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BandLab Albums: ohne Kosten Musik und Alben professionell verkaufen

BandLab Albums: ohne Kosten Musik und Alben professionell verkaufen  ·  Quelle: BandLab

Ihr wollt eure Musik unter das Volk bringen? Und das ohne „Kleingedrucktes“, ohne Probleme und der absoluten Kontrolle? Dazu auch noch 100 Prozent des Gewinns einstreichen? Dann solltet ihr euch einmal BandLab Albums anschauen. Denn über dieses neue Portal könnt ihr eure Songs, EPs und Alben selbst vertreiben.

BandLab Albums ist der neue Record Store für eure Musik

BandLab ist eigentlich bekannt als vielseitige und kostenlose Online-DAW. Dazu bietet die Firma eigene kostengünstige Link-Interfaces für unkompliziertes Recording von Audiodaten an. Jetzt versucht sich der Hersteller auch als Online-Vertrieb von Musik und Alben. Und das natürlich auch absolut kostenfrei.

Sogar die Web-Oberfläche ist professionell und überaus übersichtlich gestaltet. Hierüber könnt ihr eure Songs per Drag-and-drop hochladen (Chrome Browser) und ein Album zusammenstellen und gestalten. Es lassen sich sogar Bonusinhalte (Videos, Texte, Bilder, Demo-Songs) hinzufügen, die der Käufer dazu erwerben kann. Am Ende müsst ihr einen Preis bestimmen. Oder ihr könnt Songs sogar kostenlos über diese Plattform zur Verfügung stellen.

Die Website bietet auch für Bands an, eine Art „Steckbrief“-Seite zu erstellen. Diese erinnert ein wenig an „Facebook“. Dort könnt ihr News posten und dort werden auch eure angelegten Alben präsentiert. Sehr schön! Fans können wohl bald auf dieser Website Genre-abhängig neue Musik finden und neue Artists entdecken. Eine sehr schöne Idee!

Das Beste kommt zum Schluss

Denn BandLab Albums vergütet alle Einnahmen – also wirklich 100 Prozent – an den Künstler. Das klingt doch nach einem Haken? Nein, das Kleingedruckte gibt es eben nicht. Hier wird alles transparent an den Künstler weitergegeben. Super! Aber was ist mit Bandcamp und Co., die ihre Firmen mit den prozentualen Einnahmen über Musikverkäufe finanzieren? Welchen Nutzen hat BandLab von diesem Portal? Eigentlich nur eine Menge Benutzer, die sicherlich bald dieses Angebot in Zukunft nutzen werden.

Einen Nachteil hat das Ganze. Käufer können Musikdaten nämlich „nur“ als m4a (96 kbps, 44.1 kHz) herunterladen oder via Browser streamen. Ob sich das ändern wird, ist fraglich. Denn umsonst ist die Bandbreite für Downloads sicherlich nicht. Bald soll es auch eine iOS- und Android-Version geben, mit der ihr auch unterwegs Alben zusammenstellen, verkaufen und genießen könnt.

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Donnie
9 Tage her

Gibt es hier einen Unterschied zu Bandcamp ?
Ist doch auch kostenfrei.

Last edited 9 Tage her by Donnie
Donnie
9 Tage her
Reply to  marcus

Also ich habe schon mal ein Album auf Bandcamp, vor ca. 5 Jahren verkauft.
Preis war 5 Euro, aber der Mensch hat mir 7 Euro per Payapl überwiesen.
Kann mich nicht daran erinnern, dass Bandcamp da noch was abbekommen hat.

sndrsklr
sndrsklr
9 Tage her
Reply to  Donnie

Vielleicht war das während eines Aktionszeitraums wie kürzlich, als 100% der Einnahmen direkt an die Künstler gingen. Sonst war es schon immer so, dass es eine Gebühr gab, sonst rechnet sich das ja für den Anbieter nicht.
https://bandcamp.com/fair_trade_music_policy
15% auf digitale, 10% auf physische Produkte (mit Abstufungen ab bestimmten Größenordnungen).

widescreen
9 Tage her

Für geschenkt OK, aber mit 96 kbit bestenfalls zum Vorhören oder für niedrigste Ansprüche geeignet. Ein Album eines meiner Lieblingskünstler würde ich so niemals konzentriert anhören wollen. Aber als Anfänger beim Veröffentlichen werde ich das Angebot sicherlich mal ausprobieren.