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RME MADIface Pro USB Audiointerface Front Seite

Das MADIface Pro sieht aus wie das Babyface, hat aber MADI statt ADAT  ·  Quelle: RME

RME hat auf der Musikmesse im April dieses Jahres den „Nachfolger“ des Babyface Pro vorgestellt: das MADIface Pro. Wobei Nachfolger impliziert, dass es den Vorgänger ersetzt, was hier nicht der Fall ist. Beide werden parallel bestehen.

Der große und einzige Unterschied: Es gibt einen MADI-Anschluss statt ADAT-Anschluss, der beim Babyface Pro seitlich sitzt. Insgesamt kommt es so auf 68 Ein-und 68 Ausgänge, davon sind aber nur je vier analog, die restlichen über MADI (Ethernet-Kabel). Dazu gesellt sich auch MIDI über MADI. Trotz der hohen Anzahl an Kanälen setzt RME weiterhin auf USB2 statt auf den moderneren USB3 (es ist aber kompatibel) – trotzdem soll es für die simultanes Aufnehmen und Abspielen aller Kanäle reichen, bei einem Buffer von 32 Samples. Ob dabei auch die komplette „Auflösung“ von 192 kHz und 24 Bit genutzt werden kann, wird sich zeigen.

RME MADIface Pro kann auch Class Compliant, heißt ohne Treiber, beispielsweise am iPad genutzt werden. Dann stehen allerdings nur die vier analogen Ein- und Ausgänge und 20 über MADI zur Verfügung. Wie gewohnt kann es über TotalMixFX übers iPad gesteuert werden. Es befinden sich keine MADI-Kabel im Lieferumfang.

Für die Masse an Kanälen auf kleinstem Raum (zumindest theoretisch) werden voraussichtlich 1199 Euro fällig. Ab Ende Oktober soll es ausgeliefert werden. Ja, MADI hat seinen Preis, aber ich empfinde es im Vergleich zum Babyface Pro (749 Euro) dennoch als etwas viel.

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