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Behringer Matrix

Behringer Matrix  ·  Quelle: Behringer

Behringer hat eine Menge Synthesizer angekündigt. In dem bekannten Leak tauchte auch ein VCS3-Clone auf. Das Kernelement dazu haben sie offenbar kopiert.

Also doch – Synthi B

Sie haben es eigentlich immer bestritten, dass es sich bei der Liste um eine klare Ankündigung handelt. Aber bisher ist jeder Synthesizer aus dieser Liste auch Wirklichkeit geworden. Außerdem gab es auch noch einen Namen, nämlich VCX3. Dieser Leak stammte von einem Laden, der jedoch auch eine Art von Fake News sein kann, denn jeder oder viele wünschen sich einen günstigen Synthi, sei es der VCS3 im bekannten Holzgehäuse oder die Variante im Koffer.

George Cloney

Das Original ist mittlerweile schon weit über die 10k€-Grenze geklettert. Man kann offiziell dort sogar noch bestellen, bekommt aber nur mit Glück und erst nach Jahren für ziemliche Mondpreise vielleicht irgendwann einen Synthesizer. Deshalb gibt es auch schon länger den Hornet, der heute unter dem Namen PIN Electronics Portabella angeboten wird. Dieser liegt eher bei 6k€ heute, da die Fertigung und Bauteile vergleichweise teuer sind. Die PIN-Variante ist sehr authentisch. Alternativ gab es noch das DIY Cloney-Projekt.

Versionen

Es gibt je nach Baudatum auch einige seltenere Bauteile. Was viele nicht wissen ist die ungeheure Veränderung der Schaltung selbst und recht häufige Wechsel. Die bekanntesten sind jedoch nur die von Mk1 auf Mk2, welche man bereits an ihrem deutlich dreckiger klingenden Filter erkennen kann. Dennoch wurden wärmeentwickelnde Bauteile und anderes mehrere Male komplett re-designed. Wer mehr zur Geschichte von Gründer Peter Zinovieff wissen möchte und einen Vortrag von seinem Werdegang hören möchte, kann sich hier mal umsehen.

Nicht ganz einfach

Behringers EMS wird sicher eine andere Darreichungsform haben und möglicherweise wird man auch bald eine Kopie der Mehrgangpotis mit oder ohne „Planetengetriebe“ (Vernier Elemente) finden. Die EMS Synthesizer gelten als sehr eigensinnige spannende Noise-Machines und wurden von Persönlichkeiten von Eno über Jarre bis Sonic Youth, The Klink und Pink Floyd verwendet. Ihre 3 Oszillatoren und der Spiralhall, die Loop-Hüllkurve mit ein bisschen Magie und die eigenwillige und morbide FM-Klangsäthetik hat eine große Magie. Sie dürfte aber auch nicht jeden erreichen und eher ein Nerdprojekt sein. Deshalb wäre es bemerkenswert, wenn Behringer sich traut diese zu produzieren. Etwas weniger bekannte Modelle wie der Synthi E könnte man ebenfalls anbieten. Der benötigt keine Matrix. Es gibt noch einiges mehr über die Anziehungskraft der EMS-Synthesizer zu sagen, was aber den Rahmen der Ankündigung etwas sprengen würde.

Würdest du dich über so einen EMS freuen und einen kaufen oder ist dir dieser zu schräg?

Weitere Anwendungen

Die Matrix könnte man auch für andere Anwendungen wie Routing und Modulsystem anbieten, denn sie sind ziemlich teuer und werden aktuell von der Ghielmetti hergestellt. Ein Audiorouting und vieles mehr ließe sich mit solch einer Matrix aufbauen und vermutlich deutlich billiger als das Schweitzer Modell. Die Pins wirken fast stilecht. Die Originalmatrix stammt nicht von Ghielmetti, dennoch ist das heute der einzige bekannte Hersteller solcher Einrichtungen für viele Zwecke.

Weitere Information

Behringers Facebook-Page gibt immer interessante Neuigkeiten zu allem und wird von dem Konzern um die „Music Tribe“ für Bewerbung kommender Produkte genutzt.

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8 Antworten zu “Behringer zeigt eine Matrix – EMS Vorbereitungen?”

  1. Quatsch, das ist der Solitaire-Steckspiel-Emulator SSE 0815

  2. Tomstone sagt:

    Hi! VCS3?
    Nein, Schiffeversenken 2.0 mit Torpedo 3 Gang Tonewheel und Schnappatmungsorganelle für Pazifisten.
    Das sind so ziemlich alle Anwohner des Pazifik.
    Bevor jetzt die Oszillatoren noch weiter verstimmt werden, höre ich besser auf und warte gespannt auf das nächste Detail von Behringer.
    Bleibt gesund!

    gruß
    Tom

  3. Tom Tubby sagt:

    Shut up and take my money!

  4. Ein interessanter Vertreter der Synthi-Clone war offenbar auch der sogenannte IONIC PERFORMER.
    Hier wurde das Patchfeld durch Drucktaster ersetzt, soweit ich das verstanden habe. Leider auch ein super seltenes Instrument.

  5. Wenn man überlegt was selbst heutzutage noch dergleichen Steckfelder kosten, eine recht sinnvolle Reengineering-Maßnahme.

    Jedenfalls sinnvoller als regembogenfarbene Bonbonchassis fuer Gender-Trendmitläufer.

    • Dommi sagt:

      Meine Güte, was ist denn bei dir nicht richtig? Das ist ja mal rechtsoffener whataboutism in seiner verrücktesten Ausprägung – von Steckermatrix eines Synthesizers zu so einer Äußerung ist der Weg schon relativ weit.

  6. Klar würde ich mir so einen EMS Clone kaufen (wollte schon seit ewigen Zeiten so einen haben aber mangels Verfügbarkeit und utopischer Preisentwicklung bei den gebrauchten für mich unerreichbar)

  7. WOK sagt:

    Mit Buttons statt mit diesen Fuzzelsteckern wäre echt besser gewesen. Dazu müsste nichtmal die ganze Matrix mit Tastern vollgepfropft werden (was auch entsprechend teuer wäre), sondern es würde ja eine Reihe seitlich und unten reichen – zwei Taster gleichzeitig drücken, und die Verbindung wird hergestellt und mit einer LED angezeigt. Man könnte dann sogar eine Funktion einbauen „kurzer Druck = halbe Signalstärke, langer Druck = volle Verbindung“ mit entsprechend unterschiedlicher Leuchtstärke der LED.
    Das bisschen Logikelektronik wäre billiger als so ein Steckfeld.

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