Steinberg VST Linux Cubase Nuendo Tux

VST für Linux – kommt da mehr?  ·  Quelle: Steinberg / Wikipedia (Tux)

Das war eine Nachricht, mit der ich ehrlich gesagt kaum gerechnet hatte: Steinberg hat das SDK (Software Developement Kit) der VST Plug-in Schnittstelle nun offiziell mit dem letzten Update für Linux geöffnet – zumindest ist eine Preview inbegriffen. Ein Anzeichen für mehr?

Nerdkram

Ein Programmierer hatte mir mal erzählt, dass es aktuell nur über Umwege möglich ist, ein VST Plug-in für Linux zu programmieren. Man benötigt dafür das offizielle SDK bzw. ein bis zwei Dateien daraus und „bastelt“ den Rest des Plug-ins wie gewohnt, greift aber auf diese Datei als Programmierbibliothek zu. Daran wird sich nichts ändern, außer dass der Support nun offiziell von Steinberg ausgeht. Außerdem wird nun auf cmake statt wie gewohnt auf XCode und Visual Studio gesetzt. Mehr Potenzial für Crossplattform Plug-ins. Außerdem wird das VST3 Paket nun nicht mehr extra, sondern mit im VST SDK integriert.

Für mich ist das ein gutes Zeichen, dass die musizierende Linux-Gemeinde demnächst einfacher mit Plug-ins versorgt werden könnte. Gute DAWs gibt es ja einige, sowohl Closed als auch Open Source. Dazu erscheint das SDK 3.6.7 inkl. VST3 nun auch GitHub mit GPL V3 Lizenz. Zeichen über Zeichen, die alles und nichts heißen können.

Gedanken

Interessant finde ich den Schritt von Steinberg dennoch, weil eigentlich nach Linux in der „Profi-Audiowelt“ kein Hahn kräht, die Steinberg ja eigentlich mit Cubase Pro und Nuendo bedient. Vielleicht ist es aber auch nur ein kleiner Zufall, weil cmake eben zufällig auch Linux-kompatibel ist. Vielleicht findet hier aber auch grad ein Umdenken im Gesamten statt – auch wenn ich mir das allein wegen der ASIO-Schnittstelle nicht wirklich für die nahe Zukunft vorstellen kann. Unter Umständen ist da wirklich ein Cubase für Linux geplant? Dann müssen sich Bitwig Studio 2, Tracktion Waveform und Ardour bzw. Mixbus warm anziehen.

Hier könnt ihr mal sehen, was aktuell so bei Linux an Plug-ins möglich ist.

Ich habe bei Steinberg mal angeklopft. Man sehen, was rauskommt. Die Antwort reiche ich hier dann nach.

Update 17.03.

Ich habe endlich eine Antwort von Steinberg erhalten. Kurz gesagt: Es ist bewusst auf Open Source und Crossplattform für VST3 gesetzt worden, auch um VST3 für Linux attraktiver zu machen.

Cubase oder andere DAWs sind aber nicht für Linux geplant. :(

Quelle

  • ASDFHans

    Ich glaube, das ist nur ein Nebenprodukt von der Umstellung auf cmake, weil das Crossplattform ist und XCode und Virtual Studio eben nicht. Aber geil wärs trotzdem.

  • Das wäre ja mal ein Knaller….