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535 ist dem 2254 nachempfunden  ·  Quelle: Neve

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535 Übersicht  ·  Quelle: Neve

Der allseits bekannte und beliebte britische Soundtüftler Rupert Neve hat den 535 Diode Bridge Compressor angekündigt. Das 500er Modul soll den Spirit des klassischen Neve 2254 Kompressors mitbringen, wurde aber um ein paar moderne Annehmlichkeiten erweitert.

Neve beschreibt den Klang des Diode Bridge Compressors (DBC) als „weightly“ und „harmonically rich“, ideal um etwas Präsenz in Vocals, E-Gitarre, Bass oder Drums zu bringen. Das gleiche Konzept hatte vor vielen Jahrzehnten schon der 2254, der nicht umsonst jetzt ein Klassiker ist.

Neve hat für den 535 die original Schaltung aufgearbeitet, um den authentischen Klang und das Verhalten zu reproduzieren. Und die Chance hat er netterweise gleich genutzt, um den Kompressor ins 21. Jahrhundert zu befördern: Side Chain (Full Wave) und mehr Headroom. Dazu gibt es neu entwickelte Transformatoren und eine Class-A Schaltung für den Ausgangsverstärker, was insgesamt auch weniger Nebengeräusche zur Folge hat.

Sechs verschiedene Timing Controls wurden an verschiedene Situationen angepasst. Fast und MF sind für schnelle Transienten wie z.B. Drums gemacht. MED und MS lassen längere Transienten durch und SLOW und Auto sind für die seichte Lautstärkekontrolle gedacht. Außerdem bringt der 535 einen Blend-Regler für parallele Kompression mit.

Die sonstigen Regler sind die klassischen Ratio, Threshold und Gain, dazu SC HPF (Side Chain High Pass Filter) und Link, welches die CV (Kontrollspannung) zwischen den 500er Modulen justiert. Klingt nach einer guten Neuentwicklung, oder?

Preislich wird es Neve-typisch kein Schnäppchen: 1095 USD soll am Preisschild stehen. Vermutlich eine Angabe ohne eingerechnete Steuern. Ich würde sagen: Gerechtfertigte Preisgestaltung für ein Neve-Produkt.

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