von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Steinberg Dorico 4

Steinberg Dorico 4  ·  Quelle: Steinberg

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Steinberg veröffentlicht Dorico 4, das neuste Update der Software für Notensatz und Komposition. Und wie nicht anders zu erwarten, stecken da einige neue Funktionen sowie diverse Verbesserungen drin. Das gilt für alle Versionen, angefangen bei den kostenlosen Varianten Dorico für iPad und Dorico SE über Dorico Elements bis hin zum Flaggschiff Dorico Pro. Zu den Neuheiten gehört auch Support für Apple M1 oder Windows Surface sowie ein neues Lizenzierungsmodell.

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Steinberg Dorico 4

In dem Update stecken einige neue MIDI-Funktionen drin. Durch den Key Editor im unteren Bereich des Write-Modus passt ihr eine MIDI-Performance noch leichter an eine Partitur an. Dabei synchronisiert sich permanent die Ansicht und sorgt so für Übersichtlichkeit. Das vereinfacht das Editieren stufenloser Controller-, Dynamik- und Velocity-Werte in Einklang mit dem Notensatz. Mockups oder Übungs-Tracks sollen mit der neuen Version noch schneller entstehen.

„Intelligenter“ MIDI-Import interpretiert Tracks quasi selbstständig und merkt sich die Auswahl der User für zukünftige Importe. Zeitaufwändige Import-Prozeduren will Dorico 4 auf diesen Weg reduzieren.

Im Vergleich zur Vorgängerversion separiert die Software automatisch Stimmen, egal ob diese als MIDI eingespielt oder importiert wurden. Melodien, Basslinien und innere Texturen erfasst die Software dabei automatisch.

Neuer Insert-Modus

Mit der Einführung einer editierbaren Stop-Position verbessert Dorico 4 den Insert- Modus. Ihr definiert nun im Verlauf des Notentextes einen Punkt, über den hinaus jegliche eingefügten Änderungen stoppen und Inhalte nicht weiter verschoben, sondern überschrieben werden.

Zusätzlich bestimmt ihr, ob nur die aktuelle Stimme oder auch alle anderen Stimmen im Verlauf editiert werden. Beim Hinzufügen von Material wählt ihr wischen dem Verschieben der bestehenden Noten über die folgenden Takte hinweg oder einer alternativen Erweiterung des bestehenden Takts.

Transformationen

Drehungen oder Umkehrungen entstehen jetzt schneller. Die dafür nötigen Werkzeuge sind bei Dorico im System integriert und lassen sich auch mit anderen Spielanweisungen wie etwa Bindebögen, dynamischen Anweisungen oder auch Spieltechniken anwenden. Das hilft nicht nur bei der Transformation von einer Skala in eine andere, sondern ebenso bei komplexen Pitch-Mappings.

Steinberg Dorico 4

Weitere interessante neue Funktionen

Die untere Zone des Write-Modus beherbergt jetzt drei neue On-Screen-Instrumente für eine noch schnellere Eingabe von Noten. Windows-basierte Devices wie Microsoft Surface bekommen außerdem eine Touch-Screen-Bedienung verpasst.

Der Play-Modus wurde komplett neu strukturiert und vereinfacht. Auch die Track-Übersicht wurde optimiert, der neue Track-Inspektor auf der linken Seite ermöglicht einen schnelleren Zugang zu Routings und Kanaleinstellungen.

Der neu designte Mixer bietet eine verbesserte Responsivität. Ab sofort wählt ihr zwischen der Anzeige der essenziellen Steuerelemente im unteren Bereich und einem Mixer in einem gesonderten Fenster inklusive aller Kontrolloptionen.

Nativer Support für Apple M1 Silicon

Einige Editing-Operationen lassen sich laut Steinberg mit der aktuellen Version auf Macs mit Apple Silicon mehr als doppelt so schnell wie auf bisherigen Intel-Macs ausführen. Das klingt beachtlich!

Außerdem profitieren User der neuen Macs von deren Energieeffizienz. Bei aktuellen MacBook Air und MacBook Pro Modelle sollen mit Dorico „bisher nie erreichte Akkulaufzeiten“ bei mobilen Arbeiten möglich sein.

Neues Lizenz-Management

Steinberg hatte es ja bereits angekündigt, jetzt wird es amtlich: Mit Dorico 4 setzt Steinberg erstmals auf ein komplett neues ID-basiertes Lizenzmanagement-System. Mittels Log-in über die persönliche Steinberg-ID funktioniert nun die Lizenzierung. Dorico 4 lässt sich auf diese Weise auf bis zu drei Rechnern als Einzelplatzversion aktivieren – einen USB-eLicenser braucht ihr nicht mehr.

Steinberg Dorico 4

Steinberg Dorico 4

Dorico 4 Highlights

  • Einfache Noteneingabe über On-Screen-Instrumente, MIDI-Keyboard oder einer
    anderen externen Tastatur
  • Intelligente Formatierung während der Eingabe
  • Beliebige Nummer von Sätzen oder Teilen innerhalb eines Projekts
  • Automatisches Layout von Instrumental-Parts
  • Expressive Playback-Möglichkeiten mittels integrierter Sounds und Effekte
  • Unterstützung von virtuellen Instrumenten und Effekten mit VST-3- (Mac, Windows)
    und Audio-Unit-Schnittstelle (iPad)
  • Überarbeiteter Key Editor, inklusive Pianorolle, Velocity-Anpassung und Editoren für
    stufenlose Controller
  • Anspruchsvolle Akkordsymbole sowie Notation für Percussion und Drums-Sets
  • Perfekte Darstellung von taktungebundener Musik, Taktübergreifenden Triolen und
    vielem mehr – ohne Workarounds
  • Angelegte Projekte sind zu macOS, Windows und iPadOS kompatibel
  • Bidirektionaler Austausch mit anderen Apps via MusicXML, MIDI, PDF, etc

Spezifikation und Preise

Dorico 4 läuft auf Windows 10 (Version 21H2 oder neuer und Windows 11) sowie macOS (Mojave, Catalina, Big Sur, Monterey) in 64 Bit.

Es gibt zwei Versionen: Dorico Pro 4 kostet als Update (von Version 1 bis 3) 159 Euro, das Update von Version 3.5 ist für 99,99 Euro zu haben. Der reguläre Preis beträgt 579 Euro.

Dorico Elements 4 kostet als Update 29,99 Euro und regulär 99,99 Euro.

Dorico 4 SE ist kostenlos, das gilt auch für die iPad-Version (zusätzliche Funktionen lassen sich für monatlich 3,99 Euro freischalten oder zu einem Jahrestarif von 39,99 Euro buchen).

Weitere Infos über Steinberg Dorico 4

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3 Antworten zu “Steinberg Dorico 4: Neue Features für Notensatz und Komposition”

  1. Unek sagt:

    cubase 12 wäre jetzt super <3

  2. Dr. Georg Stiegler sagt:

    Läuft dorico 4 auch auf dem i-pad? Ist so eine Möglichkeit geplant?

  3. Faruk Toköz sagt:

    Guten Tag!
    Ich brauche ein Musikprogramm, wenn ich am Orgel( EA7 Ronald) spiele, dass ich die Noten mit allen anderen Bezeichnungen, Symbolen, Werten, den Takt am Monitor sehe, über Computer/ Orgel aufnehme und später die Notenplätze und die Werte , usw. beliebig nachträglich verändern, einsetzen, rausnehmen kann, die Texte direkt unterhalb der Noten und ganz unterhalb der Seite schreiben (u. die übliche Daten auch!)kann. Ferner die beliebige Tonen mit selbst zu bestimmenden Frequenzen selbst erzeugen und als neuen Noten bzw. mit dem sonder Zeichen( abweichende # u. b/Bemol) ansetzen kann, wie in türkischer klassischen Musik bekannt sind!
    Ferner die Möglichkeit zur Ausführung / Einsetzung usw. der klassischen türkischen Rhythmus usw..
    Vielen Dank für die Information!

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