Native Instruments Massive XL: Massive auf Speed
Großes Update für den Software-Synthesizer mit vielen neuen Funktionen
Native Instruments Massive XL soll den legendären Software-Synthesizer auf eine neue Stufe heben und die Krone von Serum zurückerobern – mit neuen Sounds, neuen Funktionen und einem verbesserten Workflow.
Native Instruments Massive XL
Massive von Native Instruments ist zweifellos einer der einflussreichsten Software-Synthesizer aller Zeiten. Kaum ein EDM-Hit der 2000er- und 2010er-Jahre kam ohne die – im wahrsten Sinne des Wortes massiven – Sounds von Massive aus. Der 2019 mit viel Tamtam erschienene Nachfolger Massive X konnte allerdings nie richtig an diesen Erfolg anknüpfen; mittlerweile ist der Stern von Massive gegenüber modernen Alternativen wie Serum 2 oder Pigments etwas verblasst. Jetzt präsentiert der Hersteller mit Massive XL die nächste Entwicklungsstufe – mit vielen neuen Sounds und einem komplett überarbeiteten Interface. Reicht das, um verlorenen Boden wieder gutzumachen?
Laut Native Instruments soll Massive XL den Charakter und die Flexibilität von Massive mit einem neuen Workflow verbinden, der das Erstellen eigener Sounds deutlich einfacher macht. Das Modulationssystem – seit jeher eine der Stärken von Massive – wurde komplett überarbeitet, sodass du nicht nur Modulationen in Echtzeit sehen kannst, sondern auch jederzeit einen Überblick darüber bekommst, welche Ziele von welchen Quellen beeinflusst werden. 16 zuweisbare Makros und neue Morpher- und Animator-Funktionen, deren Einstellungen sich zwischen Patches übertragen lassen, sorgen für zusätzliche Bewegung. Auch polyphoner Aftertouch wird jetzt unterstützt.

Außerdem enthält Massive XL einen neuen Preset-Generator, der beliebiges Audiomaterial in ein spielbares und editierbares Patch verwandelt. Auch das Zerlegen von Audio in Stems ist möglich. Ich gehe davon aus, dass hier KI mit im Spiel ist. Neue Mutator- und Randomizer-Funktionen erzeugen auf Knopfdruck neue Preset-Variationen, wobei einstellbar ist, auf welche Elemente des Sounds die Funktionen wirken sollen.

Des Weiteren bietet Massive XL natürlich auch neue Sounds. Gegenüber Massive X sind über 100 zusätzliche Wavetables hinzugekommen, darunter etliche aus dem ursprünglichen Massive und auch klassische PPG-Wavetables. Hinzu kommen über 100 neue Noise-Tables. Auch das Erstellen von Wavetables aus importierten Samples ist möglich. Unter den neuen Effekten sind Native Instruments Raum, Tape Wobble und der Shimmer-Reverb aus Replika XT.
Kann Native Instruments Massive XL an den Erfolg des Ur-Massive anknüpfen oder ist es bei Massive wie beim microKORG, dessen zahlreiche Nachfolger dem ewigen Klassiker auch nie den Rang ablaufen konnten? Das werden wohl erst die EDM-Charts der nächsten Jahre verraten.
Preis und Verfügbarkeit
Native Instruments Massive XL ist zum Start bei Thomann* für 89,- € erhältlich. Besitzer von Massive X können für 44,- € auf die neue Version upgraden*. Für Besitzer von Massive gibt es ein Crossgrade* für 69,- €. Diese Preise gelten bis zum 30. Dezember 2026.
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