Ambrio Spatial Performance Mixer: Der erste DJ-Mixer mit 3D-Sound?
Sounds fliegen mit diesem DJ-Mixer durch den Raum

Mit dem neuen Ambrio Spatial Performance Mixer (auch einfach nur „SPM“ genannt) bekommen DJs die Möglichkeit, Sounds gezielt durch den Raum zu bewegen. Über die „Spatial Control“ genannte Steuerung bestimmst du die genaue Position. Ein Setup mit vier Lautsprechern reicht dafür bereits aus.
Alle Infos zum SPM Mixer von Ambrio:
Wird Spatial Audio der neue Trend für Clubsound?
Über Spatial Audio wird Musik zu einer räumlichen Erfahrung. Sounds lassen sich gezielt positionieren und können sogar durch den Raum bewegt werden. Natürlich ist dafür ein spezielles Setup der Lautsprecher notwendig. Was auf den ersten Blick wie eine Spielerei wirkt, ist gerade im Clubkontext eine aufregende Erfahrung.
Stell dir den Sound eines typischen Risers vor, der sich von einer Seite des Raums hin zu einer anderen bewegt. Und das nicht einfach nur von links nach rechts, sondern vielleicht von einer Ecke in eine andere und dann quer über den Raum.
Genügend Lautsprecher sind ja meistens vorhanden, bisher waren dafür aber vorprogrammierte Systeme mit einer speziellen Software notwendig. Und dazu ein Engineer, der genau solche Effekte für die Performance vorbereitet und steuert.
Der neue Ambrio Spatial Performance Mixer setzt genau hier an und will eine Lösung bieten, die mit allen gängigen Speaker-Setups funktioniert, keine aufwendige Einrichtung erfordert und direkt vom DJ am Mischpult gesteuert wird.

„Die räumliche Steuerung ist die Innovation“, sagt Nicolas Geysens, Mitgründer von Ambrio. „In erster Linie ist der Ambrio SPM aber ein Spitzenmixer, mit dem sich Musik intuitiv gestalten lässt. Du bedienst die Fader, setzt ein Delay ein, bewegst einen Filter – und jetzt kannst du auch den Sound im Raum bewegen. Das ist eine zusätzliche Möglichkeit, nicht der eigentliche Zweck des Geräts. Wir betrachten einen Mixer so, wie es die Dub-Kultur schon immer getan hat: als Instrument.“
Ambrio Spatial Performance Mixer: DJ-Mischpult für Spatial Audio
Zunächst: Bei dem Ambrio SPM handelt es sich in erster Linie um einen „typischen“ 5-Kanal-Mixer mit einem gewohnten Layout. DJs greifen hier auf Gain-Regler, 4-Band-EQ, Hoch- und Tiefpassfilter oder Cue-Funktionen zurück. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Ambrio Spatial Performance Mixer eigentlich kaum von anderen DJ-Mixern.
Zusätzlich gibt es aber die eingebaute Steuerung für die Spatial Control. Darüber bewegst du den Sound der einzelnen Kanäle in einem 360-Grad-Feld. Das wird mit einem Reverb und einem räumlichen Delay für noch mehr Zauberei ergänzt. Damit kannst du Effekte nicht einfach nur starr in der Mitte einsetzen, sondern ebenfalls durch den Raum fliegen lassen. Vorkenntnisse in Tontechnik sind dafür nicht erforderlich.
Über den orangefarbenen Reset-Button können Effekte, Filter und räumliche Bewegungen mit einem Handgriff ein- und ausgeschaltet werden. Perfekt für effektvolle Übergänge.

Monitoring in Spatial Audio und spezielle Algorithmen
Der Ambrio Spatial Performance Mixer unterstützt dabei sogar Monitoring in Spatial Audio. Bis zu vier Monitorboxen lassen sich dafür einsetzen, um genau zu hören, was sich auf dem Floor tut.
Das Display zeigt dir bei der ganzen Action genau an, wie die räumliche Verteilung aussieht. Und die integrierten Algorithmen kümmern sich automatisch darum, dass bei den ganzen räumlichen Effekten und Bewegungen, die Energie immer erhalten bleibt. Ich vermute, dass es dabei speziell um den Bassbereich geht, der ja möglichst in Mono bleiben sollte, um den größtmöglichen Punch und Druck zu liefern.

Die Anschlüsse am Ambrio Spatial Performance Mixer
Der neue SPM-Mixer verfügt neben Netzwerk-Audio auch über ein Audiointerface für das Streaming aus einer DAW über USB-C.
Dazu kommen vier RCA-Line-Eingänge (Cinch), zwei RCA-Phono-Eingänge mit speziell entwickelten Vorverstärkern, zwei XLR/TRS-Kombibuchsen für Mikrofone und Instrumente sowie ein Send- und Return-Anschluss für externe Effekte.
Fast noch interessanter sind hier natürlich die Ausgänge. Über die XLR-Main-Ausgänge lassen sich Systeme mit bis zu 8.1 ansprechen. Das wird von den vier Booth-Ausgängen begleitet – wie gesagt, kannst du hier ja auch in Spatial Audio das Monitoring vornehmen.

Und natürlich gibt es auch einen Kopfhöreranschluss sowie einen Ausgang für die Aufnahme. Wie nicht anders zu erwarten, sind diese einfach nur in Stereo ausgelegt.
Support für MIDI und OSC-Steuerung bietet das DJ-Mischpult ebenfalls, als weitere Extras gibt’s CV Sync und de Eingang für Expression-Pedale.
Die Zukunft für (DJ-)Mixer?
Mit dem SPM stellt Ambrio einen sehr interessanten Mischer vor, der mit seinen Anschlüssen auch nicht nur für DJ-Sets taugt. Auch ein Live-Gig mit Ableton Live oder einem kleinen Hardware-Setup lässt sich hiermit bestimmt gut umsetzen. Ich sehe schon Artists wie Surgeon vor mir, die zukünftig mit diesem Mixer performen.
Für den heimischen Gebrauch sind die Features hier einfach ein bisschen „too much“, aber dafür ist dieses Pult auch überhaupt gar nicht konzipiert worden.
Im Club oder auf Festivals hingegen sehe ich eine große Zukunft für solche Features. Speziell dann, wenn die Einrichtung unkompliziert umgesetzt werden kann. Lautsprecher sind ja meistens genügend vorhanden.

Verfügbarkeit und Preis
Kommen wir nun zu den Infos, die dich bestimmt brennend interessieren: Wann ist der Ambrio Spatial Performance Mixer erhältlich und wie teuer wird er?
Eine Veröffentlichung steht für 2027 an, ein bisschen müssen wir uns also noch gedulden. Vorher startet aber noch das sogenannte „Ambrio Incubator Program“, bei dem der Mixer wohl in verschiedenen Locations zum Einsatz kommen soll.
Und die nächstbeste Gelegenheit, den SPM kennenzulernen, gibt’s auf dem jetzt startenden Amsterdam Dance Event. Am Freitag, dem 23. Oktober bei Currents – Futures of Listening. Und am 24. Oktober sind bei Loods6 zwei Masterclasses geplant, wo du den Mischer sogar selbst ausprobieren kannst.
Zum Preis haben wir noch keine Infos.