Die Besten Kostenlosen DAWs Teaser

DAWs für umme? Gibt's!  ·  Quelle: Gearnews

Man kann in fast jedem Kostenbereich die perfekte DAW für sich finden. Aber es gibt auch immer noch komplett kostenlose DAWs. Aber die muss man erst einmal finden. Damit ihr wisst, wonach ihr suchen sollt, haben wir für euch die Besten zusammengestellt und verraten wir euch gleich noch, wo die Einschränkungen gegenüber der kostenpflichtigen Versionen sind. Allerdings sei auch gesagt, dass ihr für fast alle kostenlosen Versionen ein Nutzerkonto beim Hersteller anlegen müsst und somit mit persönlichen Daten zahlt.

Haben wir eine DAW übersehen? Dann lasst uns einfach einen Kommentar da! Die Reihenfolge hier dient keiner Wertung.

Pro Tools First (Windows, macOS)

Pro Tools First Freeware DAW EditorDie DAW hat wohl den größten Namen in der Branche, zumindest aufgrund der Historie zurecht. Es gibt neben der im Abo oder in jährlichen Lizenzen bezahlbaren Version aber auch die kostenlose First Version. Damit könnt ihr 16 Spuren bei 48 oder 96 kHz in Mono und Stereo nutzen, von maximal 4 Inputs auf 4 Spuren gleichzeitig aufnehmen. Außerdem dürft ihr 16 Instrumenten-,16 MIDI- und 16 AUX-Spuren nutzen. Video gibt es nicht. Eine Reihe von Effekten und Klangerzeugern sind im Paket erhalten.

Das ist alles nicht so viel, allerdings darf man nicht vergessen, dass es wie bei den anderen abgespeckten Versionen der großen DAWs nur ein Appetithappen ist, der am Ende zum Kauf zur großen Version anregen soll. In jedem Fall müsst ihr euch registrieren, um an den Installer zu kommen.

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Cubase LE 9 (Windows, macOS)

Cubase LE 9 Freeware DAW EditorNeben Pro Tools ist Cubase eine der großen, klassischen DAWs. Und sie kommt aus Deutschland. In Cubase 9 LE könnt ihr 16 Audiospuren mit 24 Bit bis zu 192 kHz nutzen und von 8 Inputs simultan aufnehmen. 24 MIDI- und 8 Instrument-Tracks sind auch nicht so viel. Im Umfang sind außerdem 18 Effekte und HALion Sonic SE 2 mit virtuellen Instrumenten.

Sonst gibt es nicht allzu viele Einbußen gegenüber der großen Version. Aber auch hier braucht ihr in jedem Fall ein Nutzerkonto beim Hersteller Steinberg und außerdem einen Freischalt-Code für Cubase LE, denn das gibt’s nur zusammen mit Interfaces oder auch mal in Zeitschriften.

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Studio One 3 Prime (Windows, macOS)

Studio One Prime Freeware DAW EditorMittlerweile in Version 3 hat Studio One den Markt als Quasi-Neuling gut aufgemischt. Entstanden ist die DAW u.a. von alten Steinberg Entwicklern als Weiterentwicklung von der ehemaligen Freeware-DAW Kristal. Und so gibt es auch immerhin eine kostenlose Version namens Prime.

Presonus erlaubt euch unendlich Audio-, MIDI-, Effekt- und Buss-Tracks. Wenn das mal nichts ist. Dafür seid ihr auf die 9 Effekt-Plug-ins und Presence XT als virtuellen Klangerzeuger beschränkt und dürft keine eigenen nutzen. Zum Schnuppern und Anfangen reicht es aber auf jeden Fall. Ihr müsst aber auch hier ein Nutzerkonto besitzen.

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Live 9 Lite (Windows, macOS)

Ableton Live 9 Lite Freeware DAW EditorAuch wenn mittlerweile schon Live 10 da ist, ist die kostenlose Lite-Version noch auf Version 9. Grundlegende Werkzeuge und Funktionen sind auch hier vorhanden und sollten allen die wohl vorherrschende DAW im Elektronikbereich schmackhaft machen. Maximal sind 8 Spuren erlaubt, dafür ohne Samplerate Beschränkung. Ableton packt eine ungenannte Anzahl grundlegender Effekte ins Paket, erlaubt euch aber auch, eigene VST- und AU-Plug-ins zu nutzen. Die Besonderheit ist die Session-View, in der man sehr leicht verschiedene Songparts und Instrumente live als Performance abspielen kann.

Zur Nutzung braucht ihr eine Seriennummer, die bekommt ihr, wenn ihr euch ein Nutzerkonto anlegt.

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Tracktion 6 (Windows, macOS, Linux)

Tracktion 6 Freeware DAW EditorNach und nach veröffentlicht die gleichnamige Firma ihre DAWs kostenlos – die neuste Version ist Waveform aka. Tracktion 8. Da wird Tracktion 6 einfach kostenlos. Klasse.

Tracktion ist eine etwas andere DAW, denn sie verzichtet auf den Mixer. Wer komplett neu und nicht wie die „alten Hasen versaut“ ist, sollte hier vielleicht zuerst schauen, denn es ist linear und logisch aufgebaut. Es ist die komplette Vollversion ohne künstliche Beschränkungen, die man von anderen Firmen kennt. Außerdem ist es eine der wenigen DAWs, die neben Windows und maCOS auch auf Linux (Debian und *buntu werden offiziell unterstützt) laufen.

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Ardour (Windows, macOS, Linux)

Ardour Freeware DAW EditorEigentlich nicht ganz richtig hier, aber die FOSS-DAW ist Open Source und damit auch für den Nutzer unter Unständen kostenlos. Wer einen Installer will, muss mindestens 1 Euro zahlen, wer sich aber mit Kompilieren auskennt, der kann sich aus dem frei verfügbaren Quellcode die komplette DAW bauen. Das ist nicht super kompliziert und braucht keine Programmierkenntnisse, aber dennoch etwas Hintergrundwissen. Dafür ist Ardour für Window, macOS und Linux erhältlich und hat keinerlei Beschränkungen – und die Entwickler wollen den Kontakt mit den Nutzern und freuen sich über Feature-Input.

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MuLab (Windows, macOS)

Mulab Freeware DAW EditorAuch von MuLab 7 gibt es eine kostenlose Version. Ihr dürft maximal 2 Audio Ins und Outs simultan nutzen. 4 Tracks, 8 VST-Plug-ins sind jeweils das Maximum für ein Projekt. Rewire und 32 Bit Mixdown sind ebenfalls deaktiviert. Wer damit klarkommt, hat hier eine solide DAW. Schön auch, dass der Hersteller keine Daten im System verteilt und ihr die DAW deinstallieren könnt, indem ihr einfach den Ordner löscht und gut.

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Podium Free (Windows)

Zynewave Podium Freeware DAW EditorDie DAW Podium Free ist schon etwas betagt (2014), aber dennoch kostenlos für Windows in 32 und 64 Bit verfügbar. Es gibt nur einen MIDI IN und OUT, die Mix-Engine ist auf 32 Bit beschränkt, ReWire, Surround und Plug-in Multiprocessing (1 CPU-Kern) sind ebenfalls deaktiviert. Dennoch ist Podium Free einen Blick wert.

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Audacity (Windows, macOS, Linux)

Audacity Freeware DAW EditorAls Zusatz, weil Audacity immer wieder als kostenlose DAW genannt wird: Es ist eigentlich „nur“ ein Multitrack WAV-Editor. Unbegrenzt Spuren, Effekte werden nicht wie in den anderen DAWs in einem virtuellen Mixer eingefügt, sondern direkt in die Spur oder den markierten Abschnitt eingerechnet – allerdings nicht destruktiv (sprich: nicht sofort ins WAV).

Wer nicht viel braucht, kann hier ruhig einen Blick wagen. Denn hiermit haben echt viele ihre ersten Schritte getan und durch den fehlenden Mixer muss man nicht an zu vielen Enden lernen. Mittlerweile beherrscht Audacity auch MIDI und kann VST-Plug-ins mit richtiger Grafik anzeigen.

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  • Andreas Fichtner

    cubase le ist nicht direkt freeware ;) man benötigt einen code zur freischaltung/zum download der z.b. einem steinberg audio-interface beiliegt. manchmal auch ner zeitschrift etc.

    • gearnews

      Stimmt. Das sollte man der Sicherheit halber noch dazu schreiben. Danke für den Hinweis.