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Roli Blocks Lightpad Live Loop Block Touch Controller Front

Modularer Controller, bestehend aus Lightpad (unten) und Live bzw. Loop Block (oben)  ·  Quelle: Roli

Roli Blocks Lightpad Block iOS Noise App Touch Controller Front

Bisher sind Blocks nur mit Rolis iOS App richtig kompatibel  ·  Quelle: Roli

Ich hatte per Zufall einen Tag vor Release einen Trademark-Eintrag von Roli entdeckt und lag mit meinen Vermutungen richtig: Der neue Controller heißt Blocks. Ich hatte zwar eher in Richtung Seaboard-Erweiterung gemutmaßt, aber auch wenn es das nicht ist, sind die Teile zumindest interessant. Aber es stimmt nicht alles.

Der Name Blocks beschreibt ganz gut, um was es sich handelt: Blöcke. Grundlegend gibt es zwei Arten von Blöcken: Lightpad Block und einen zur Kontrolle, unterteilt in Loop und Live Block. Diese werden einfach zusammengesteckt und von Magneten zusammengehalten.

Blöcke

Das Lightpad erinnert optisch an eine Miniaturausführung von Push oder Launchpad, allerdings ohne physische Knöpfe, dafür mit Touchoberfläche. Ähnlich dem LinnStrument. Diese messen 4×4 Zoll (9,4 mm) und sind damit wirklich nicht groß, eher Handtaschenformat. Man kann sie aber kombinieren. Jeder Lightpad Block hat 225 LEDs, die in kleinere Blöcke aufgeteilt unterschiedlich leuchten können und unterschiedliche Sachen auslösen können. Beispielsweise funktionieren sie als Drum Pads oder geben Noten und Skalen an die iOS App weiter oder kontrollieren diese.

Ganze fünf Dimensionen soll es bieten: Velocity, Druck, Slides auf X- oder Y-Achse und Release. Bei Apple heißt das Force-Touch. Damit lassen sich Vibrato oder Pitchbends ganz leicht mit einer Hand verwirklichen.

Zwei Controller Blocks hat Roli vorbereitet: Live und Loop. Je nach angeschlossenem Block ändert sich dann die Optik und die Funktion auf den Lightpad Blocks. Jeder Kontroll-Block bringt Hardware-Knöpfe mit. Hier hätte Roli konsequent sein sollen und auch Touch anbieten sollen. Dann hätte es nur einen Kontroll Block gegeben. Der Live Block lässt einen das Instrument spielen mit „Tools“ wie Arpeggiator, Akkorden oder Skalen. Mit dem Loop lassen sich, der Name sagt es, Sounds loopen und auch aufnehmen.

iOS App „Noise“

Die obligatorische App für iOS nennt sich Noise. Die Controller selbst geben keine Sounds von sich. Andere Apps werden nach aktuellem Stand wohl nicht unterstützt, weil die Art der Bedienung auf die spezielle (kostenlose) App zugeschnitten ist. Es werden verschiedene fertige Instrumente (Synthesizer, Drums) mitgebracht, andere sind via In-App Kauf zubuchbar. Kommuniziert wird von Blocks zu iOS Gerät über Bluetooth.

Der Preis ist nicht heiß

Ein Lightpad Block soll 179 USD kosten, Loop und Live Block jeweils 79 USD. Roli meint, dass das sehr erschwinglich ist, ich sehe das eher anders bis gegenteilig. Roli war noch nie eine Schnäppchenfirma. Auch Blocks macht da keine Ausnahme, trotzdem ist der Preis einfach zu hoch angesetzt.

Man nehme zwei Lightpads und zwei Kontroll-Blocks und schon ist man über 500 USD. Dafür gibt es am Markt flexiblere Controller, die auch mit anderen Apps und DAWs sprechen. Tolle Touch-Technik hin oder her.

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slaq

Genau! Sehr teures Spielzeug aber geil ;)