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TC Electronic VSS3 Native VST Plug-in GUI Reaper Front Reverb

Kostet nur ca. ein Bruchteil der System 6000 Hardware: VSS3 Native  ·  Quelle: TC Electronic / Gearnews, Claudius

System 6000 und VSS3 wird vor allem den Audiozuarbeitern im Filmbereich ein Begriff sein, ich kenne es zumindest nur daher. Es ist aber auch in einem oder anderen Musikstudio zu finden. VSS3 ist der Vorzeige-Reverb für Räume von TC Electronic, bisher nur über TDM bzw. PowerCore verfügbar. Nun auch für alle anderen DAWs ohne Hardwareanbindung und bedeutend günstiger.

Grundlegend hat sich an der Oberfläche nichts verändert: Grau in Grau, aber mit flacheren Buttons als im System 6000 links. Es gibt auch keinen konkreten Edit-Modus mehr, es wird immer editiert – alles andere würde in der DAW nicht sinnvoll sein. Die Buttons bieten die Funktionen für Main, Early, Reverb, Mod, Bypass und Fader Assign, vermutlich eine Art MIDI Learn.

Wie im Internetbrowser öffnet man über Tabs ein Unterfenster mit anderen Einstellungen – und die sind üppig. Unter dem Absatz habe ich eine Galerie mit Bildern eingefügt, das sagt mehr als tausend Worte. Für den Start gibt es von TC Electronic Presets auf den Weg. Am Rand unten gibt es sechs gelbe Felder, die man selber mit Parametern belegen kann und im Preset gespeichert werden. Das GUI ist vektorbasiert und damit Retina bzw. HiRes Ready und kann frei skaliert werden.

Gerade für Soundfrickler, die tief in den Hall eingreifen wollen, ist das eine schöne Plattform. Ich bin schwer versucht, mich dafür wieder bei iLok anzubandeln, vielleicht warte ich noch die ersten A/B-Tests und Reviews ab. Selbst ohne Einführungspreis ist das für mich noch attraktiv. Echte Sounddemos fehlen aktuell noch im Netz.

Einen Nachteil hat es allerdings: Es kann nur Stereo. Das könnte manchen zu knapp sein.

Formate

VSS3 Native gibt es als VST, VST3, AU und AAX Native in 32 oder 64 Bit für Windows und OSX bzw. macOS. Damit sollten alle relevanten DAWs abgedeckt sein.

Ihr braucht auf jeden Fall einen iLok Account, der Dongle ist optional.

Preis

Zur Einführung kostet das TC Electronic VSS3 statt 199 nur 159 USD. Wenn es stimmt, und es „gleich“ klingt, dann ist das fast schon ein No-Brainer. Ein System 6000 es nämlich erst ab knapp unter 18000 Euro. Das ist ca. 1% des eigentlichen Preises. PowerCore Karten sind aber schon günstiger, aber wer hat in einem modernen System noch wirklich Platz für X Erweiterungskarten?

Wer erstmal probieren möchte, kann sich eine 14-Tage Demoversion laden. TDM und PowerCore Nutzer bekommen das native Plug-in günstiger. Bei dem Preisunterschied hätte es eigentlich kostenlos sein müssen.

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