Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
EMS Behringer

EMS Behringer  ·  Quelle: Behringer

Behringer fragt noch immer, ob sie ihn bauen sollen und was er kosten dürfe? Der EMS-Clone mit Vorbild VCS3. Es gibt Fortschritte. Und die zeigt Behringer gern.

EMS-Clone

Gerade heute zeigt Behringer ein Rendering von jenem länger angekündigten EMS-Clone. Dabei haben sie die drei Basisplatinen komplett geändert und sie als eine große Hauptplatine umgearbeitet. Das Original besteht im Wesentlichen aus drei Platinen. Als weitere Elemente sind die Schalt-Matrix und der Joystick mit eigener Platine vorgesehen. Alle Buchsen sind auf einer dritten kleinen Anschlussplatine ausgeführt. Das Format kann damit auch eher ähnlich sein wie das Original aber trotzdem wird er anders aussehen und vermutlich etwas kleiner ausfallen.

EMS-Clone Gehäuse?

Bei der Betrachtung des Renderings wird klar, dass die bisherigen klassischen Behringer-Gehäuseangebote hier nicht passen werden, deshalb kann man keines der bisherigen „Standard-Cases“ mitbenutzen. Das würde die Herstellung günstiger machen. Genau und unter Anderem deshalb fragt die Firma noch immer, was so ein Gerät kosten dürfte und gibt klar an, dass dies keine Aussage sei ob das Instrument überhaupt gebaut würde. Aber eine Entwicklung wird dennoch klar weiter betrieben. Wie auch immer wird er dem VCS3 mehr ähneln als der Koffervariante, denn lediglich erstere wurde gezeigt. Technisch sind beide allerdings gleich.

Was soll er kosten?

Der Hintergrund mag sein, dass so ein Synthesizer wie der Behringer EMS-Clone eher für den musikalischen Spezialisten oder Nerd funktionieren wird. Es ist ganz sicher kein massenkompatibler Synthesizer wie es ein Minimoog oder ein ARP Odyssey ist. Damit kann man nicht unbedingt melodische Standards erfüllen, sondern ist ein Spezialist für Kenner und Liebhaber. Das Original war primär eine Noise-Maschine und ist und war als ProcessingEinheit beliebt. Besondere „Magie“ geht (unter anderem) von der leider nur einfach vorhandenen Loop-Hüllkurve aus und der FM zwischen den Oszillatoren. Der dritte Oszillator reicht bis 500 Hertz und ist primär als Modulationsoszillator gedacht. Genau genommen ist auch das ein LFO. Würde doch jeder Hersteller seine LFOs nicht so stark begrenzen.

Der zu erwartende Preis dürfte höher sein als der der anderen Synths.Das liegt an den herzustellenden Mengen und dem speziellen Konzept und Herstellungsprozess sowie an den besonderen Bauteilen wie Endlospotis und Matrix. Diese sind jedoch immer mehr vorliegend und machbar für eine Firma wie Behringer, die auch elektronische Grundbauteile selbst herstellt (als „Cool Audio“).

Was würdest du bezahlen? Ein aktueller Clone, wie der von PIN Electronics kostet noch immer mindestens 6300 Euro. Ein Selbstbau mit viel Selbstaufopferung kann günstiger sein, dennoch muss man als Einzelperson die Pins und Matrix, die Potis und einige Kleinigkeiten besorgen. Viele tendieren auch zum Einbau in den Koffer wie man ihn vom Synthi A her kennt. Auch eine Art Mini-EMS mit einem Oszillator und digitaler Matrix wurde schon gesichtet. Ein realistischer Preis darf daher eher in die Tausender gehen und zwischen dem für den 2600 und der magischen 999 Euro liegen. Oder? Andere Ansichten?

Stay tuned.

"

7 Antworten zu “Behringers EMS-Clone Synthi B nimmt Formen an”

  1. Schubidu sagt:

    Es wird ein Putney mit Holzgehäuse und kein Billig-koffer aus dem Baumarkt. Auf alle Fälle das ende von den komischen Pilzen und OG für über 10k

  2. Schubidu sagt:

    was es auch verrät sind die Anschlüsse hinten unten, hat der Koffer nicht.

    • moogulator sagt:

      sehe das auch so, es wird sich am VCS3 orientieren. Ich habe nicht den Eindruck, dass die sehr mobile Variante verwendet wird. Übrigens ist die durchaus „besser“ für Liveperformances. Geradezu ideal. Allerdings habe ich keinen Zweifel, dass es ein Pultgehäuse wird. Daher der Gehäuse-Teil des Artikels.

      Was aber interessant wäre – hast du Lust auf sowas?

      Ich bin selbst EMS User und ich finde allein wegen der überhöhten Preise wäre das richtig gut. Es ist immer gut, mit rein finanziellen Blockaden zu brechen. Synthesizer für das Volk.

      B hat ja meist genau diese Message. Wir erfinden nichts neu, aber wir machen vieles für Leute zugänglich. Bei kaum einem Synth ist das berechtigter als bei diesem.

      • Schubidu sagt:

        Das mit dsem „nichts neu“ würde ich mit Vorbehalt erwähnen.
        Arbeiten seit neusten mit Siemens zusammen, ja die AMS/Neve und Siemens Synthesizer aus den 60igern Grossfirma. Die neue Fabrik2.0 in Indonesien ist eine ZusammenaRBEIT
        Neu ist auch das die Abzocke wesentlich kleiner ist ;)

  3. Alien Sound sagt:

    Das alte Format und das gesamte Design des VCS3 finde ich ausgesprochen attraktiv. Bin mal gespannt, ob der Nachbau ebenso aussehen soll.
    Da es sich hier eher um eine obskure Effekt- oder Noise-Maschine handelt, die doch eher aufgrund des hohen Originalpreises und seines Rufes wegen J-M Jarre sehr begehrt ist, als dass der Sound die Masse Mensch anspricht (unterstelle ich mal vorsichtig), hoffe ich inständig, dass auch weitere rare und wunderbar klingende Vintage Geräte, wie Logan Vocalist und Maxi-Korg, noch folgen werden.
    Ich persönlich bevorzuge übrigens die VCS3 Version.
    Ich habe leider keine Ahnung, wieviele Leute das Teil kaufen werden, und wieviel die Produktion demnach kosten könnte, würde ab 800 Euro aber wohl das Interesse verlieren. Toll wäre es, wenn man das Ding für 500-600 Euro bekommen könnte. Die Maschine würde dann erst recht wie Semmeln weggehen, wetten!
    Interessant fände ich die Frage, was man am alten Gerät zum Positiven noch verändern könnte. Ich selbst habe es nie in den Händen gehalten und kann nichts dazu sagen.
    Lust auf die Kiste habe ich aber auf jeden Fall. Bis zu einer gewissen Preishöhe.

  4. Green Dino sagt:

    Ist tatsächlich der einzige B-Klon an dem ich Interesse habe.

    Wie gut der sich verkaufen wird, entscheidet wahrscheinlich auch der Preis.

  5. TimeActor sagt:

    Definitives Interesse in der The Putney Version. Bin gespannt ob sie die Multiturn Pots einbauen werden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.