben, um die App auf Maß zu schneidern, sogar Timecode- und DJiT Mixfader-Unterstützung.

Der DVS-Mode funktioniert beispielsweise mit einer Traktor Audio 6, umso seltsamer, dass die separate Ausgabe der Decks an den Mixer nicht implementiert ist. Kabel-Splitting ist möglich, Pre-Cueing auf lau gibt es jedoch nicht, dies kostet 2,99 Euro. 11 FX und 4 Skins sind ebenso gesperrt und können bei Bedarf nachgerüstet werden.

 

IK Multimedia DJ Rig

Quelle: Screenshot iPad

IK Multimedia DJ Rig

Zwei Turntables mit Cover Art, Dreiband-EQs mit Solo-Funktion, diverse editierbare Sample-Banks und ein Lowpass-Filter gehören hier zum Rüstzeug. Der Automixer spielt die Bibliothek und Playlisten mit Transition Time und Startpunkt sowie Autosync ab, falls man mal an die frische Luft möchte. Zahlreiche Optionen in den Preferences, darunter Crossfader Curves, Crossfader Filter, Autogain und Metadaten-Backup gehören unter anderem zur Ausstattung.

Ein recht gelungener Freebie, der ebenfalls nur auf „Splitterkabel“ setzt. Als Routing stehen hier DJ (R: Kopfhörer/L: Master), Split (L: Deck A/R: Deck B) und Master (linker und rechter Kanal) zur Auswahl.  Wer aufrüsten möchte: Für 4,99 Euro bekommt man von IK Multimedia die Vollversion, weitere 4,99 sind für das Pro Pack fällig, mit 2 Utilities, nämlich Looping/Cueing  und den Waveform-Mode, dazu 11 HQ-Effekte und 7 Soundbänke.

Soweit unsere Selektion. Aber eines sollte klar sein: Die kostenlosen Apps haben natürlich eher „Freizeitcharakter“ und mit einem Controller oder Pult und echten Reglern zwischen den Fingern macht das ganze deutlich mehr Laune. Nichtsdestotrotz kann man hineinschnuppern und schauen, ob einem die App zusagt, bevor man auf eine Vollversion aufrüstet, die mit Controller und Interface umgehen kann. Bei den kostenpflichtigen Apps tummeln sich aber noch einige andere Hersteller, darunter Native Instruments mit Traktor iOS, Pioneer mit WeDJ etc…

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