von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
MAAT FiDef JENtwo

MAAT FiDef JENtwo  ·  Quelle: MAAT

ANZEIGE

FiDef JENtwo ist das neue Plug-in des Herstellers MAAT. Wenn ihr FiDef hört, klingelt es vielleicht bei einigen von euch, denn bei thEQblue 3.0 taucht dieser Begriff auch schon auf. Dahinter steckt eine neuartige Technik, die sich auf der einen Seite sehr wissenschaftlich und auf der anderen Seite auch etwas esoterisch anhört. Auf jeden Fall macht das Konzept und die Beurteilung einiger „Pros“ absolut neugierig. Denn das Versprechen, mit einem kaum wahrnehmbaren Mittel den Sound von Mixen deutlich zu verbessern, klingt fast wie Magie. MAAT will euch mit der zweiten Generation dieses Plug-ins daran teilhaben lassen.

ANZEIGE
ANZEIGE

MAAT FiDef JENtwo

Ich habe schon lange keine Produktbeschreibung mehr gelesen, die es mit der von diesem Plug-in aufnehmen kann. Das liegt vielleicht auch daran, dass FiDef JENtwo unfassbar minimalistisch aussieht und so gut wie gar nichts macht. Aber das, was es macht, soll euere Mixe auf ein komplett neues Niveau brimngen. Die Beschreibung auf der Website von MAAT ist für so ein „kleines“ Produkt ziemlich ausufernd und versucht das Funktionsprinzip und Konzept dieses Plug-ins zu verdeutlichen.

Ich fasse das mal kurz und vielleicht etwas salopp zusammen: FiDef JENtwo fügt kaum wahrnehmbares Rauschen dem Audiomaterial hinzu und dadurch klingt das Ergebnis ausgewogner, natürlicher, dimensionaler und weniger anstrengend für unser Hirn. Also einfach nur besser.

Psychoakustischer Audioprozessor

Dieser psychoakustische Effekt wurde von Menschen, die sich jahrelang damit beschäftigt haben, ausgeklügelt und erforscht. Herausgekommen ist die patentierte FiDef-Technologie, die beim Einsatz sozusagen das „gewisse Quäntchen“ hinzufügt. Die Idee ist ein bisschen mit dem Mastering-Trick vergleichbar, über Dithering etwas Rauschen zum Audiomaterial zu addieren und damit Aliasing-Effekte zu verdecken. FiDef funktioniert nach einem vergleichbaren Prinzip, nur dass dies sämtliche Mixe verbessern soll, von LoFi bis absolut hochauflösend und von analog bis digital. Im Vergleich zu sämtlichen Dither-Algorithmen soll das zugefügte Signal hier allerdings in Korrelation zum Ausgangsmaterial stehen. Das macht den großen Unterschied aus.

Der Trick liegt wohl in unseren Gehirnen begründet, die laut MAAT eben auf die hier angewendete Methode total ansprechen, selbst wenn uns das überhaupt nicht bewusst ist. Unsere Hirne werden anscheinend so stimuliert, dass wir wohl einen Unterschied zu einem unbearbeiteten Mix spüren – ohne aber einen Grund dafür nennen zu können. So nach dem Motto „klingt eben einfach besser!“

MAAT denkt mit diesem Plug-in nicht nur an Mixing und Mastering, sondern auch an Broadcast, Games, Sound-Design, Restauration oder sogar Forensik. Fünf Profile stehen zur Auswahl und richten sich an unterschiedliche Aufgaben. TRUCKN ist die Default-Einstellung und macht Audio einfach nur „sweeter“, SUTRO hingegen widmet sich eher dem Höhenbereich ab 8 kHz.

Ich gebe zu, dass auch mein Gehirn gerade stimuliert wird. Der rationale Teil sagt mir „das ist Schlangeöl“ und die andere Gehirnhälfte schreit „will haben“. Das wird von all den vielen Lobpreisungen namenhafter Pros unterfüttert, die auf der Produkt-Website zu lesen sind. Schade, dass es keine Audiobeispiele gibt. Ich werde gleich mal direkt die kostenlose Demo installieren.

Spezifikation und Preis

MAAT FiDef JENtwo läuft als VST2, VST3, AU und AAX auf macOS (10.9 oder neuer) sowie Windows 7 oder neuer. Zur Einführung bezahlt ihr 99 US-Dollar, später wird der Preis auf 129 US-Dollar angehoben.

Weitere Infos über MAAT FiDef JENtwo

MAAT FiDef JENtwo

Wie findest du diesen Beitrag?

Bewertung: Deine: | ø:
ANZEIGE
ANZEIGE

4 Antworten zu “MAAT FiDef JENtwo: Ist dieses Plug-in der heilige Gral der Enhancer?”

    Green Dino sagt:
    0

    Schlangengift? Du meinst Schlangenöl, oder? ;)

    Ich denke sowas kann funktionieren, subtiles Rauschen oder Vinylknistern kann einen Mix auch ziemlich aufwerten, einfach als kaum wahrnehmbarer „Teppich“ im Hintergrund. Es kommt natürlich auf den Mix an, aber wenn es gut passt, dann kann das schon eine Aufwertung sein.

    Dieses Plugin fügt ja anscheinend etwas in Relation zum Audiomaterial dazu – Klingt schon spannend, die Demo werd ich auf jeden Fall testen.

      Dirk B. sagt:
      0

      Ja richtig, Schlangenöl meinte ich. Hab ich mal nachkorrigiert. Ich arbeite viel mit leicht zugefügtem Rauschen, aber hier scheint das noch so ein bisschen moduliert zu sein. Ich habe auch mal die Demo heruntergeladen. Bin gespannt, ob ich da einen Unterschied merke. Wie ich mich kenne, vermute ich mal nicht. :D

    Sidney Snake sagt:
    0

    Ich halte von sowas gar nichts.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.