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Initial Audio Master Suite

Initial Audio Master Suite  ·  Quelle: Initial Audio

Die fertigen Stücke mastern – eine Aufgabe, die heutzutage entweder von Spezialisten, Online-Diensten, gar nicht oder eben selbst erledigt wird. Initial Audio will mit Master Suite eine Lösung für alle anbieten, die sich für die letztgenannte Methode entscheiden. Die verschiedenen Kernaufgaben von einem Mastering-Prozess hat dieses Plug-in unter einer Haube vereint.

Initial Audio Master Suite

Die aus Sicht von Inital Audio wichtigen Schritte sind auf der GUI des Plug-ins übersichtlich verteilt. THD (Total Harmonic Distortion) fettet den Sound an und hilft so schon mal, die wahrgenommene Lautstärke zu erhöhen. Mit Loudness wird diese noch weiter nach oben gefahren. Ceiling legt den maximalen Level für Peaks fest und sorgt für einen Headroom, der zum Beispiel beim Umwandeln in eine MP3-Datei sinnvoll ist.

Analog schaltet den Frequenzgang des Plug-ins bei Bedarf auf einen eher analogen Charakter. Ein 3-Band Equalizer hebt oder senkt die Bässe, Mitten und Höhen bis zu 6 dB.

Damit eine höhere Lautstärke erzielt werden kann, werkelt im Hintergrund ein Kompressor. Dessen Kurve, das Soft-Knee, reguliert der Soften-Button. Mit Mix stellt man das Verhältnis zwischen komprimiertem und dem originalem Signal ein. Das ist dann besonders nützlich, wenn man das Master schon sehr platt komprimiert hat. Mit dem Zumischen des Originals kommt wieder ein bisschen Dynamik ins Spiel.

In der Stereo Image Sektion steuert man mit zwei Drehknöpfen die Stereobreite. Mono macht alle Signale unterhalb der festgelegten Frequenz mono. Sehr praktisch, um Phasenprobleme in den unteren Frequenzen zu eliminieren und das Ergebnis druckvoller zu machen. Der Stereo-Regler wiederum macht alles ein bisschen breiter, nimmt sich dafür aber nur die hohen Frequenzen vor.

Damit man den Überblick bewahrt, ist ein LUFS Meter integriert. Die Abkürzung steht für Loudness Units relative to Full Scale, ein Industriestandard für die Darstellung der wahrgenommenen Lautstärke. Die Anzeige gibt aber nicht nur Werte wieder, sondern verändert auch die Farbe. Solange alles noch im „sweeten“ Bereich ist, bleiben die Pegel grün. Wenn es rot wird, sollte wieder reduziert werden. Das gefällt mir!

Probieren geht über Studieren

Unterm Strich wird hier aus meiner Sicht das Wichtigste geboten. Die Möglichkeiten sind natürlich nicht so tiefgreifend wie bei Ozone oder ähnlichen Werkzeugen. Aber die überfordern gerade Anfänger natürlich. Immer wenn es um das Thema Mastering geht, macht man gleich ein Fass auf und könnte stundenlang diskutieren. Wer nach einer unkomplizierten Lösung sucht, die vielleicht zufriedenstellende Ergebnisse liefert, sollte einfach mal die Demoversion ausprobieren. Was dabei herauskommt, könnte man dann zum Beispiel mal gegen einen Online-Service wie Landr, Schnalz oder CloudBounce antreten lassen. Häufig kann man da ja auch kostenlos testen. Im Augenblick wird Master Suite mit einem 60 % Rabatt angeboten. Vielleicht kommt das Plug-in ja für einige von euch als Lösung in Frage. Also einfach mal ausprobieren!

Spezifikation und Preis

Master Suit läuft als VST auf Windows (32 und 64 Bit) sowie als AU und VST auf macOS. Die Datei ist ungefähr 80 MB groß. Beim Kauf bekommt ihr Lizenzen für insgesamt drei Rechner. Der Preis beträgt aktuell 68,10 Euro, normalerweise soll 171,54 Euro auf den virtuellen Tisch gelegt werden.

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