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Poets IO One Pedal Effekt Front Overdrive Kickstarter

 ·  Quelle: Poets IO / Kickstarter

Ein komplett analoges Pedal, das den Klang von Röhren-Preamps emuliert und dabei digital vom Smartphone aus gesteuert wird – das kenne ich so bisher noch nicht. Die Firma poets IO aus Hannover hat sich genau das zur Aufgabe gemacht.

Vier Kanäle und fünf Preset-Slots soll das Pedal „One“ haben. Jeder hat einen gewissen Grundcharakter, von Tweed bis Recitifier – jedes in Voicing, Tone Stack, Gain und Volume veränderbar. Der Signalpfad ist komplett analog aufgebaut und soll nach Röhre klingen und dynamisch in Sachen Zerrgrad auf das Spiel reagieren. Die anderen beiden Grundsounds sind „British Classic“ und „British Modern“ –Plexi und „High Gain Metal“. Damit sind fast alle Grundsounds abgedeckt. Vielleicht was Voxiges fehlt noch zum absoluten Glück.

Die Besonderheit: One hat nur zwei Fußschalter und keine Regler. An/Aus und Preset werden mit dem Fuß gesteuert, der Rest einzig und allein über eine Kontroll-App auf dem Smartphone oder Tablet über Bluetooth. In der App kann man sich auch Presets ablegen und später aufrufen und auch an einen Tuner in der App wurde gedacht. Auf der Bühne kann das Pedal dann auch ohne Telefon genutzt werden, die Sounds sind im internen Speicher abgelegt. Es läuft auf 9V mit Batterie oder Boss-Typ Netzstecker. Da wurde mitgedacht.

Auf jeden Fall eine ziemlich interessante Idee, die es zu verfolgen gilt. Preislich liegt es im sehr akzeptablen Bereich (auch ohne Early Bird Rabatt) und ist für mein Empfinden ein guter Ansatz, gut klingende „alte Technik“ mit moderner Bedienung zu verbinden. Am Ende wird es mit dem Klang und der Bedienung bestehen oder nicht – bei Gitarristen hat man es bekanntlich recht schwer: Es wird nach Fortschritt gekräht und dann wird trotzdem die Jahrhundert alte Technik gekauft.

Poets IO One App GUI

Die App überzeugt mich optisch noch nicht

Die App mach auf mich in Sachen Optik noch keinen sehr ausgereiften Eindruck. Funktionell, aber noch zu sehr in Richtung Comic, da würde ein Hauch mehr Realismus sicher gut tun. Das Pedal mit durchsichtiger Oberseite ist noch als Prototyp deklariert, wird allem Anschein nach aber auch so in Produktion gehen. Finde ich auch schwierig, das hat sich schon bei Computern und Uhren nicht so richtig durchgesetzt – auch wenn der Rand farblich wohl variabel ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann man die Crowdfunding-Kampagne noch 45 Tage unterstützen. Die Early Birds für 199 bzw. 229 Euro sind leider schon weg, das Supporter Pack kostet 249 Euro. Für komplett „Made in Germany“ ist das ziemlich fair. Ich würde mich freuen, wenn das Projekt zum Leben erweckt wird und man demnächst mehr drüber hören kann.

Was haltet ihr davon? 

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Robert Greiner
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Robert Greiner

Sorry, aber dieser ganze App-Kram ist doch Müll und hat auch nichts mit Fortschritt zu tun, meiner Meinung nach ist das Pseudoinnovation so ähnlich wie „Touch“-Buttons am Herd. Es ist ja das eine sich mal nen Toneprint aufs Pedal zu schieben, aber das Pedal NUR mit der App bedienen zu können ist unpraktisch und kurzsichtig. „Ups, ist aber viel Gain…, erstmal Handy rausfummeln, oh oh nur noch 4% Akku, App starten, Kacke warum findet der denn jetzt das Pedal nicht?“ das ist während der Probe/Recording Session schlimm genug, für Mucken geht es gar nicht. Und was ist wenn es die… Read more »

gearnews
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gearnews

Brauchst dich nicht für deine Meinung zu entschuldigen. Deine Kritikpunkte sind berechtigt, wenn sie auch sicher nicht von jedem so gesehen werden.

Benny Lava
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Benny Lava

Chattet der Gitarrist gerade oder stellt er seinen Amp ein?

gearnews
Gast
gearnews

„Hust* :D