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Die besten Windows-Laptops für die Musikproduktion

Die besten Windows-Laptops für die Musikproduktion  ·  Quelle: Ilya Mirnyy, Unsplash // Gearnews

Mobiles Produzieren ist im Trend! Schnell vom Home-Studio zum Recording-Setup zum DJ Gig wechseln ist nur mit einem Laptop möglich. Und der sollte bei Leistung, Akkulaufzeit und Haltbarkeit möglichst keine Kompromisse machen. Auf welche Komponenten ihr achten solltet und welche Laptops mit Windows 10 wir euch empfehlen, lest ihr in unserer Topliste.

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Welche Komponenten sollten Laptops zum Produzieren mitbringen?

Bei Einstiegsmodellen dominieren ältere CPU-Reihen von Intel wie Core i3 und i5 oder Celeron. Diese reichen für einfache Projekte mit wenig Plug-ins oft schon aus. Mehr Leistung bekommt ihr bei Intel Core i7- und AMD Ryzen 5-CPUs. Die beste Leistung und die meisten CPU-Kerne gibt es bei den CPUs Intel Core i9 und AMD Ryzen 7. Beim Arbeitsspeicher sollten es mindestens 8 Gigabyte sein. Das setzen mittlerweile die meisten DAWs für flüssiges Laufen voraus. 16, 32 oder sogar 64 Gigabyte sind dann sinnvoll, wenn ihr viel mit Sample-Librarys arbeitet.

An SSD-Festplatten führt kein Weg mehr vorbei. Diese Festplatten sind schneller, halten länger und sind weniger stoßempfindlich. 256 GB sollten es schon sein. Zur Not könnt ihr Projekte und Samples auf einer externen Festplatte speichern. Die Grafikkarte ist bei Musikproduktionen vor allem für den externen Bildschirm wichtig. Außerdem greift Streaming Software wie OBS auf die Grafikkarte für das Encoding zurück. Das ist wichtig, falls ihr Live-Streams über den Laptop machen wollt.

Je mehr ihr mit dem Laptop unterwegs seid, desto wichtiger wird die Akkulaufzeit. Bei Einstiegsmodellen ist diese oft mit 5 bis 6 Stunden angegeben. Eine Session mit vielen Spuren und Plug-ins wird eurem Rechner aber meistens weit mehr abverlangen und damit die Akkulaufzeit sogar noch reduzieren. Nach oben gibt es Modelle bis zu 18 Stunden.

Laptops für Einsteiger: Jumper, Lenovo und Microsoft

Mit Celeron Prozessor, 4 GB RAM und 256 GB SSG ist das Jumper EZbook S5 sogar teilweise unter unseren Mindestempfehlungen. Aber zu dem Preis kann das schon eine vollkommen ausreichende Workstation für reines Recording oder kleine Demo-Produktionen sein. Windows 10 ist vorinstalliert, ein 14-Zoll-Bildschirm mit an Bord und mit zwei USB-Buchsen sind auch ausreichend Anschlüsse vorhanden.

Das Jumper EZbook S5 kostet bei Amazon 320,99 €. (Affiliate)

Mit 11,6 Zoll ist das Lenovo Ideapad 1i der kleinste Laptop unserer Topliste. Mobiles Produzieren ist hier also leicht gemacht. Acht Stunden Akkulaufzeit, Windows 10, Intel Celeron Prozessor und zwei USB-Anschlüsse runden den Laptop zu einem in diesem Preissegment sehr gut ausgestatteten Gerät ab. Falls der Akku mal leer sein sollte, verspricht Lenovo bis 80 % Ladung innerhalb der ersten Stunde Aufladen.

Das Lenovo IdeaPad 1i kostet bei Amazon 324,81 €. (Affiliate)

Zwar ist die Ausstattung des Microsoft Surface Go 2 nicht die beste, ihr könnt es aber als Laptop UND als Tablet nutzen. So könnt ihr alle DAWs, die auf Touchscreen-Nutzung optimiert sind, wie Bitwig Studio beispielsweise, noch komfortabler nutzen. Um das Microsoft Surface Go 2 wie einen Laptop nutzen zu können, braucht es dazu noch eine Tastatur.

Das Microsoft Surface Go 2 kostet bei Amazon 399,00 €.  (Affiliate)

Mittelklassemodelle: HP, Asus und Huawei

AMD Ryzen 3, 8 GB Arbeitsspeicher, 512 GB SSD-Festplatte – Der HP 15s ist für Standard-DAW-Projekte mehr als gut ausgestattet. Die könnt ihr dann auf dem 15,6-Zoll großen Bildschirm bearbeiten. Neben zwei normalen USB-Anschlüssen gibt es auch einen USB-C-Anschluss und einen Kartenlese-Slot. Falls ihr also Field-Recording betreibt, könnt ihr die Speicherkarten hier gleich einlesen.

Der HP 15s kostet bei Amazon 449,00 €. (Affiliate)

Ausstattungstechnisch ist das Asus VivoBook D Series – AMD Ryzen 5 fast schon im Profibereich. Vierkern-Ryzen-5-CPU, 4 USB-Anschlüsse, AMD Radeon Vega 8 Grafikchip und Windows 10 Pro sind mit im Gepäck. Mit fünf Stunden Akkulaufzeit lassen sich unter Volllast nicht eben viele Produktionssessions im Park veranstalten. Diesen Laptop will man ja vielleicht sowieso eher im Studio lassen.

Das Asus VivoBook D Series – AMD Ryzen 5 kostet bei Amazon 689,00 €. (Affiliate)

Wem Name und Look des Huawei MateBook D 14 bekannt vorkommen, der schaue in Richtung Apple. Ultraflaches Gehäuse aus gebürstetem Metall, brillanter Bildschirm, Fingerabdrucksensor im On-Button – ähnliches gibt es bei den Macbooks. Mit Intel i5 CPU, 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD-Festplatte braucht es schon etwas größere DAW-Projekte mit großen Sample-Librarys und komplexen Effekten, um den Laptop an seine Grenzen zu bringen.

Das HUAWEI MateBook D 14 Zoll kostet bei Amazon 769,00 €. (Affiliate)

Laptops für Profis: Acer, LG und Asus

Wer bereit ist, vierstellige Summen für einen Laptop auszugeben, wird bei steigendem Preis schnell feststellen, dass Gaming Laptops dieses Segment dominieren. Neben großen Bildschirmen und leistungsfähigen CPUs sind hier Grafikkarten von NVIDIA oder AMD verbaut, die mit denen in großen Standrechnern durchaus mithalten können. Für Produktions-Workflows kann das für mehrere externe Bildschirme, GPU Audio oder Live-Streaming interessant sein. Beim Nitro 5 von Acer ist eine NVIDIA GeForce RT 3060 verbaut – ein Topmodell.

Acer Nitro 5 kostet bei Amazon 1299,00 €. (Affiliate)

Der Star des LG Gram 17 ist der IPS-Bildschirm. Gestochen scharfe Bilder auch bei sehr weiten Blickwinkeln – optimal für den Bühneneinsatz! Außerdem ist das LG Gram mit 24 dB Geräuschpegel bei Vollauslastung flüsterleise und kann in jedem Studio Platz finden. Neben drei USB-Anschlüssen bringt der Laptop einen Thunderbolt-Anschluss mit. Bei neuen Audiointerfaces ist dieser Anschlusstyp oft Standard.

LG Gram kostet bei Amazon 1399,00 €. (Affiliate)

Die ProArt-Reihe von Asus bringt Serverleistung in Laptop-Größe. Intel Xeon CPU, 64 GB Arbeitsspeicher, 4 TB SSD-Festplatte, NVIDIA Quadro RTX 5000 – mehr Workstation geht nicht. Außerdem ist das Touchpad im ProArt gleichzeitig ein Touchscreen, auf dem verschiedene Informationen dargestellt und eigene Apps und Schnellzugriffe genutzt werden können. Ein echtes Topmodell!

Das Asus ProArt StudioBook Pro X kostet bei Amazon 4971,32 €. (Affiliate)

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12 Antworten zu “Die besten Windows-Laptops für die Musikproduktion – unsere Topliste”

  1. Guitana sagt:

    Meine klare Empfehlung möchte ich den hier nicht erwähnten Business-Notebooks aussprechen. Alle großen Hersteller haben eine Concumer und eine Business-Sparte. Letztere sind auf lange Lebenszeit ausgelegt und werden oft auch mit Vor-Ort Austausch Service an Firmen verkauft. Entsprechend langlebig müssen die Geräte sein, damit sich das für die Hersteller lohnt.

    Darunter fallen die Lenovo Think und HP Pro/Elite/Z Reihe. Die lohnen sich auch wiederaufbereitet von eBay noch, wenn ihr nicht ganz so viel Geld habt. Dies sind meist Leasingrückläufer aus Unternehmen, bei denen man nochmal 1 Jahre Garantie erhält. Sehr zu empfehlen!

  2. Peter Güttinger sagt:

    Für ernsthafte Anwender kann ich die i9-Workstations von Dell nur wärmstens empfehlen, sind zwar noch teurer aber dafür mit zertifizierten Treibern und Grafikkarten.

  3. MakingMadBeats sagt:

    Mir fehlen hier einige Hersteller und Modelle, sowie Aspekte, die für Anwender im Bereich Audio wichtig sind. Ihr schreibt z.B. nichts über DPC-Werte, die bei Windows-Rechnern wichtig sind, ob die Gert aufrüstbar sind und ob diese einfach zu öffnen sind usw.

    Ich schreibe das, weil ich mich gerade selbst mit dem Thema Windows-Laptop beschäftge. Ich suche einen potenziellen Nachfolger für mein 2015er Macbook Air 13″ zum Auflegen mit Serato DJ Pro.

    Die Razer Blade 15 2020 Base-Modelle sind sehr interessant. Top-Ausstattung, kaum Bloatware installiert, RAM und SSD sind problemlos aufrüstbar, eine 2. SSD kann verbaut werden.

    Für DJs ist das Schenker/XMG DJ 15 sehr interessant, da es sowohl von der Auswahl der verbauten Komponenten, als auch in Sachen Windows-Optimierung bestens vorkonfiguriert kommt. Für mich ist es leider nicht interessant, weil keine 2. Festplatte eingebaut werden kann. Es kann aber einfach mit mehr RAM und einer größeren Festplatte nachgerüstet werden.

  4. Edgar Marton sagt:

    Fujitsu Lifebook E785, Intel i7-3632QM 2.20 GHz, 8 GB, 64bit Windows, (gebraucht für 200 EUR gekauft auf willhaben.at), läuft Bitwig Studio mit 7 dezidierten Kontaktplayern gar kein Problem. Sollte aber die FullHD Version sein… bei allem Anderen ruiniert Mann/Frau sich die Augen. Würde ich jederzeit wieder kaufen

  5. Fufu sagt:

    ach kommt Leute, man braucht ein Apple! ;)

  6. Philipp sagt:

    Auf Latenzen geht Ihr beispielsweise gar nicht ein? Es gibt bei den Komponenten (Mainboard) / Treibern abseits der reinen Leistungsklassen vieles zu beachten, ob sich ein Gerät letztendlich für Audioaufnahmen / Produktion eignet oder eher nicht.

    • Tobias sagt:

      Natürlich kann man je nach Nutzung und Ausstattung, auch
      hier richtig Geld ausgeben. Leider sind USB-, USB-C und HDMI
      Anschlüsse Maßstab der Erweiterung. Somit die Einschränkung
      zur Latenz. Wenn Mobilität aber der treibende Faktor ist,
      leb damit. Ansonsten, überall verbaut, Realtek HD Audio, mit
      oder ohne Optical In & Out. Selbst bei PC`s sieht es mit der
      Vielfalt mau aus. Als PCIe-Audiointerface verfügbar:
      Avid HDX PCIe Pro Tools Ultimate – 5798 €
      Avid HDX PCIe Card only – 4111 €
      ESI MAYA44 eX – 159 €
      Focusrite RedNet PCIe R Card – 1099 €
      Lynx Studio E22 – 859 €
      Lynx Studio E44 – 1179 €
      Lynx Studio AES-16e50 PCIe Card – 1059 €
      Lynx Studio AES-16e PCI Express – 859 €
      Marian Seraph 8+ XLR – 565 €
      Marian Seraph AD2 MWX – 626 €
      Marian Seraph D4 – 1179 €
      Marian Seraph 8+ MWX TRS – 616 €
      MOTU HDX-SDI PCIe – 1025 €
      RME HDSPe RayDAT – 585 €
      RME HDSPe AIO Pro – 729 €
      RME HDSPe MADI – 1449 €
      RME HDSPe AES – 969 €
      RME HDSPe AIO – Mod-Broadcast – 769 €
      SSL Dante PCIeR – 1799 €
      Was der Rechner nicht kann muß Hardware ergänzen. Ansonsten ist
      und bleibt es Hobby.

      • Philipp sagt:

        Die gleiche externe Audiohardware verhält sich an unterschiedlichen Systemen mit unterschiedlichen Mainboards, Chipsätzen, Bios, Treibern, sonstigen Komponenten teils völlig unterschiedlich was Stabilität im Betrieb und Latenzen angeht. Das ein oder andere Business oder Consumer Notebook eignet sich daher u. U. schlicht nicht für Audioanwendungen, insbesondere Recording auch wenn es sich vielleicht in der richtigen Leistungsklasse befindet. Schenker und andere Hersteller bieten beispielsweise Systeme die speziell auf Audioanwendungen abgestimmt sind was Treiber und Hardware angeht.

        • Tobias sagt:

          Schenker hat einen netten Konfigurationsmanager. Galt mir als
          Referenz für meinen PC-Aufbau. Wer es sich leisten kann findet
          hier sein Maß an Auswahl, dennoch bleiben es auch hier Standard
          Komponenten, egal wie abgestimmt. Nebenbei, Thunderbolt ist gut
          für eGPUs und sonstige externe Hardware mit eher mehr als 10Gbit/s
          Bandbreite und native PCI-Express-Anbindung. Also diverse Audio-
          & Video-Controller im Profi-Bereich. Nicht so geeignet für das
          kleine Homestudio. PCIe Audiointerfaces im niedrigen Preissegment
          sind siehe auch obrige Preisliste rar, ein erkennbarer Hersteller
          Trend liegt bei USB Anbindung aller Plug & Play.
          Dennoch danke nochmal für den Hinweis:
          https://www.schenker-tech.de/laptops-uebersicht

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