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Apple baut AR-Headset und Brille. Die Zukunft für Musikanwendungen?

Apple baut AR-Headset und Brille. Die Zukunft für Musikanwendungen?  ·  Quelle: Marcus Benedix / Gearnews

Dass Apple auf AR – Abkürzung für Augmented Reality – abfährt, ist schon etwas länger bekannt. Jetzt sickern Infos durch, dass das kalifornische Unternehmen Ernst macht. 2021 soll ein Headset kommen, 2022 dann eine Brille. Genau wie VR (Virtual Reality), bietet AR viele interessante Möglichkeiten. Natürlich auch für Musikerinnen und Musiker. Lassen wir der Fantasie mal freien Lauf. Ihr seid herzlich eingeladen, euch zu beteiligen. Kommentare erwünscht!

Grundvoraussetzung

Im Vergleich zur VR versetzt euch die AR-Technik ja nicht komplett in eine andere Welt. Die „alte“ bleibt weiterhin erhalten und wird lediglich von Projektionen überlagert. Je nachdem, wie ausgefuchst die Technik wird, sind da aufregende Sachen vorstellbar.

Die Möglichkeiten sind natürlich von den Fähigkeiten eines Systems abhängig. Aus meiner Sicht sollte idealerweise eine Kamera und ein Tracking für Neigungen des Kopfes integriert sein. Die VR-Technik hat da bereits brauchbare Sachen hervorgebracht, das sollte also nicht das Problem sein. Denkbar wäre auch eine externe Kamera, kennen viele von euch vielleicht ebenfalls aus der VR-Welt oder als Zubehör von Videospielen (Kinect).

AR hilft beim Erlernen von Instrumenten

Zum Erlernen von Musikinstrumenten oder als Spielhilfe könnte eine AR-Brille oder ein Headset schon sehr interessant sein. Auf jeder beliebigen Tastatur könnte euch eine Software dann die richtigen Tasten für einen Akkord anzeigen oder welche Noten zu einer Tonleiter gehören. Oder ihr lernt mit einer solchen Anzeige, wie ein Lied gespielt wird. Virtuelle Hände könnten euch zeigen, wie die Finger positioniert werden sollen. Das ist aber nicht nur für Tasteninstrumente vorstellbar, sondern auch für Gitarren und auch alle möglichen anderen Instrumente.

Der Screen in der Brille

Eine bereits einfache Anwendung betrifft die Darstellung von Software. Wenn ein AR-System vernünftig mit Software zusammenarbeitet, dient die Brille einfach als zusätzlicher Screen. Oder wenn ihr auf ein Plug-in in der DAW klickt, wird das vor eurem „inneren Auge“ dargestellt. Auch 3D-Visualisierung ist denkbar. Oder stellt euch vor, ihr spielt gerade etwas ein und die Noten schweben leicht transparent im Blickfeld. Ciao Notenständer! Songtexte darstellen wäre natürlich auch kein Problem. Wie gesagt ist das eine eher einfache Vorstellung und nicht mehr als ein Gimmick.

AR-Interfaces

Das ist natürlich der spannendste Teil. Quasi der Science Fiction Bereich. Stellt euch einfach nur mal vor, Hardware und Software über eine solche Brille zu bedienen. Wir hatten ja gerade das Beispiel mit der Klaviatur. Theoretisch wäre eine solche Tastatur ja gar nicht mehr notwendig. Die ist rein virtuell und nur ihr könnt sie dank Brille sehen. Ihr spielt mit den Fingern in der Luft und spezielle Handschuhe vermitteln sogar ein gewisses haptisches Feedback.

Auch ein Controller könnte sozusagen aus Luft bestehen und von euch beliebig konfiguriert werden. Mit richtigem Tracking verwandeln sich eure Finger in dreidimensionale Controller. Oder ihr bastelt euch eigene Fantasie-Instrumente. Modulares Strippenziehen in der AR-Welt. Auch das mit der Digitalisierung ja per se virtuell gewordene Mischpult wird jetzt noch virtueller. Es schwebt auf Wunsch vor euch in der Luft, die Regler bewegt ihr aber wieder mit den Fingern. Die Fader skaliert ihr so, dass feine Einstellungen kein Problem sind.

Die Zukunft?

Ah, ihr merkt schon wie ich fantasiere. Andererseits: Einige Sachen, die hier wie Zukunftsmusik klingen, gibt es ja in Ansätzen bereits. Apple hat mit der AR-Integration in iOS ja bereits einen Grundstein gelegt. Mit vernünftigen Headsets und Brillen wird sich das Potential natürlich enorm vergrößern. Gut vorstellbar, dass AR-Technik die Welt ähnlich verändern wird, wie es vor einigen Jahren die Smartphones getan haben.

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spk
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Coole Sache, das behalte ich im Auge. Das erlernen von Instrumenten finde ich interessant.

Marco Korda
Gast

Luftgitarre 2.0 sozusagen…. Ein interessanter Ansatz jedenfalls. Der Zukunft kann und soll man sich nicht verschließen. Ich finde die Möglichkeit, das Plugin auf die Brille zu projizieren nicht so spannend, denn wo ist der Mehrwert? Sie würde ja trotzdem den Blick auf die DAW versperren, so wie am Bildschirm auch. Das Aufleuchten von Tasten klingt auch erstmal gut. Das haptisches Feedback per Handschuh möglich wird, ist auch spannend, aber ich kann mir momentan noch nicht vorstellen, wie Aftertouch oder gar 5D damit realisiert werden kann und zwar so, dass es Sinn macht. Einen Akkord anzeigen? Dazu müsste ich den Akkord… Read more »

Iven
Gast

Tja ich seh nur auf einem auge 6% fehlt sozusagen offiziel das räumliche sehen, (man kann entfernungen nicht abschätzen, das hab ich ja innerhalb 30 jahren gelernt)
ich frag mich ob ich den quark nutzen könnte denke nicht, wenn es mit beiden augen arbeitet.
aber müsste wahrscheinlich eh kallibriert werden?!