behringer m100 rack

behringer m100 rack  ·  Quelle: Behringer

Behringer modular roland clones

Behringer modular roland clones  ·  Quelle: Behringer

Behringer geht den Weg, den viele gehen: Zur Superbooth und den Pfad der Eurorack Module. Uni Behringer hat nun über Gearslutz nach Input für Module gefragt. Wir antworten.

Es gibt mal wieder neue Bilder von gecloneten Modulen klassischer Hersteller. In dem Falle ist es Rolands System 100m ( aka. System 500). Vermutlich aber nur ein Teaser, denn markttechnisch wäre es bedenklich, mit „dem gleichen“ Angebot aufzuwarten wie die Original-Hersteller. Nur vermutlich günstiger.

Update

Da es immer wieder neue Bilder gibt und Details, fügen wir diese einfach hier hinzu. Neu ist die Darstellung sämtlicher Module als Rendering, die es je im System 100m gab. Das ganze heißt bei Behringer M100 und erinnert dann auch an Doepfers A100, es handelt sich aber um nahezu identische Kopien des 100m, nur das Layout musste leicht geändert werden und einige Fader wurden zu Potis, um den kleineren Platz von 3HE statt des größeren 100m Formats unterbringen zu können. Man könnte sie alle einzeln beschreiben, aber nach näherer Betrachtung sind sie schlicht und einfach genau so – nur mit dem entsprechenden Layout versehen und in Roland-grau, wie man das vom System 100 her kennt versehen, denn das Original hatte eher einen braun-metallic Look. Kurzum – es gibt jetzt das System 100m für bis $99.99 – das wären hierzulande leicht über 100€. Auch das wäre noch immer günstig. Hergestellt wurden sie noch nicht, man möchte testen, ob das gut an kommt und müsste ja von jedem Modul mindestens 1000 herstellen, damit sich der Aufwand lohnt.

Ideen für Uli

Aber wie ist es mit anderen eher klassischen Herstellern? Eine Buchla Box 200 oder ein altes Serge aus den Siebzigern oder auch Moog und Co.? Oder vielleicht sogar ein Korg PS 3300? Nun, letzteres wird wohl nicht passieren. Allein schon wegen des Aufwands, auch wenn Behringer es am Ende „günstiger“ machen könnte.

Es sollte eher analoge Technik werden. Dann wird es nochmal günstiger und klanglich vielleicht etwas fetter, wie die Originale in den „alten Zeiten“. Allerdings muss das nicht so sein, wie man an den neuerlichen Moog Clones von AJH gesehen und gehört hat.

Was würde Behringer bringen?

Vor allem eins: Billiger!

Uli B. meint dazu:

The goal would be to build a wide range of modules and – as usual – at very affordable prices (target prices US$ 49-99) which would allow us to open this market and get as many people as possible into synths and making music.

Und alte Sachen, die sonst keiner bauen würde. Dann würde man aber sicherlich nicht das 100m bzw. System 500 als Beispiel nehmen. Allerdings wurde auch der Odyssey gezeigt und bisher nicht gebaut. Nur Renderings. Ohnehin sind aktuell nur der moderne Juno und der Minimoog im Verkauf. Und der Neutron.

Ob sich andere überhaupt trauen würden bei Behringer anzufragen, ob sie die Module herstellen wollen weiss ich nicht wirklich. Ebenso ist nicht klar, wer sich dort melden würde und Pläne abgeben würde, denn als Partner ist Behringer bisher nicht aufgetreten, scheint aber dazu auch einzuladen. Das ist kein schlechtes Angebot, zumindest theoretisch. Denn kaum jemand kann so einfach über so etwas nachdenken, die Messen waren voll mit chinesischen Herstellern, die eigentlich auch nur warten, dass sie etwas herstellen können und haben auch die Maschinen dafür. Genau so ist es hier auch. Wenn man also auf beiden Seiten gut mit einander klar kommt, wäre über eine B2B Verbindung Behringer in der Lage unter deren Namen oder einem anderen ebenfalls Module zu fertigen, die extremst günstig sind. Nicht nur im Euroreck-Bereich ist es aber klar so, dass die reine Produktion nicht das Geld liefert, sondern die Entwicklung. Der Zulieferer müsste also eher wenig dafür fordern, was er generell einbrachte. Genau deshalb ist ein Synthesizer wie das Roland System 8 nicht „billig“ in dem was man kauft sondern in dem was man qualitativ am Ende erhält. Das ist nicht das Konzept von Behringer, da geht es um die reine Herstellung und Machbarkeit. Wo das Original her kommt ist so gesehen egal – bestehende Pläne oder eben jemand der eine Idee hat kann die Quelle sein. Wenn der Gewinn zu groß ist, würde das Modul eben doch wieder etwas teurer, um eben die Entwicklung zu finanzieren. Beim 100m Clone muss man das nicht tun.

Ist das eigentlich gut oder schlecht? Nun, für die die günstig Klassiker wollen – gut. Für die Konkurrenz eher schlecht. Aber erstmal schauen, ob überhaupt irgendwann etwas kommt. Achja – die Module sollen zwischen 50 und 100€ kosten.

Habt ihr andere Ideen?

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Die Module:

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6 Kommentare auf "Behringer Eurorack Module – Roland Clones und mehr?"

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Gast
ja es gibt viele Wünsche und jeder hat so seine Vorstellungen. Mick, Du fragst nach Ideen für Uli? Meiner Meinung nach verharrt die Musik-Industrie die letzten 40 Jahre zu sehr auf alte Technik – überwiegend 1-2 Oszilatoren, monophon und subtraktive Synthese. Der daraus resultierende Sound ist denke ich dann recht vorhersehbar und wäre heute auch eher als Standard zu betrachten. Neue kreative Möglichkeiten ergeben sich meiner Meinung nach besonders für polyphone Synths incl. FM, additive Varianten etc. um z.Bsp. schöne Flächen zu erstellen und parallel dazu polyphone Leadsounds zu spielen. Der evtl. neue Valkyrie geht da meiner Meinung nach voll… Read more »
Gast

Behringer!? Ist das die „hätte, könnte, wollte Firma“!?
Der soll erst einmal liefern, dann kann er weiter Ankündigungen machen, oder ist das schon postulieren!?

Gast

Herr Behringer darf ruhig ein komplettes System anbieten. Mir egal ob es in einem Guss kommt. Wenn es 300 HP hat und mir ermöglichen könnte 4 Synth Spuren und 3 Percussivspuren zu erzeugen dazu noch Fx und entsprechende Sequenzer Geschichten mit drin hat wäre ich sehr dankbar. Man muss bisher gefühlt Rentner sein um einen Track aus so einem Kasten zu bekommen.

Gast

Klonen statt neu erfinden? Schade um die verbratene Zeit…
Interessiert mich soviel wie die 400. Kopie eines Moog Filters.

Gast
naja, würde ich jetzt so insgesamt nicht verteufeln wollen. Gutes kann gerne wieder erstellt werden. Allerdings bin ich dann der Meinung, es sollte in diesem Zuge dann gleich deutlich verbessert werden in seinen Möglichkeiten, anstatt ausschließlich auf Retro zu setzen. Z.Bsp. ein gutes Analog-Gerät wird mit Digitaltechnik als Hybrid-Lösung kombiniert und der geklonte Analog-Teil bekommt zusätzlich entsprechende Polyphonie und ggf. weitere Verbesserungen (z.Bsp. zusätzliche Wellenformen, FM) und alles läßt sich dann multitimbral spielen. Roland hat mit seinem JD-XI bzw. JD-XA schon ganz gute Ansäzte hierzu – nur der Analogteil läßt meiner Meinung noch nach stark zu wünschen übrig hinsichtlich OSC,… Read more »
Gast

Mein Idee für Uli:
Sich selbst mit der Materie beschäftigen und eigene Ideen entwickeln.