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Alle Plugins des Virtual Mix Racks nebeneinander - ganz rechts das kostenlose Revival  ·  Quelle: slatedigital.com

Zuletzt hat Steven Slate, dem Namensgeber von Slate Digital, eine Touch-Konsole für Pro Tools und Logic X entwickelt. Nun sind wieder Plugins dran. Das Virtual Mix Rack umfasst zwei klassische EQs und zwei Kompressoren. Auf Wunsch gibt es kostenlos einen iLok 2 dazu.

Das Virtual Mix Rack (VMR) ist im Prinzip erst mal eine Art Channelstrip-Container, in dem man mehrere Effekte in Reihe schalten kann. Somit erweitert man die möglichen Inserts der DAW erweitern – es gibt ja immer noch welche, die heutzutage die Anzahl begrenzen. Neben der Erweiterung der Plätze hat es noch den netten Workflow-Bonus, dass man alle Effekte auf einmal abschalten kann. Somit kann man wirklich A/B hören.

In dem VMR kann man aber leider keine eigenen Effekte laden, sondern nach bisherigem Stand nur die vier mitgebrachten. Im Paket sind zwei EQs und zwei Kompressoren dabei. Für alle standen sehr bekannten Legenden optisch und klanglich Modell.

Der FG-N ‚Brit-N‘ EQ ist ein Nachbau eines Class-A Equalizers aus den 70ern. Nennen wir das Kind beim Namen: Neve. Während das Original nur ein Mittenband hat, wurde es beim FG-N verdoppelt. Vor allem Drum- und Vocalspuren sollten sich darüber freuen.

Der FG-S ‚Brit 4k‘ EQ ist ebenfalls ein Nachbau einer Legende, diesmal aber aus den 80ern. Beim Design braucht man aber auch nicht lange zu raten: Es ist ein SSL-EQ. Passend für eigentlich jede Spurenart, da der EQ zusätzlich viele Obertöne produziert und dabei immer harmonisch klingt. Damit sind auch schmalbandige Eingriffe ins Frequenzspektrum möglich.

Beim FG-116 ‚Fet Compressor‘ ist eine Nachahmung des amerikanischen FET Compressor/Limiters 1176. Gern auf Gesang, Drums oder basslastigen Spuren eingesetzt. Die Bedienung ist komplett klassisch gehalten, es wurde aber ein Mix-Regler für den Effektanteil hinzugefügt. Somit spart man sich die Parallelkompression auf einer Extraspur.

Der letzte im Bunde ist der FG-401 ‚VCA Compressor‘. Modern und sauber soll er klingen und an die typischen SSL Kompressoren erinnern. Laut Slate Digital „der vielleicht vielseitigste Kompressor der Welt“, der überall gut klingt. Besonderheit ist hier der zuschaltbare Transformator, der dem Ganzen den Originalklang verleihen soll.

Das Slate Digital Virtual Mix Rack kostet aktuell 149 USD im hauseigenen Shop. Es ist als für Mac und PC als AU, VST, VAST und AAX in je 32 und 64 Bit vorhanden. Sogar an RTAS wurde gedacht. Das VMR ist nur mit iLok 2 nutzbar. Das Tolle ist, wer keinen besitzt, der kann sich bei der Bestellung kostenlos einen in den Warenkorb packen und zahlt nur den Versand (aus den USA). Das nenne ich mal eine gute Strategie. Wer schon einen iLok besitzt, der kann den natürlich auch weiter nutzen.

Bei Gearslutz gibt es direktkontakt zu Steven Slate. Es gibt auch diverse User mit der GUI Probleme haben. Ich empfehle vor dem Kauf die Demo zu testen.

Neben dem VMR hat Steven Slate aber noch einen anderen Leckerbissen im Programm: das Revival ‚Sonic Enhancer‘ Plugin. Es ist ein Mix aus Sättiger, Equalizer und Stereo-Enhancer. Die Bedienung wurde auf ganze zwei Potis beschränkt: ‚Shimmer‘ für die Höhen und ‚Thickness‘ für die Bässe. Klanglich verfeinert man damit einzelne Spuren oder den ganzen Mix. Alles passiert dabei ganz automatisch und klingt dabei echt sehr fein. So fein, dass ich darüber nachgedacht habe, mir dafür wieder einen iLok zuzulegen – noch bin ich aber unentschlossen.

Das Beste daran ist: Das Slate Digital Revival ist kostenlos! Genau, alles was man dafür braucht, ist iLok und Internetzugang. Wer es gleich herunterladen möchte, folgt einfach diesem Link. Man kann das Revival übrigens auch im VMR nutzen.

Wie klingt es nun? Schwer zu beschreiben. Hört es am besten selbst:

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