Troll8 µSynth

Troll8 µSynth  ·  Quelle: Creative Technologies Video

Die Herkunft des kleinen Troll8 µSynth auf Arduino-Basis ist recht ungewöhnlich. Die FH Kiel hat mit Creative Technologies eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, in der Audiotechnik neu, zugänglich und fließend erfahren und genutzt werden soll. Dabei geht es sicherlich auch um den Lerneffekt.

Die Grenzen zwischen Gaming, Spaß und ernsten Audioanwendungen sind fließend. Man sieht in einem Selbstdarstellungsvideo, wie der Aufbruchsgeist an der FH waltet.

Der Troll8 µSynth ist ein anschlagsdynamisches, kleines „Keyboard“ im Miniformat, das erstaunlich viel kann und damit ein wenig an die Pocket-Operator-Serie von Teenage Engineering erinnert. So besitzt das kleine Gerät 8 Encoder für die Eingabe der Töne, dem Sequencer-Modus des µSynths. Außerdem sind Taster und LEDs angebracht für die wohl naheliegende weitere Eingabe von Steps, die im Durchlauf Drumsounds steuern können, die bereits an Bord vorhanden sind. Die Klangästhetik ist eindeutig „8-Bit“-Stilistik und damit der Chiptune-Szene nahezulegen.

Die Programmierung erfolgt nach dem klassischen Step-Sequencer-Prinzip „Lauflicht“. Man kann aber auch einen einfachen, pianoähnlichen Sound polyphon und sogar dynamisch über die 16 Klaviaturtasten spielen, sie über USB ausgeben und ein Metronom dazu klicken lassen.

Wie man sieht, geht es hier auch einfach darum zu zeigen, dass es machbar ist. Der µSynth ist zwar primär kein Verkaufsobjekt, doch kann die Projektgruppe der FH Kiel das Gerät auch anbieten. Der Aduino im Inneren kostet nach eigenen Angaben 3 USD.

Übrigens lässt der Sequencer sogar die Tonhöhensteuerung und Abspielgeschwindigkeit der Drumsounds zu. Zudem gibt es Bassdrum, Snare und zwei Hihats. Außerdem ist ein Arpeggiator integriert.

Was insgesamt mit dem µSynth oder weiteren „Erfindungen“ passieren wird, teilt Creative Technologies bald mit.

Update 16.04.: Mittlerweile ist der Quellcode als Open Source bei GitHub erhältlich.

Der Troll8 µSynth

Was macht die FH Kiel