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Angecheckt: Mackie EM-USB

Angecheckt: Mackie EM-USB  ·  Quelle: Gearnews, Dirk

Ein USB-Mikrofon hat durchaus seine Vorteile. Mehr als ein Rechner mit USB-Anschluss ist für den Betrieb nicht notwendig, auf zusätzliche kostspielige Hardware kann verzichtet werden. Außerdem sind USB-Mikrofone im Vergleich zu professionellen Studiomikrofonen preislich überschaubar. Klanglich sind damit keine Wunder zu erwarten, aber für viele Anwendungen ist das ja auch gar nicht gefragt. Manchmal gehen eine einfache Bedienung und ein niedriger Preis völlig in Ordnung, insofern der Sound ein gewisses Niveau erfüllt. Wenn ihr einen unkomplizierten Begleiter für Podcasts oder Livestreams sucht, könnte das Mackie EM-USB also durchaus etwas für euch sein.

Angecheckt: Mackie EM-USB

In dem Karton steckt alles, was ich für den Betrieb brauche: Das Mikro selbst, ein kleines Tripod-Stativ, die zugehörige Klammer und das USB-C-Kabel für den Anschluss am Rechner. Außerdem liegen zwei Karten dabei, die auf die enthaltene Software hinweisen, die als Download verfügbar ist.

Das Mikrofon macht einen robusten Eindruck und wiegt 390 Gramm. Wie bei USB-Mikros üblich, sind Preamp und Audiointerface direkt eingebaut, zum Abhören der Aufnahme steckt auf der Unterseite ein Kopfhörerausgang neben dem USB-Anschluss.

Am Gehäuse sehe ich die kleinen Regler für den Gain und die Abhörlautstärke, dazu gesellt sich der beleuchtete Mute-Button für die Stummschaltung. Das Kondensator-Mikrofon verfügt über eine Nierencharakteristik, Schall außerhalb der Aufnahmeachse soll damit reduziert werden. Wo ich gerade von technischen Daten rede, schnell noch diese Infos: Der Frequenzgang wird mit 30 bis 18.000 Hz angegeben, der Grenzschalldruckpegel beträgt 130 dB und die Empfindlichkeit -52 dB.

Mackie EM-USB Lieferumfang

Mackie EM-USB Lieferumfang

Plug-and-Record

Schön und gut, aber wie klingt das denn? Dafür schließe ich das EM-USB am Laptop an und tatsächlich ist das pures Plug-and-Play, beziehungsweise Plug-and-Record. Das heißt im Klartext: Anschließen, Software für die Aufnahme starten, Mikro als Eingang und Ausgang (zum Abhören) auswählen und los geht’s. Ich nehme das Mikro einfach in die Hand und halte es in Sprechrichtung, die Pegelanzeige in der Audiosoftware hilft mir bei der Aussteuerung. Ich habe dafür übrigens zuerst Ableton Live benutzt, danach das kostenlose Audacity.

Wenn ich gleichzeitig den Kopfhörer für Monitoring verwenden will, muss ich das in der Software dementsprechend einstellen. Das am internen Audiointerface anliegende Signal wird nämlich nicht direkt durchgeschliffen.

Sound

Mit der Aufnahmequalität bin ich absolut zufrieden. Das Mikro ist speziell für Sprachaufnahmen gedacht und gibt sich in dieser Hinsicht sehr unkompliziert. Auch ohne Poppschutz klingt das Ergebnis „korrekt“ und dass ich das EM-USB nur in der Hand halte, macht sich ebenfalls nicht bemerkbar. Der Bass ist etwas reduziert, wer es da etwas wärmer mag, muss nachträglich noch ein paar Korrekturen vornehmen.

Mackie EM-USB

Mackie EM-USB

Software und Zubehör

Das „Dreibeiner-Stativ“ ist eine schöne Zugabe, das Mikro wird hier mit einer Klemme fixiert. So habt ihr die Hände frei, der Winkel lässt sich so einstellen, dass ihr auch in unterschiedlichen Sitz- oder Stehpositionen vernünftig arbeiten könnt.

Ein weiterer sehr schöner Bonus ist natürlich das umfangreiche Software-Paket. Pro Tools First und Waveform OEM inklusive einiger Plug-ins bieten auch Einsteigern genug Möglichkeiten, sich mit Aufnahme und dem Editieren zu beschäftigen. Wobei ich glaube, dass man bereits mit kostenlosen Apps wie Audacity oder Ocenaudio sehr weit kommt.

Fazit

Mir gefällt das Mackie EM-USB. Es gibt immer wieder Augenblicke, in denen es schnell gehen muss und die Ergebnisse zufriedenstellen sollen. Genau da kann mir dieses Mikro weiterhelfen. Eben anschließen, aufnehmen und fertig. Das Mikro sieht schick aus, macht einen robusten Eindruck und kommt mit dem wichtigsten Zubehör. Im Handumdrehen habe ich damit ein Mini-Studio für die Aufnahme von Podcasts oder das Erstellen von Streams aufgebaut. Und auch die Akustikgitarre oder Gesang können damit mal eingefangen werden.

Weitere interessante Produkte unserer „Angecheckt“-Reihe findet ihr hier. Ihr habt Vorschläge? Dann her damit!

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