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Strymon Sunset Dual Overdrive Effekt Pedal Front

Zwei Overdrives in einem Gehäuse - mit analoger und digitaler Technik  ·  Quelle: Strymon

Zuletzt hatte Strymon mit dem Riverside Effektpedal für Schlagzeilen gesorgt, weil sie analoge und digitale Komponenten verwendet und von beiden aus ihrer Sicht das Beste kombiniert hatten. Nun folgt schon das nächste Pedal mit der gleichen Technik: Sunset. Es richtet sich an E-Gitarristen, die gerne ihre Drives stacken oder zwei in einem Gehäuse haben wollen.

Sunset ist prinzipiell gespiegelt aufgebaut: zwei fast identische Seiten, jeweils mit den Reglern Level, Drive und Tone und einem kleinen Hebel für den Modus. Und hier unterscheiden sich die beiden Seiten: Kanal A kann zwischen Germanium, Texas und Treble umgeschaltet werden, Kanal B hingegen zwischen 2Stage, Hard und JFET. Laut Strymon sind das sechs der beliebtesten und meist gesuchten Zerrsounds von „wie Ampzerre“ bis „übersättigtes Fuzz“. Die Kanäle sollen sich in der Reihenfolge umschalten lassen oder parallel nutzbar sein.

Über ein Expression-Pedal lassen sich beide Kanäle stufenlos überblenden, mit einem angeschlossenen Fav(orite) Fußschalter kann man so auf ein festgelegtes Preset zugreifen. Mitgedacht.

Strymon Sunset Pedal Rueckseite

Rückseite mit Expression In und Favorite Anschluss

Digital und analog

In dem Pedal steckt wie im direkten Vorgänger bzw. Geschwisterchen (Riverside) sowohl analoge und digitale Technik. Und alle, die etwas weiter denken, als man es vom üblichen Klischee-Gitarristen erwartet, werden feststellen, dass digitale Technik auf Basis von SHARC DSP-Chips richtig gut klingen kann. Ich sag nur Kemper, UAD und deren Freunde. Dadurch soll das Sunset niedriges Grundrauschen mit einem Class-A Gain-Schaltkreis mit bis zu 20 dB vereinen, außerdem ist es wie das Riverside auch sehr dynamisch in der Ansprache.

Strymon Sunset Pedal Innenleben

Innenleben mit analogen und DSP Bauteilen

Macht jetzt schon mal die Videos an, die Klänge haben mich überzeugt. Außerdem kniedeln sich die Gitarristen keinen ab, sondern spielen ehrliche Akkorde und Riffs und reden nicht (viel). So müssen Demos sein.

Preis + Marktstart

Noch kann man das Pedal nur vorbestellen, Kostenpunkt ist 299 USD direkt ab Strymon. Kunden in Deutschland müssen vermutlich mit zusätzlichen Versandkosten und Einfuhrsteuern rechnen. Ich würde warten, bis die Händler es selbst anbieten. Tendenziell dann für 349 Euro.

Preislich spielt es wieder mal weiter oben mit, klar hat die Technik ihren Preis. Auf der anderen Seite gefällt es mir echt gut, dass Strymon mal mehr macht, als nur die üblichen, analogen Schaltkreise minimal zu verändern und versucht, das als neues Rad zu verkaufen. Da ist zwar dann kein Mojo wie bei einem Klon Centaur mit drin, kostet aber immer noch weniger mit sehr viel mehr Möglichkeiten – man findet Pedale der Firma nicht ohne Grund auf den Effektbrettern der Sternchen.

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