Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Verzichtet Steinberg bald auf den eLicenser? Endlich!

Verzichtet Steinberg bald auf den eLicenser? Endlich!  ·  Quelle: Steinberg

Das ist doch eine Nachricht, die alle Steinberg Cubase Nutzer freuen wird: Der eLicenser wird bald Geschichte sein. Endlich gehören die Probleme, die dieser Kopierschutz bis heute noch auf etlichen Rechnersystemen verursacht, der Vergangenheit an. Die Firma setzt wohl demnächst auf ein neues Kopierschutzsystem. Und das verzichtet auf den Dongle, der zusätzlich einen USB-Port belegt. Eine gute Sache!

Steinberg Cubase funktioniert bald ohne eLicenser

Die große DAW Cubase aus dem Hause Steinberg (aus Hamburg) ist weltweit sehr gefragt und wird in vielen kleinen und auch großen Tonstudios, aber auch mobil eingesetzt. Die Geschichte begann 1989 mit Cubase 1.0 für Musiker, die einen Atari ST besaßen. Jetzt mit Version 11 (hier unser Angecheckt) können Musiker, Produzenten, aber auch die, die in der Postproduction arbeiten, die Software mehr als vielseitig im Musikbereich einsetzen.

Einen Dämpfer erhält diese DAW Software heute immer noch durch den Kopierschutz „eLicenser“. Dieser USB-Dongle und die im Hintergrund laufende Software greift so stark in das System ein, dass es oftmals zu Problemen führt. Und das bedeutet, dass die DAW nicht startet oder sich abschaltet. Besonders merken Anwender und Upgrader beim Erscheinen neuer großer Versionen von Cubase direkt am Release-Tag den Schmerz, den dieser Kopierschutz-Dongle verursacht. Denn meist versagt wegen hohen Zugriffszahlen der eLicenser Server, der für eine Autorisierung der neuen Version sorgen soll.

Und das ist natürlich fatal, da neu gekaufte Software dann erstmal nicht funktioniert. Darüber hinaus gab es sowohl bei Mac- und Windows-Rechnern hin und wieder zusätzliche Probleme mit dem Dongle. Darüber hinaus besetzt der USB-Stick einen USB-Port, den man eigentlich für wichtigere Geräte einsetzen würde. Alles in allem ein wirklich guter Schritt für die DAW, der sicherlich für Begeisterung sorgen wird! Ob das neue System auch für andere Software-Produkte und Plug-ins eingesetzt wird, die den eLicenser-Kopierschutz nutzen, ist nicht bekannt. Was meint ihr zu dem neuen Weg, den Steinberg jetzt einschlägt?

Pressemeldung

Diese Pressemeldung kam über den Steinberg Twitter Account:

„Hello all, For many of you this is the announcement you have been waiting for. While we put our heart and soul into developing ground-breaking products in your best interests, we haven’t accomplished our promise to provide you with the user experience you deserve. In every part of Steinberg’s technologies in recent time. We have been listening to your feedback for years, but significant changes need time, and we had to carefully lay out our vision for the future. But now the time has come to put our approach to license management at the center of our attention.

We have decided to adopt a new license management technology that everyone will benefit from to prepare for coming requirements. An authorization system shouldn’t get in your way, but support you in the onboarding process. Anti-piracy protection technology shouldn’t restrict you as the customer, but secure your investment. A license management shouldn’t stop you from using your products, but enable you to be creative, whenever and wherever you are. At this point in time, all we can tell you is that everyone at Steinberg is strongly committed to providing you as soon as possible with a solution that offers more flexibility, more reliability and, of course, a seamless migration.“

Weitere Informationen

19 Antworten zu “Endlich: Verzichtet Steinberg bald auf den eLicenser?”

  1. TBS sagt:

    Das wurde auch Mal Zeit, dass diese USB Dongle Politik ein Ende hat andere haben das schon vor einem Jahrzent nicht mehr gemacht.

  2. Krypton sagt:

    Wir wollen mal nichts überstürzen. Denn möglicherweise wirds eine Cloud basierte Sache und womögljch noch viel schlimmer eine Abo-Scheisse wie es nun jedermann betreibt.
    Und das bedeutet noch abhängiger zu sein.

    • Jens Friends sagt:

      Ich würde mich über Abo freuen und ich Wünsche mir sowas schon 10 Jahre lang! Ich hab immer noch Cubase 8.5 und mache nicht jeden Tag Musik, so könnte ich wenn ich es brauche Abo Buchen und hab alles am Start. Wüsste auch nicht was daran so schlimm ist, einige denken ja echt sie müssten jedes Abo gleichzeitig haben… nein müsst ihr nicht! Wenn das Abo in etwa so viel kostet wie die Updates so das Kaufen oder Mieten in Prinzip das Selbe kosten ist alles fein.

  3. Hanz Dampv sagt:

    Solange ich eine Lizenz auf bis zu 10 Rechnern einsetzen kann, soll es mir recht sein. (ohne lästiges deaktivieren und wieder aktivieren wie z.B. bei Plugin Alliance oder beim Sylenth1 – das nervt!!!) Ich hatte fast noch nie Probleme mit dem elicenser – mit Cubase allerdings schon -》Cubase 4-6 grauenhaft.

  4. Mark sagt:

    Das wird doch bestimmt dann irgend ein „online“ Lizenzsystem, dass dann ebenfalls ständig im Hintergrund läuft, Ressourcen schluckt und letztendlich nur für kommende Abos gemacht ist, statt für Verbesserung zu sorgen.
    Ich arbeite in 2 Studios mit „Offline“ Rechnern. Für mich ist Dongle rein/raus eine elegante Lösung.
    Ich sehe das eher skeptisch. Die Hersteller denken vor allem an sich, weniger an die Kunden…

    • claudius sagt:

      Vermute ich auch. Steinberg wird sich so gut vom Dongle befreien wie Avid.

      Ich bin immer wieder froh, dass mein System seit Jahren komplett donglefrei ist. Überraschung: Es klingt genau so gut, ist meist günstiger und tendenziell stressfreier, weil 1-2 Fehlerquellen weg sind.

  5. Stefan Stein sagt:

    Ich nutze Cubase seit mehr als 20 Jahren. So alt ist auch der Dongle. Ein Problem damit gab es noch nie.
    Wenn der Dongle jetzt wegfällt, wird etwas anderes kommen. Und was sollte das sein außer einem Abo?

    • Peter Fanai sagt:

      Bei mir war der Dongle mal kaputt. Bis Ersatz da war, konnte ich das Programm nicht mehr nutzen. GIng mit ein paar Tagen zwar recht flott, aber genervt hat es trotzdem.

  6. Jonas sagt:

    USB Dongle ist doch – neben offline Registriercodes – für den Kunden die beste Lösung.
    Das kann man immer nutzen, auch wenn keine Internetverbindung oder selbst die Firma nicht mehr vorhanden ist.

  7. Peter Fanai sagt:

    Sehr gut. Ist lange lange überfällig. Ich arbeite viel mit dem Laptop und möchte den Dongle nicht mit rumschleppen (und auhc keinen Port verbruachen). Bin inzwischen seit einem Jahr deshalb auf die Elements Version umgestiegen, in der mir erstaunlicherweise nicht viel fehlt. Midi Effekte hauptsächlich.

    Wie auch immer, aus meiner Sicht der richtige Schritt. Andere Hersteller machen es schon lange. Das muss nicht zwingend zum Abosystem führen. NI oder Arturia nutzen auch online Lizenskrams ohne Abo.

  8. Markus sagt:

    Bleibt mal locker Leute. Im Steinberg-Forum wurde berichtet, daß es keine Abo- und Cloudbasierte Lösung werden wird und auch an diejenigen gedacht wird die ihren Rechner nicht am Netz haben. Und ja, das neue System wird in allen Steinbergprodukten Einzug halten.

  9. Warnung of the customers sagt:

    Die Welt zittert vor dem gefürchteten Cloud Leihmodell, alle hassen es, weil du zahlst und es nicht besitzen kannst. Steinberg sei gewarnt, Corona war harmlos gegenüber dem was dir droht wenn du uns mit dem Lizenz cloud Leihmodell kommst. Denke nicht mal darüber nach, sonst ereilt dich einfach das Schicksal!

  10. voicesofoblivion sagt:

    Verstehe ich nicht, den Dongle braucht man sich eh nie, ich glaube nur 1x bei der Installation, oder wenn die Lizenzen aufgeräumt werden müssen.
    Insofern hat der USB Stecker mich nie gestört.

  11. Pino sagt:

    Warum nicht eine USB-Stick Lösung für alle Software und Plugin Hersteller?
    Plugin-Alliance und Waves machen es schon vor. Ein simpler USB-Stick und beide Lizenzen drauf. Wenn alle Hersteller das tun würden, bräuchte man nur einen Stick.
    Klasse wäre es, wenn ich dann zusätzlich noch online freischalten könnte, wie z.B. mit Reason Studios.
    Eine rein Cloud basierte Lösung fände ich nicht gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.