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Ayaic Mix Monolith

Ayaic Mix Monolith  ·  Quelle: Ayaic

Ja, ich weiß – die Frage „Ist das die Zukunft?“ haben wir hier schon einige Male gestellt. Aber bei einem Plug-in mit dem Namen Mix Monolith liegt das doch wohl auf der Hand. Ich muss da sofort an den Monolithen aus Stanley Kubricks Film „2001: Odyssee im Weltraum“ denken. Und zumindest die rechteckige Form von Mix Monolith erinnert auch daran. Ob dieser Monolith des Herstellers Ayaic allerdings auch so tiefgreifende Veränderungen verursacht? Vielleicht für die Art und Weise, wie ihr in Zukunft Musik mischt. Das Plug-in will nämlich automatisch die virtuellen Fader in eurer DAW bedienen und den perfekten Mix erstellen. Vorausgesetzt, ihr möchtet die Kontrolle abgeben.

Ayaic Mix Monolith

Ein „automatisches Mixing System“ – wie soll das aussehen? Der Hersteller Ayaic verspricht, dass Mix Monolith in jeder Umgebung perfekt die Level eurer Spuren einstellt. Egal, ob das nun einzelne Instrumente, Gruppen von Spuren, FX-Channel oder sogar der Master-Fader sind. Wenn das Plug-in seine Arbeit verrichtet hat, ist die Musik in perfekter Balance. Und darum geht es ja, oder?

Aber nicht nur die Fader bewegt das Toll auf magische Weise von alleine (oder automatisiert), ihr bekommt auch beliebig viele Gruppen für Mutes oder Ducking/Expanding. Das Ducking – also das automatische Absenken der Lautstärke durch ein Sidechain-Signal – soll dabei ganz präzise sein. Ihr wollt immer 3 dB Absenkung auf dem Bass, wenn die Kick reinknallt? Bekommt ihr. In Gruppen passiert das dann gleich auf mehreren Spuren.

Besonders tolle Ergebnisse sollt ihr mit einem anderen Plug-ins von Ayaic bekommen. Ceilings Of Sound – Hyper-EQ ist ein Equalizer mit einem ebenfalls ungewöhnlichen Ansatz. Beide Plug-ins arbeiten durch die Learn/Mix-Funktion wohl besonders gut zusammen.

Ist das die Zukunft?

Wir leben ja in Zeiten, in denen Musiker und Musikerinnen immer häufiger die Aufnahme, das Mixing und sogar das Mastering selbst übernehmen. Ein Tool, das den Mixing-Prozess automatisch erledigt, klingt also erst mal nach einer guten Idee. Aber ich bin skeptisch. Denn das Mischen von Musik ist nicht nur eine technische, sondern auch eine kreative Angelegenheit. Und manchmal entstehen gerade aus Fehlern und Unerfahrenheit neue Sachen. Außerdem gibt es beim Mischen so viele Tricks, die ein Automatik-Plug-in aus meiner Sicht nicht machen kann.

Aber vielleicht kommen mit Mix Monolith ja interessante Ergebnisse heraus, die auf gewohnten Pfaden nicht entstanden wären? Und wer viel unterwegs ist, hat vielleicht nicht immer die gewohnte Abhörsituation, da ist so ein Werkzeug bestimmt ein nützlicher Helfer. Gut, dass der Hersteller eine Demoversion bereitstellt, so könnt ihr selbst entscheiden, ob euch dieses Plug-in weiterbringt.

Ganz neu ist die Idee natürlich auch nicht, Auphonic Multitrack macht vergleichbares mit Sprachaufnahmen – sogar ohne DAW.

Spezifikation und Preis

Ayaic Mix Monolith läuft als VST2, VST3, AU und AAX auf macOS (10.7 bis 10.15) sowie Windows (7, 8, 10). iLok ist für die Registrierung notwendig – auch die kostenlose Cloud-Variante funktioniert. Eine Anleitung findet ihr auf der Website des Herstellers. Eine für sieben Tage funktionierende Demoversion könnt ihr anfordern. Aktuell bezahlt ihr 99 US-Dollar anstatt der sonst üblichen 199 US-Dollar.

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2 Antworten zu “Ayaic Mix Monolith: Dieses Plug-in mischt eure Spuren ganz alleine”

  1. Daniel II sagt:

    Meiner Einschätzung nach, wird es in den nächsten Jahren noch wichtiger sein einen individuellen Sound zu erreichen, als einen qualitativen nach technische Gesichtspunkte. Weil amtlich wird irgendwann wirklich jeder können. Möglicherweise gibt es passend dazu dann irgendwann einen Anti-trend? :-)

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