Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Hofa Vergleich Stromkabel Vovox Klangleiter Teaser

Wer macht das Rennen?  ·  Quelle: Hofa / Youtube

Mal ganz abgesehen von Gitarre, Amps und Effekten gibt es noch ein ganz kontrovers diskutiertes Thema bei Gitarristen: Die Kabel. Billig ist erstmal schlechter. Aber stimmt das überhaupt? Hier am Beispiel von Lautsprecherkabeln.

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Teuer vs. preiswert

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welches Kabel ihr demnächst für euer Gitarrensignal nutzen wollt, schaut euch doch mal das Video von HOFA an. Hier wurden verschiedene Kabel gegeneinander getestet. Vom umgelöteten Stromkabel bis hin zum edlen Vovox-Kabel, aber auch Monster Cable und Pro Snake (Thomann Hausmarke) sind dabei.

ich bin seit Jahren auf Sommer Cable und Cordial (Patchkabel habe ich auch noch von Klotz) unterwegs und fahre damit echt gut. Auch die Stecker sollten eigentlich wenig bei den Messungen ins Gewicht fallen, ich persönlich bin bei Neutrik und HiCon. Es ist erlaubt, was gefällt. Bei mir ist es ein Mix aus (gefühlt?) besserem Klang und der Haltbarkeit.

Optisch liebe ich die Fender Kabel mit Stoffumwicklung, aber sobald einmal „Siff“ drauf gekommen ist (Bier, Asche, unbekannte Flüssigkeiten von Bühnen und Proberaum-Ranz), dann ist mir doch ein schöner Kunststoffmantel lieber.

Wenn ich aber so das Video unten sehe, dann überlege ich ernsthaft, mich einfach mit preiswerten Stromkabeln als Meterware einzudecken und dann gute Stecker draufzulöten und ab dafür. Dann gibt es zwar nicht die Elastizität von meinen o.g. Lieblingskabeln, wenn man aber eh nur Strecke machen muss, etwa vom Pedalboard zum Amp oder Stage Box, dann wäre das doch eine preiswerte Alternative. Zumindest, wenn die Stromkabel wirklich so toll den „Sound“ weitergeben, wie in dem Video. Ich denke im Blindtest würden wir alle versagen, oder?

Wer wird wohl das Rennen machen? Bei der Frequenzanalyse war ich dann doch schon ziemlich beeindruckt. Was meint ihr dazu?

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19 Antworten zu “Ein billiges Stromkabel klingt genau so gut wie ein Vovox-Kabel?”

  1. Don sagt:

    In einen Vergleichstest hat mal eine Verbindung mittels Material aus Metal Kleiderbügel gewonnen.

  2. phonic sagt:

    wäre interessanter wenn die Jungs auch einen Dynamiktest gemacht hätten

    • Wolfgang sagt:

      Das angewandte Signal der E-Gitarre ist natürlich auch anspruchslos.
      Das Ergebnis wäre sicher ganz anders, wenn man das gleiche mit Signalen von akustischen Instrumenten nutzen würde.
      Vor allem, wenn die Leistungen im Dynamischen Bereich geprüft werden.

  3. Mike sagt:

    Bei dem Titel dachte ich zuerst an den Unsinn von diesen HiFi-Freaks, die hunderte Euro für ein Netzkabel ausgeben, weil damit die Anlage „besser klingt“…..

    Der Rest war mir dann von vornherein klar. Bei den Spannungen und Strömen, um die es bei Lautsprechersignalen geht, ist nur eine Sache relevant: der Leitwiderstand des Kabels. Und dieser hängt hauptsächlich von der Länge ab und natürlich vom Durchmesser des Leiters. Und er wirkt sich hauptsächlich auf die Lautstärke aus, wobei die Unterschiede minimalst sind, egal wieviel Kupfer- oder gar Silberanteil im Leiter sind. Wäre bei dem Test ein längeres Kabel im Einsatz gewesen, hätte das Instrumentenkabel mit seinen dünnen Leitern entsprechend schlechter abgeschnitten. Ein Netzkabel ist für mehrere tausend Watt Dauerlast ausgelegt und entsprechend als Lautsprecherkabel gut geeignet. Impedanzen und Kapazitäten spielen bei dieser Signalstärke eine untergeordnete Rolle (im Gegensatz zu Mikrofonsignalen).

    • Xenius sagt:

      Hallo Mike,
      Zweifel bezüglich Kabel hatte ich sehr lange, zumal es keine physikalischen „Belege“ dafür gibt, aber ich habe meine Erfahrungen sowohl als Gitarrist aber auch als Hi-Fi High-End „Freak“ gemacht.
      Ich spiele aber nicht mehr, jedoch höre ich täglich mit großer Leidenschaft Musik mit meiner doch ziemlich guten Anlage, die sehr weit oben „angesiedelt“ ist.
      Ob Du es glaubst oder nicht, ist mir am Ende auch nicht wichtig, aber es gibt tatsächlich deutlich hörbare Unterschiede bei Kabeln im Hi-Fi High-End Bereich.
      Physikalisch ist das i.d.R. nicht zu belegen, dennoch ist es teils sehr deutlich hörbar, nicht nur für ausgemachte Freaks.
      Irgendwann werden diese Differenzen aber so marginal, daß es den Mehrpreis nicht mehr lohnt.
      Es gibt aber auch preislich äußerst günstige Kabel, die sehr gut „klingen“, es müssen nicht etliche Hundert oder mehrere tausend Euro ausgegeben werden, damit man aus seiner Anlage möglichst alles heraus holen kann.
      Beste Grüße
      Fred

      • superweb sagt:

        Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass der frequenzabhängige Skin-Effekt und der Proximity Effekt einen Einfluss auf den Klang haben könnte. Die Konsequenz daraus wäre nämlich eine Dämpfung höherfrequenter Anteile. Inwieweit sich das bereits im hörbaren Frequenzbereich bemerkbar macht kann ich allerdings nicht sagen,

  4. Dave sagt:

    Der Grund warum alle Marken-Combos dieser Welt mit 80 Euro Lautsprecherkabel verkauft werden ist doch der Klang – pffffff Scherz!

    Meine zwei ältesten Combos (Roland Jazzchorus 120 von 1983 und Fender Twin Amp von 1996) aber auch neuere Combos haben alle wirklich einfachste Kabel verbaut. Da hat noch nie jemand geschrien: „Jooo dein Jazzchorus klingt s****** – wechsel mal die Lautsprecherkabel!“

    Gruß

  5. phonic sagt:

    was auf jedenfall klar ist, man kann die qualitativen Unterschiede solcher Kabel messtechnisch nicht darstellen.
    Das Frequenzspektrum ändert sich nur minimalst, aber was ist mit der Impulstreue?
    Gerade dort wo es drauf an kommt, wie schnell Signale geleitet werden.

    Ich will hier nicht den Apostel spielen, aber der Hofa Test sagt leider nicht so viel aus.
    Aber es soll doch jeder mal bei einem guten Shop ein Bilig-Kabel gegen ein Vovox Kabel antreten lassen, und zwar direkt vom Instrument in den Amp.
    Wer dann den Unterschied nicht hört, der braucht das teurere Kabel auch nicht.

    • Mike sagt:

      Elektrische Signale werden in Kabeln immer mit annähernd Lichtgeschwindigkeit übertragen. Bei Lautsprechersignalen muss das Kabel nur ausreichend dick sein, dann kommen bei Impulsen auch genügend Watt durch.

      • Thomas Körber sagt:

        Tja Mike,
        Du hast eben den gezeigt, mit wie wenig Ahnung man viel Mist erzählen kann. Strom fließt nämlich in Wirklichkeit unglaublich langsam. Nämlich ca. nur mit 0,5 mm die Sekunde. Lichtgeschwindigkeit ist im Vakuum ca. 300.000 km die Sekunde.
        Ich frage mich, wie du auf diesen Wert kommst. Noch wichtiger aber: jeder sollte sich fragen, inwieweit er solchen Aussagen einen Wert beimessen will.

  6. Don sagt:

    Vovox Kabel sind kurz vor Vodoo.
    Diese Kabel braucht keiner. Optisch und von
    der Verarbeitung her gefallen die mir.
    Auch bei geschirmten Kabeln werden die gegenüber
    den geschirmten Kabel aus der Mittelklasse keinen
    Vorteil haben.

  7. Was passiert haengt hauptsächlich von der Daempfung (quellwiderstand des verstaerkers) und dem Lautsprecher als komplexe Impedanz mit Masse Feder usw. Ab. Wenn beides gut abgestimmt und niederohmig braucht man ein gutes Kabel… wenn ohnehin der wurm drin ist kanns durch ein schlechtes Kabel besser werden.. Find den Test ohne eine Bezugnahme auf verwendete Komponente entbehrlich…

  8. Martin sagt:

    Ich oute mich mal als Mogami Fan!-)

    Gruß
    Martin

  9. …versucht mal den Schukostecker eurer aktiven Monitorboxen andersrum in die Dose zu stecken!
    Auf anraten eines Kollegen tat ich dies und staunte ganz schön, da ich davon ausging einen Unterschied höchstens Messtechnisch nachweisen zu können.
    Er meinte auch, dass je besser die LS sind desto eher hört man einen Unterschied…
    Zur Info:
    Ich habe in die Jahre gekommene Genelec 1031A und hörte im Blindtest einen deutlichen Unterschied und zwar bekommt der Klang bei der richtigen Steckweise (vermutlich L auf L und N auf N) mehr Körper und andersrum bricht der Klang regelrecht ein!

    Als Mechatroniker wusste ich, dass manche Geräte darauf reagieren (damit meine ich nicht den Links/Rechts-Lauf eines Motors), jedoch nicht in diesem Ausmaß…

    Was jedoch mein über die Jahre mühsam aufgebautes Weltbild komplett zum einstürzen brachte war als ich Zeuge wurde, wie mittels „frequenzheilender Metall-Platten“, die zB unter die Box gelegt wurden, das Klangbild aufgewertet wurde.
    Es hört sich jetzt wirklich Voodoo mäßig an, doch der Klang wurde durch den Einfluss dieser Platten viel definierter und man hörte plötzlich feine Details die vorher einfach nicht hörbar waren und einem das Eintauchen ins Klangereignis ermöglichten.
    Nachdem die Platten entfernt wurde der Klang flacher und undefinierter, ja er begann sogar nervend zu werden.

    Als recht nüchterner Techniker, sprich mit Esoterik wenig am Hut habend, war dies eine tolle aber auch gleichzeitg eine schockierende Erfahrung, da ich mir prinizipiell den Ansatz der Frequenzheilung erklären aber deren Funktionsweise logisch nicht nachvollziehen kann.

    Zu den Audiokabeln möchte ich noch anmerken, dass sie sehr wohl den Klang beeinflussen.
    Ob man am besten Kleiderbügel, Stromkabel oder Wucher-Kabel für den Signalfluß verwendet, kann ich aber jetzt auch nicht sagen, aber wer glaubt dass die unzähligen Audio Nerds komplett gestört sind, sollte mal zum Ohrenarzt!!

    • Danny Who sagt:

      Belege es im Blindtest und dann reden wir noch mal

    • Ragnar sagt:

      Folgendes bitte nur nachvollziehen, wenn der Umgang mit 230V bekannt ist, auch wenn hier nicht mit den netz-spannungsführenden Leitungen, aber doch in deren Nähe, gearbeitet wird:
      Ich habe das mit meinem HiFi-Zeuchs mal durchexerziert, die Masse von den Cinchbuchsen gegen den Schutzleiter (Erde) der Steckdose messen (hochohmig -> digitales Multimeter). So drehen, dass der Wert der niedrigere von beiden ist. Macht Sinn, da zwischen den Geräten der Spannungsunterschied so gering wie möglich sein soll, es wird ja ein (ungewünschter) Strom fließen. Kommt wohl zumindest bei Geräten mit Eurostecker von der leicht asymmetrisch gewickelten Trafo- Mittelanzapfung als Massepunkt, aber da habe ich mich nicht tiefer reingedacht. Eigentlich sollte das nicht auf die Eingangsstufe durchschlagen, wird aber auch am Aufbau des verwendeten Netzteils liegen, ob es doch passiert. Zum Schluss einen Punkt mit einem Lackstift auf die Stecker gemacht, so dass es für die Ewigkeit klar, ist in welcher Richtung die rein sollten.

    • Larifari sagt:

      Die Sache mit dem Stecker kann man zb auch bei Ipads nachvollziehen : Wenn man bei eingestecktem Stecker mit dem Finger-Rücken über das Gehäuse fährt, spürt man ein leichtes Kribbeln. Dreht man den Stecker um, ist es weg.

  10. Bernd sagt:

    Bei mir sind die Unterschiede erheblich.
    ABER -es muss dann auch alles passen von der Qualitaet – sonst ist es schlicht Perlen vor die…..
    275er Reifen auf einem Fiat 500 ich merke keinen Unterschied zum 165er in den Kurven.

    Korrekt – deswegen bringen 275er mit 35er Querschnitt auch gar nichts auf meinem Cayenne fuers Fahrverhalten.

    Logisch – mann bin ich schlau – diese Dummies welche die teuren Reifen kaufen HaHa.

    Beste Gruesse Bernd

  11. Thomas Körber sagt:

    Es geht hier doch nicht darum, irgendwelche Zweifler zu überzeugen und denen dann mit einem Blindtest einen Beweis zu liefern.
    Es steht doch jedem frei, sich selbst ein Bild zu machen. Dazu braucht es aber auch eine ordentliche Abhörkette.
    Ich gehe mal davon aus, ebenso, wie es bei den HiFi Leuten Zweifler gibt, dass diese eher 0/8/15 Equipment haben, wie bspw. ein Audiointerface für 150€, oder eine wild zusammengewürfelte HiFi Anlage für 500€. Dass da keine Unterschiede wahrnehmbar sind, liegt auf der Hand.
    Ich habe Jahrelang mit einem RME UCX Musik gemacht und war immer gestresst davon, dass ich immer am schrauben und Drehen war. Es war nie ein Sweetspot zu finden.
    Dies hat hat sich schlagartig geändert, als ich das RME gegen eine UAD Apollo 8 getauscht habe. Es hat sich ein Universum an Feinheiten aufgetan und das ewige suchen hatte ein Ende.
    Angespornt von diesem Effekt, erinnerte ich mich daran, dass es audiophile Feinsicherungen gibt. Ich habe solche in meine Aktivboxen (Tannoy Ellipse IDP10) gesteckt und siehe da, es funktioniert. Alles wurde noch offener und klarer.
    Niemand muss das glauben und wer seine Zeit damit verschwenden möchte, dies zu tun; sein Bier.
    Kabel kann man hören und viele andere Sachen auch. Das tolle ist doch: es kann jeder ausprobieren und entscheiden, ob es was bringt, oder eben nicht.
    Ich werde jedenfalls keine Kleiderbügel in mein Setup integrieren.
    Viel Spaß denjenigen, die das für sinnvoll erachten.

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