Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Behringer Edge

Behringer Edge  ·  Quelle: Behringer

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Behringer hat wieder einen neuen Synthesizer nach Vorbild der Moog Serien bereit. Nach dem Crave, der dem Moog Mother 32 ähnlich ist folgt nun Behringers DFAM Adaption und heißt Edge.

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Behringer Edge

Zack, und wieder kommt er überraschend und recht „unerwartet“, der erfolgreiche Drum Synthesizer von Moog aus Behringers Fabrik in rosa. Dieses Mal ist „nur“ ein Video da und kein Foto seitens der Facebook-PR. Man hat wohl das Werbekonzept verändert.

Ätsch!

Den Kern bildet dabei ein analoger Step Sequencer mit 2 Reihen von 8 Potis. Diese beiden Zeilen liefern Anschlagdynamik und Tonhöhen für zwei VCOs mit jeweils zwei Wellenformen. Kaum abweichend vom DFAM ist nicht nur dies, sondern auch der Sync zwischen diesen Oszillatoren und die Wahl, ob nur der erste oder auch der zweite Oszillator durch den Sequencer angesteuert werden soll. Behringer nutzt dafür einen 3320 VCO (wie schon beim Crave) – dennoch ist die Nähe zum DFAM da.

Das Filter kann als Tief– und Hochpassfilter geschaltet werden. Interessant ist zudem, dass das Tempo sehr hoch eingestellt und mittels eines Teilerfaktors entsprechend „vorgewählt“ werden kann. Das Gerät hat USB und MIDI und lässt sich daher einfach mit Clock und Tondaten versorgen.

Drei Hüllkurven

Jeweils eine einfache Decay-Hüllkurve versorgt jeweils das Filter und den Amp für die Lautstärkesteuerung. Sehr wichtig für ein Gerät, was nicht nur tonale Sounds von sich geben soll, ist der Rauschgenerator mit weißem und rosa Rauschen. Dieser wird per Modulation in das Filter eingeschleust. Ein weiteres drittes Decay steuert den Punch für die Tonhöhen für mehr Zapp und „Schnapptizität™“ im Sound. Das kleine Gerät liefert somit drei Hüllkurven und zwei Oszillatoren mit Multimodefilter. Das ist nicht gerade wenig.

Patchfeld

Dazu ist im oberen Bereich (statt seitlich bei DFAM) eine reichhaltige Verpatchung der Baugruppen möglich. Darunter sind auch die wichtigsten Funktionen des Sequencers wie Start und Stop und Clock. Aber auch die einzelnen Minihüllkurven und die beiden VCOs liefern ihr Signal direkt nach außen. Wer noch eine Art 303-Ersatz suchen sollte, könnte sich daraufhin mal den Edge anschauen.

Der Sound, der hier möglich ist, reicht von Basslines über Filter-Zapp-Bassdrums und Toms bis hin zu New Wave Snare Verläufen. Es handelt sich also um einen Synthesizer mit Sequencer, der nicht nur – aber auch – Drumsounds liefert. Er ist aber kein Drum Computer, der „nur“ einen Sound bzw. zwei parallele Sounds herstellt. Zapp! Zapp! Zapp!

Mehr von Behringer

Hier findest du sofort mehr über und von Behringer. Die Website ist ein wenig hinter den News hinterher und selbstredend sind aktuell Preise und Verfügbarkeit nicht klar zu nennen. Anhand des Gegenparts wäre aber denkbar, dass der Preis weit bei etwa 220 Euro bleibt. Das ist für das Gebotene sehr gering. Der Moog DFAM liegt bei 579 Euro*, was sicherlich deutlich teurer ist.

Update: Ab sofort könnt ihr den Behringer Edge hier bei Thomann.de (Affiliate) zum Preis von 229 Euro bestellen.

*Enthält Affiliate Links

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und noch ein seltsames Video dazu ..

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36 Antworten zu “Behringer Edge: 2-VCO-Synthesizer mit Sequencer – jetzt bestellbar!”

  1. karbunkeljoe sagt:

    Man Moogulator, einmal kurz google Bildersuche bemühen vorm Schreiben ;). Ein kurzer Blick auf das Panel vom DFAM hätte gezeigt, dass auch der hard sync hat und die Sequenz auf einen, beide oder keinen Oszillator gelegt werden kann.
    Was hier vom DFAM abweicht scheint im Wesentlichen integrierte MIDI-Synchronisation (+ clock divider Wahlschalter) und die Wahl zwischen white noise und pink noise zu sein.

    • Schubidu sagt:

      Der Hauptunterschied ist der Preis und keine Produktion irgendwo in Asien unter unbekannten Arbeitsbedingungen. Dazu wesentlich hochwertigere Bauteile.

      • JayBee sagt:

        Ja, ich finde es auch bedenklich das moog seine PCBs bei irgendwelchen asiatischen Firmen unbekannten Arbeitsbedingungen herstellen läßt.
        Bei Behringer wird alles in der Music City gemacht.

        • BlubbaT sagt:

          gibts dazu ne Quelle bei der man das nachlesen kann?

          • Larifari sagt:

            Das ist doch bekannt und wird von Moog selbst kommuniziert.
            Moog hat ne riesige Medien-Kampagne gegen die China Zölle geführt, gerade wegen den PCBs

          • BubbaT sagt:

            Kann dir Larifari unten nicht antworten.. darum also hier.
            Naja, spricht ja vorallem dafür, dass es in den USA keine wirklichen PCB Hersteller mehr gibt die Preis und Menge für grössere Hersteller stemmen könnte. Ein VW oder Audi wird ja auch immer noch als deutsches Auto bezeichnet auch wenn die Teile von überall her kommen. Am Schluss entsteht dann aber in einem Werk ein deutsches Produkt das mit einer gewissen Portion Nationalstolz versehen ist. Darum ist die Sache für mich auch nicht so signifikant.
            Es verschreit ja bei VW auch nicht jeder gleich Lügenpresse wenn man von deutschen Autos spricht. Der Löwenanteil wird hier gemacht, daher gilt.. deutsches Produkt. Bei Moog können Teile von irgendwo kommen, Zusammenbau, Qualitycontrol und Kalibration passiert aber in den USA, damit alleine kann Moog seine Produkte made in USA nennen, genau wie VW. Klar, anderer Fussabdruck – selbes Prinzip.
            Da ich sowieso nur mit den Ohren kaufe ist mir Marke und Herkunft ziemlich egal, gut klingt gut und schlecht klingt schlecht.
            Ich mag mich auch gar nicht auf irgend eine Seite stellen in diesem Thema. Wenn das Teil gut klingt – fein.
            Wenn nicht – ist mir das egal.

    • moogulator sagt:

      Wie beim Crave ist Edge eine nahezu 1:1 Übernahme – das ist aber im Text auch so. Der Moog kostet aber über 500, der B eher 200 …

      • Schubidu sagt:

        Fast der Edge hat wie der Crave einen Cem 3340 VCO, also stabile Wellenform über das ganze Frequenzband.

        • moogulator sagt:

          Der Kern ist dieser: Idee: Moog,

          Herstellung anderer Schuh. Behringer 220€ – Moog 579€, Message: anderes Design, aber gleiche Idee. Siehe Crave vs Mother 32. Folgt ein weiteres Gerät, zB „Necronomicon“.

          • Schubidu sagt:

            Darüber regt sich meine Strat von Harley Benton tierisch auf, wenn kümmert das schon, evtl. ein paar Schurbler.

  2. Larifari sagt:

    Haha ..!
    Preis soll übrigens bei 219 Dollar liegen. DFAM/3

  3. Ashunar sagt:

    Ja super, dann erspare ich mir das geplante Moog Studio 3. Jetzt wäre nur noch eine Seitenhalterung für den Crave, den Edge und vielleicht noch einen dritten Subharmoniconclon, aus Alu. ;)

  4. Baumkuchen sagt:

    219 statt 199? Dann hat Thomann von vornherein schon mal wieder 20 Euro draufgepackt. Macht es für mich umso verzichtbarer!
    Die Idee mit dem Vocoder gefällt mir aber, zumal ich mir den Moog eh nicht erlauben könnte.

    • Sonja Dammriss sagt:

      Man muss die Strafzahlungen wegen Preisabsprachen ja wieder irgendwie reinholen.

      • Baumkuchen sagt:

        Kaum erwähnt, schon wieder um weitere 10 Euro teurer geworden.
        Das Gute daran: wieder Geld gespart, denn diese Geschäftspolitik erzeugt bei mir erzürntes Anti-GAS.
        Solange Solina, CR-78, X-a und Co nicht endlich in den Läden erscheinen, sind all die Teaser eh nicht ernstzunehmen. Und die Containerkrise ist doch sowieso künstlich erzeugt worden. Cui bono…
        Wenn all das Zeug mal erscheint, bin ich dem Hobby entweder bereits entglitten, weil zu alt geworden, oder NWO- Klaus Schwab hat bis dahin alles Privateigentum verboten und solidarisiert, so dass es keinen Sinn mehr macht, noch was zu kaufen, da man es mit allen teilen muss.

      • Sonja Abriss sagt:

        schon wieder sehr fluid

    • WOK sagt:

      „219 statt 199? Dann hat Thomann von vornherein schon mal wieder 20 Euro draufgepackt. Macht es für mich umso verzichtbarer!“

      Die Preise in den USA werden immer OHNE die dortige Umsatzsteuer angegeben. Sollte langsam bekannt sein.

  5. Panikman sagt:

    Wer regt sich auf über einen Klon der kein Klon ist? Überhaupt wimmelt es von klons die ansonsten keine Sau stört solange nur bloß bitte KEIN BEHRINGER LOGO drauf steht! PAAAANIK
    Ich finde der sieht doch ganz anders aus als der Moog, ansonsten wäre ich total blind…..! Jaaaa also, sind dann alle Autos Autoklons und alle Fahrräder Fahrradklons….? Fragen über Fragen!

    • Hagbard Celine sagt:

      Behringer kämpft seit jeher mit einem unschmeichelhaften Image, trotz der guten Preis/Leistung.
      Ich hatte zB das MX8000 und hätte mir das Mackie Original als Teenager nie leisten können und war deswegen froh, wie auch heute viele jüngere Kreative, dass mit Behringer eine funktionierende LowBuget-Option am Markt ist und somit Musikproduktion wie einst nicht nur Kindern reicher Eltern vorbehalten war/ist.
      Als Techniker habe ich Musiker als äussert delikate Personen kennengelernt, wo das Beste gerade mal ausreicht und somit Behringer im Rack ungern gesehen wurde. Diese Delikatesse findet sich selbstverständlich auch unter uns Technikern und nehme mich selber nicht aus.
      Kaufte mir erst kürzlich den Matriarch und wäre nie auf die Idee gekommen Behringer als Alternative zu sehen.
      Einen Schritt weiter gehe ich indem ich teure Signalkabel kaufe, was mein Gewissen spaltet, da mir einerseits als Mechatroniker die Rechtfertigung dafür fehlt, anderseits meine Ohren der gegenteiligen Meinung sind….

  6. Bernie sagt:

    Wer etwas nicht unbedingt braucht, sollte es nicht kaufen. Das entlastet Lieferketten, Umwelt und die eigene Geldbörse.

    • Sonja Dammriss sagt:

      Wie recht du hast.

      • Sonja Abriss sagt:

        hast du gewusst dass unnötiges posten der umwelt schadet und nebenbei fluiden auslass verursacht.

        • Schubidu sagt:

          davon habe ich auch schon gehört, anscheinend bei verschiedenen neueren geräten. da ich aber aus prinzip nie wieder etwas moog kaufe, kann ich das nicht bestätigen. habe einmal den fehler gemacht einen aktuellen synth von moog zu kaufen, enttäuschung auf allen linien, mein schlechtester analogsynth ever. tastatur die an vom klick her an eine gamertastatur errinnert, innen natürlich nur das billigse, äußert sich auch im dünnen sound. pots die diese bezeichnung nicht verdienen, hatten ja den cutoffbug in dieser serie, musste bei den meisten geräten gewechselt werden. eigentlich eine frechheit ich möchte doch wissen ob mein synth aus dem nödlichen korea oder aus sonst einem billiglohnland kommt.

          • BubbaT sagt:

            Gut, du hast sowieso schon seit Urzeiten deinen Fahnenzug gegen Moog und tust das hier auch bei jeder Gelegenheit kunde. Aber Du bist nicht die allgemeine Öffentlichkeit, egal wie ausführlich deine Argumentation auch ist, bleibt es eine Meinung über eine Marke oder den Auslieferungszustand eines Produkts. Da kann ich dir auch gar nicht widersprechen. Aber ich kenne mehr Musiker deren Moog nie auch nur ein Problem hatte als umgekehrt. Aber auch das sind nur Meinungen. Aber wir sind uns ja am Schluss alle etwa einig, was gut klingt – klingt gut. Ob da jetzt eine spezifische Marke draufstehen muss, das finde ich persönlich zweitranging. Ich mag zb den Model D, aber die TD3 finde ich nicht gelungen. Ich mag meinen Moog Minitaur sehr, aber hab meine Mother32 innerhalb von ein paar Monaten wieder verkauft. Das macht jetzt weder die eine Marke schlechter noch die andere besser.

  7. Schubidu sagt:

    @BubbaT es geht priomär darum das Moog einem Made in USA plus eine heile Arbeitswelt vorgaukelt. Nichts davon ist wahr, wie schon erwähnt irgendwo in Asien, das kann wie bei Foxconn oder noch schlimmer sein, wer weiß. Erinnert an den Film Trumanshow.

  8. Schubidu sagt:

    Evtl. zur klarstellung, Moog lässt komplett bestückte PCB irgendwo in Asien herstellen, das Herz des Synths ist definitiv nicht von Moog, dazu wegen der 75% Made in USA FCA Regel mit billigsten Bauteilen, geht nicht anders. Darum auch der große Aufschrei wegen den höheren Zöllen. Passt nicht in dieses doch eher fragwürdige Geschäftskonzept.

    • superweb sagt:

      Beim DFAM konnte ich überraschenderweise nirgends ein „Made in USA“ finden. Und lustigerweise steht u.a. auf dem Seriennummernaufkleber, dass Moog beim „US Patentamt registriert“ ist, was auch immer diese Information für ein patentloses Produkt von Wert ist :-D

  9. modularözi sagt:

    streitet euch doch nicht, kinder. „Lieferbar in mehreren Monaten“
    viel lärm um momentan nix. in der zeit hat sich vllt ein dfam schon amortisiert. mr. big b’s werbestrategie zielt darauf ab, möglichst schon in der vergangenheit verkauft zu haben , was noch gar nicht da ist. das rauschen im social media wald.
    wenns dann spweit ist, hör ich mir den gerne mal an. sollte ich es bis dahin nicht vergessen haben ;)

    • Schubidu sagt:

      ein klares verbrechen gegen die menschlichkeit synths zu vermarkten, absolut verwerflich. da gibt es auch korg die den 2600m erst in jahren liefern werden, und überhaupt auch alle anderen die synths ankündigen ohne das die bereits seit monaten beim händler verfügbar sind. na immerhin wird ströbeles zukunfstvision vielleicht war, würde so manchem gut tun.

      • modularözi sagt:

        gut erkannt, moogverweigerer. ja, das waterboarding für den rechnikaffinen kleinsparer ist: warten. aber man kann zwischenzeitl. wenigsten viel darüber reden/schreiben (ersatzweise triebabfuhr).
        zwinkersmiley!

  10. Manfred Knauthe sagt:

    Also wenn ich einen der größten Musikkonzerne auf der Welt hätte, dazu noch mit fähigen Entwicklern, und mir würde so gar nichts eigenes einfallen käme ich mir irgendwie völlig blöde vor. Dann würde ich mich zur Ruhe setzen und das Ding jemanden überlassen, der es kann.
    Insgeheim hoffe ich ja drauf, das die gesammelte betroffene Musikindustrie einen Rechtsfond auflegt und den guten Ulli in die völlige Handlungsunfähigkeit klagt.

    • BubbaT sagt:

      Ist doch gar nicht notwendig sowas. Der Mr. B darf ankündigen und auf den Markt bringen was auch immer er möchte. Auch wenn man da rechtliche Schritte andenkt, es bringt schlussendlich gar nichts. Das Geld gehört in die eigene Firma investiert und nicht in Rechtsprozesse.

    • Kawai sagt:

      Das ist doch Quatsch! Da wären sehr viele Musiker sehr traurig!

  11. Schubidu sagt:

    @BubbaT ich sag nur subphatty aka subcrappy. desweiteren wird irgendwann auch der streit um die namensrechte beigelegt, in asheville ist das moogfondation museum weit weg von der synthesizer verpackungsfirma. es wird von bobs tochter in frage gestellt ob die firma den namen überhaupt verwenden darf. brave new world.

  12. Tobias sagt:

    Essen oder schlemmen, eine Frage des Budgets. Darüber lamentieren
    will nur der, der es sich auch leisten kann. Alles andere, egal wie
    aufwendig das Vokabular, ist ein aus der Not geborener Kompromiss.
    Und so schmeckt dann auch seine Heimat!
    (Red. bitte keine URLs posten!)

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