Waldorf Quantum

Waldorf Quantum  ·  Quelle: www.Sequencer.de

Say hello to digital! So oder anders könnte er von sich sagen, denn ganz entgegen der Trends gibt er sich als Synthesemonster und Sampler. Ja, Sampler, Multisampler und Granularsampler und …

Über den Quantum haben wir schon von der Musikmesse letztes Jahr berichtet, seitdem hat sich aber enorm viel getan. Rolf von Waldorf erklärte die neuen Funktionen auf der NAMM, zu finden unten in den Videos.

Waldorf Quantum – real digitaler Synthesizer

Zum Ersten kann jeder der drei Oszillatoren Sampling mit mehreren Samples, also Multisampling im klassischen Sinne. Das ist damit der erste normale Synthesizer, der das tut neben einigen Workstations – und das auch nicht nebenbei, sondern als wesentlicher Bestandteil. Granular-Sampling wird achtstimmig polyphon unterstützt und zwar mit einer Klangqualität, die nicht mehr wie Technik klingen muss oder wie das, was der Roland V-Synth konnte. Man kann beliebig in Samples herumfahren und die 6 LFOs oder Hüllkurven verwenden und 6 Effekte, von denen ein Teil jeweils auf dem Frontpanel zu finden sind. Samples liegen Gigabyteweise auf der SD-Card, es gibt also keine Probleme mit Speicherlimits.

Kompatibel mit dem Nave, aber viel mehr als das!

Die Wavetables sind vom Nave importierbar und wurden auf vielen Ebenen erweitert. Deshalb sind sie nicht total identisch. Außerdem können Waves verändert und gemorpht werden. Das ist im einfachsten Falle Pulsbreitenmodulation, kann aber auch deutlich komplexer sein. Sync macht der Quantum pro Oszillator und braucht keinen zweiten Oszillator dafür. Schwingungen können eingezeichnet und geformt werden.

Die Resonatoren sind Bandpässe, die ebenfalls eingezeichnet werden können und durch Samples oder Noises angeregt werden. Damit kann man Steeldrums, Glockiges und einiges mehr erzeugen. Für jeden Basistyp gibt es eine Farbe pro Oszillator. So kann man Resonator, Waveshaping/Tables oder Sampling beliebig kombinieren.

Diese Maschine kann sogar um Längen mehr als direkte Konkurrenten wie die Modal-Synthesizer (Wavetables und digitale Waves) oder der John Bowen Solaris (klassische Schwingungen, einfache Samples) und liegt mit ihnen im gleichen Preissegment. Die Tastatur ist hochwertig, die beiden analogen Filter gesellen sich zu einer Abteilung, die freie weitere Veränderungsmodule enthalten, und das ist nur das, was man in einer News so schreiben kann.

Rolf W. ist vorsichtig mit dem Release-Termin und rechnet mit einigen Wochen, also 2-3 Monate werden es schon sein und die Produktion startet jedoch bald. Dies ist kein Nave Plus, der Quantum wird sehr viel mehr können als viele digitale Synthesizer, die es in den letzten 30 Jahren gab.

Wie bekannt ist, wird er 3.950 Euro kosten.

-> Sonicstate und Musicradar verliehen ihm den Preis für den besten Poly-Synthesizer. Das darf man auch als Innovationspreis verstehen, absolut verdient. Der Preis für den monophonen Synth ging an Radikal für den Delta Cep A – ebenso verdient.

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2 Kommentare auf "Waldorf Quantum macht Schluss mit Vintage – Neue Synthese"

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Wahnsinn! Sehr spannendes Projekt und lesen tut es sich auch gut : )
Der Sound ist einfach klasse.
Ich denke digitale Synthese(n) mit Analogen Filtern sind der richtige Weg.
Im Vergleich zu Cwejman oder den Oberheim´s,
finde ich den Preis sogar noch vergleichsweise günstig.
Danke für die News.

Schade, daß Potis verwendet werden. Für mich ein NoGo. Das konnte Waldorf schon besser.