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Quilter Amplification Bass Block 800 Topteil Amp Head Front

Kleiner Amp, wenig Regler, aber viel Leistung  ·  Quelle: Quiter Amplification

Der neue Bass Block 800 von Quilter Amplification ist ein sehr kompaktes Topteil für Bass. Für die kleinen Gehäusemaße bringt es aber einiges an Leistung an die Box und sollte in jedes Handgepäck passen.

Die 800 Watt sind für 4 Ohm berechnet, man kann es natürlich wie gewohnt auch an 8 und 16 Ohm Boxen betreiben, dann eben „nur“ mit 450 bzw. 225 Watt. Aus Erfahrung mit meinem Reidmar 250 kann ich sagen, dass 250 Watt mehr als genug sind. Laut Hersteller sind auch 2 Ohm Boxen nutzbar, es könnte nur bei hohen Lautstärken clippen – trotz des eingebauten 2-Stufen Limiters.

Aber wo ein kleines Gehäuse ist, müssen auch Defizite in Kauf genommen werden: Bei derAnzahl der Potis. Quilter Amps verbaut lediglich vier Sück: Gain, Depth (LoCut oder Boost), Contour (MidScoop oder HiCut) und Master. Der Master ist interessanterweise nicht mit 1-10 beschriftet, sondern mit Watt. Ich persönlich bin ein riesen Fan von Amps mit wenigen Bedienelementen, wenn der Grundsound stimmt. Lenkt mich alles nur viel zu oft vom Musizieren ab.

Der Input des Bass Block 800 Topteils ist zweigeteilt in aktiv und passiv. Direkt daneben befindet sich ein Mute-Schalter – etwas, wo ich nie verstanden habe, warum so was am Amp sein sollte. Aber in den Foren ist das ein viel gewünschtes Feature, also warum nicht.

Auf der Rückseite befinden sich ein Speakon- und zwei Klinke-Ausgänge für die Boxen, dazu Line-IN und Out als XLR und ein Kopfhöreranschluss. Beachtlich auf dem kleinen Raum.

Preislich liegt der Bass Block 800 bei 599 USD (UVP). Im Lieferumfang ist eine „Deluxe“ Tagetasche – ich bin von Gigbags für Instrumente etwas gebrandmarkt, die sind oft alles andere als Deluxe. Ob die hier Deluxe ist, kann ich nicht sagen.

In Deutschland gibt es leider noch keinen Händler, der Produkte von Quilter Amps führt. Aber in Belgien, Italien und Dänemark können Willige laut Hersteller ordern. Schade, ich hätte ihn gern mal probiert. Class-D Transistoramps wird ja gern der fehlende Charakter nachgesagt – kann ich mit meinem Reidmar widerlegen, und würde ich gern auch dem hier nachsagen können. Die marginale EQ-Sektion und die unten verlinkten Worte des Entwicklers zur Technik machen Lust auf mehr.

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