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Yamaha YC88

Yamaha YC88  ·  Quelle: Yamaha

Yamaha YC73

Yamaha YC73  ·  Quelle: Yamaha

Yamaha YC88

Yamaha YC88  ·  Quelle: Yamaha

Yamaha stellt zur NAMM Believe in Music Week die neuen YC73 und YC88 Stagekeyboards vor. Das im letzten Jahr erschienene YC61 bekommt somit zwei große Geschwister mit anderen Tastaturvarianten für verschiedene Ansprüche.

Yamaha YC73 und YC88

Zur NAMM 2020 hatte Yamaha mit dem YC61 ein Stagekeyboard vorgestellt, das sich vor allem an Keyboarder mit Orgel-Schwerpunkt richtete. Das YC61 verbindet eine Zugriegel-Orgelsimulation mit weiteren, im Live-Einsatz häufig benötigten Sounds wie Pianos und E-Pianos und den entsprechenden Effekten. Bei dem Modell mit 61 Tasten steht die Orgel jedoch klar im Vordergrund, wie an der Waterfall-Tastatur unschwer zu erkennen ist.

Eine solche, auf authentisches Orgelspiel ausgelegte und extrem leichtgängige Tastatur ist für Pianos und E-Pianos jedoch nur bedingt geeignet. Für alle, die nicht hauptsächlich Orgel spielen und sich eine größere, stärker gewichtete Tastatur für Pianoklänge wünschen, hat Yamaha die Serie nun um das YC73 und YC88 erweitert.

Yamaha YC88

Das Yamaha YC88 bietet 88 Tasten mit Hammermechanik

Drei Tastaturvarianten

Beim YC88 wird eine gewichtete Hammermechanik mit Holztasten und drei Sensoren pro Taste verbaut (NW-GH3). Sie soll für ein authentisches Flügel-Spielgefühl sorgen. Allerdings treibt sie das Gewicht des Keyboards kräftig in die Höhe: Während das YC61 nur gut 7 kg wiegt, schleppt man beim YC88 über 18 kg. Aber wer auf der Bühne auf einer Hammermechanik besteht, ist in Sachen Gewicht meist Einiges gewohnt.

Die laut Yamaha „von klassischen E-Pianos inspirierte ausbalancierte Standardtastatur“ des YC73 ist dazwischen positioniert. Die leicht gewichtete Keyboardtastatur soll sich besonders vielseitig einsetzen lassen und dürfte somit für Keyboarder, die ein Allround-Instrument für verschiedenste Einsatzbereiche suchen, die erste Wahl sein.

Yamaha YC73

Yamaha YC73 mit 73 leicht gewichteten Tasten

Der Hersteller beschreitet somit den gleichen Weg wie Nord beim Nord Electro und Nord Stage, die es ebenfalls in mehreren, unterschiedlich gewichteten Tastaturvarianten für verschiedene Ansprüche und Schwerpunkte gibt. Wer hauptsächlich Orgel spielt und nur gelegentlich mal ein E-Piano oder einen Flächensound braucht, greift zum YC61 mit Waterfall-Tastatur. Wer sich eher auf dem Piano wohlfühlt und höchstens mal ein paar Akkorde auf der Orgel spielt, wird am YC88 Gefallen finden. Und für alle, die möglichst flexibel sein möchten, gibt es das YC73 in der Mitte.

Die Klangerzeugung, die eine Orgelsimulation auf Basis der VCM-Technologie (Virtual Circuitry Modeling) mit FM-Synthese und AWM2-Samples verbindet, ist übrigens bei allen Modellen exakt identisch. Auch die Bedienfelder der drei Keyboards gleichen sich. Für welches YC-Stagekeyboard man sich entscheidet, ist also einzig und allein eine Frage der Vorlieben in Sachen Tastatur und Portabilität.

Preise und Verfügbarkeit

Ihr könnt die Yamaha YC88 und YC73 Stagekeyboards ab sofort vorbestellen. Das YC88 bekommt ihr hier bei Thomann.de (Affiliate) für 3299 Euro. Das YC73 gibt es hier bei Thomann.de (Affiliate) für 2599 Euro. Die Auslieferung soll in einigen Wochen beginnen.

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3 Antworten zu “NAMM 2021: Yamaha stellt die YC73 und YC88 Stagekeyboards vor”

  1. Schamass sagt:

    Wer will eigentlich immer diese seltsamen „Fummelwarzen“ für Pitchbend und Modwheel-Ersatz haben? Joystick, von mir aus… aber DAS? …ist doch ein Witz.
    Stört mich auch kollossal an den Geräten von Studiologic & Co. Das wären an sich prima Keyboards, aber mit diesen lächerlichen Bedienknubbeln schießen die sich für meine Begriffe selbst ins Knie.

  2. Erich sagt:

    hallo zusammen, ich habe mir das Keyboard YC61 gekauft. Ich hatte im Shop eigentlich das Cp73 testen wollen, fand aber als Gitarrist das YC61 viel intuitiver. Die Waterfall-Tastatur ist wirklich sehr angenehm zu spielen. Das Bedienkonzept erinnert mehr an eine gute E-Gitarre mit eine Leiste von Effekten als an die Keyboards seit den 90ern mit ihrer Zehnertastatur. Es macht riesig Spaß und Yamaha hat zusammen mit den neuen Modellen aus ein Update für das YC61 rausgebracht. Als Alternative hatte ich das NordLead Elektro mal angeschaut, aber da fehlt Pitchbend und Modwheel komplett. Ich finde die kleinen Stummel für dieses kompakte YC61 genau richtig. Das Keyboard agiert auch direkt als USB-Audio und MIDI-Interface. Das Bedienkonzept ist super für Leute die mehr „spielen“ und weniger „programmieren“ wollen. Die Kippschalter sind wesentlich robuster als ich es vermutet hatte. Wenn man keine Lust auf Presets hat kann man auch einfach beim Preset 1 bleiben und den einfach – nach wenigen Tagen Einarbeitung auch blind – mit den Bedienelementen schnell umkonfigurieren. Es ist sicher nicht das billigste Keyboard aber sicher sein Geld wert.

  3. Erich sagt:

    Gestern Update auf dem YC61 installiert. Nun gibt es 10 Piano-Sounds. – gute Produktpflege.

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