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Steinberg veröffentlicht VST 3.7 SDK

Steinberg veröffentlicht VST 3.7 SDK  ·  Quelle: Steinberg

Steinberg verkündet die Verfügbarkeit des VST 3.7 SDK. Das neue Software Development Kit bietet neue Möglichkeiten, von denen sowohl die Plug-ins selbst als auch die Entwickler profitieren.

Steinberg VST 3.7 SDK

Ab sofort ist das neueste SDK für die Virtual Studio Technology, kurz VST, verfügbar. Dieser von Steinberg im Jahr 1996 eingeführte Standard für virtuelle Instrumente und Effekte wurde im Laufe der Jahre immer wieder um Funktionen erweitert, 2008 kam mit VST3 die bisher aktuellste Version der Plug-in-Schnittstelle.

Damit VST fit für Zukunft bleibt, können Entwickler jetzt auf das neue SDK zurückgreifen. Das bietet den VST3 Projekt Generator, der den Einstieg in die Entwicklung von VST-Plug-ins noch mal erleichtern soll. Projekte mit ein paar Klicks erzeugen und dann bereits das Code-Gerüst für die Weiterentwicklung in Xcode und Visual Studio – das hört sich sehr vielversprechend an.

Damit Developer einen noch besseren Zugang gewinnen, hat Steinberg die Dokumentation erweitert und komplett online zur Verfügung gestellt. Neben umfassenden Infos zur Entwicklung von Plug-ins gibt es zusätzlich Tutorials und Beispiele, die sich sowohl an Einsteiger als auch fortgeschrittene Entwickler richten.

MIDI 2.0 und Support für ARM Apple Silicon

Der von der MIDI Manufacturers Association beschlossene MIDI 2.0 Standard wird eigentlich schon von VST3 umfangreich unterstützt. Steinberg macht zur Veröffentlichung des neuen SDK aber noch mal darauf aufmerksam, dass die Möglichkeiten des neuen MIDI-Standards ausführlich dokumentiert sind.

Mit dem Umstieg auf ARM hat Apple in den letzten Wochen viel Wind gemacht, da ist gerade für Entwickler interessant, wie Produkte auf den neuen Silicon Prozessor portiert werden. Auch da ebnet das neue SDK den Weg. Das darf als positives Zeichen dafür gesehen werden, dass der Umstieg auf die neuen Prozessoren in zukünftigen Macs vielleicht nicht so dramatisch ausfällt, wie einige das befürchten.

Arne Scheffler, Steinbergs Senior Software Entwickler der VST-Technologie, ist jedenfalls sehr zuversichtlich für die Zukunft von VST:

„Die VST-Entwicklung profitiert vom Ideenreichtum und der Kreativität einer weltweiten Gemeinschaft von Kreativen. Aus diesem Grund wollten wir die Einstiegshürde für zukünftige Generationen von VST-Entwicklern noch einmal herabsetzen und können es aktuell kaum erwarten, die ersten Ergebnisse zu sehen.“

Ist das ein weiterer Schritt zu VST4?

Die Frage ist einfach zu spannend, um sie nicht zu stellen. Bevor VST4 erscheint, müsste aber zunächst geklärt werden, welche neuen Funktionen das bringen könnte. Mit VST3 kamen schließlich schon einige sehr wichtige Features. Multiple MIDI-Ports, MIDI 2.0, das verbesserte Routing (speziell Sidechain-Funktionalität) oder Support für Surround sind bereits integriert.

Ein paar Ideen gibt es natürlich schon. Dazu gehören Funktionen wie bei der ARA-Schnittstelle oder Metering für Ein- und Ausgänge eines Plug-ins, auch eine Art Look-ahead für MIDI ist ein bereits gestellter Wunsch.

Verfügbarkeit

Das SDK lässt sich lizenzfrei verwenden und ist als Download über die Steinberg-Website erhältlich.

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