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R.I.P. Propellerhead ReBirth - ein Nachruf

R.I.P. Propellerhead ReBirth - ein Nachruf  ·  Quelle: Propellerhead

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Heute wurde laut Pressemeldung aus dem Propellerhead Lager das Softwarepaket ReBirth aus dem Jahre 1996 endgültig zu Grabe getragen. Die damals revolutionäre virtuelle Bass- und Beatmaschine, die für diese Zeit aus unglaublich guten Simulationen zweier Roland TB-303 und einer TR-808 oder 909 nebst Effekten und einer Mixereinheit bestand, wurde schon 2005 in den Ruhestand geschickt, aber für eine iOS App im Jahre 2010 nochmals reaktiviert. Jetzt scheint die Zeit abgelaufen zu sein. Aber warum?

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Nicht nur für elektronische Musikproduzenten ist der Sound der legendären Roland Kisten ein Garant für einen Hit. Diese mittlerweile in die Jahre gekommenen Klangerzeuger befinden sich als Originalstück, Nachbau, als Samplepack oder als virtuelle Emulation in jedem noch so kleinen Tonstudio dieser Welt.

Ein Vorreiter der rechnerbasierten Simulation der Roland TR- und TB-Reihe war die Softwareschmiede Propellerhead mit ReBirth. Die recht günstige Software lief sogar auf schwächeren Computern sehr gut. Der Sound war revolutionär – und ist es eigentlich immer noch. Denn die Nachfrage nach diesen Klängen und Sequenzen ist gleichbleibend hoch. Warum streicht die schwedische Firma also das Produkt aus dem eigenen Portfolio?

Roland ist schuld. Die Japaner stehen mit ihren Anwälten vor der Tür der Firma und wollen wegen Namens- und Patentkonflikten die Produktauslieferung stoppen. Propellerhead, die seit etlichen Jahren mit ihrer vor kurzem mit dem VST-Format ausgestatteten DAW Reason einen viel lukrativeren Weg bestreiten und für Updates (zum Beispiel zur Portierung von 32 auf 64 Bit) der alten Garde sicherlich kein Budget eingeplant wird, geht dieser Aufforderung nach und schließt die Akte ReBirth. Schade!

Wer die iPad-Version auf den letzten Drücker noch besitzen will, muss sich sputen. Denn am 15. Juni 2017 wird sie aus dem iTunes Store gestrichen.

Preis und Spezifikationen

Propellerhead ReBirth bekommt ihr in den nächsten Tagen im Apple iTunes Store für 16,99 Euro. Updates wird es nicht mehr geben. Die App erfordert iOS 8 oder höher und läuft auf einem iPad.

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7 Antworten zu “R.I.P. Propellerhead ReBirth – ein Nachruf”

  1. Unisono sagt:

    Wegen Roland eingestellt…pah! Dabei hat diese legendäre Software Roland doch geholfen, in aller Munde zu bleiben…damals in den schwierigen Zeiten vor den Nullerjahren, als so gerade eben noch Cakewalk auf den ersten Audio-Pc zum Laufen gebracht werden konnte und es kaum eine vergleichbare Software, wie Rebirth gab? Ob die App unter einem puren 64 bit iOS 11 noch laufen wird? Für mich eh keine Frage, da ich nicht mehr alles gleich upgrade oder jedes Jahr neue Apple Produkte kaufen möchte, aber das Sterben vieler Apps ist bei iOS 11 im wahrsten Sinne vorprogrammiert.

    • Henry sagt:

      Da werden ja wieder herrlich verschiedenste Dinge miteinander vermischt, um eine wie auch immer geartete, aber leider offensichtlich nicht sehr fundierte Meinung kundzutun.

      1. Hat die Umstellung von 32bit auf 64bit in iOS 11 nichts mit Roland zu tun. Und auch nicht mit Propellerhead. Und das ReBirth eingestellt wird, liegt nicht daran, dass die Props keine Lust haben, die App auf 64bit zu portieren.

      2. Hat Apple die Umstellung auf 64bit schon vor geraumer Zeit angekündigt. Und die Umstellung ist notwendig, um die ganzen neuen CPUs und was sonst noch so alles in den iGeräten steckt vernünftig auszunutzen. Wenn man es als App-Entwickler in den zwei Jahren, die das inzwischen bekannt ist, nicht schafft, seine App(s) zu modernisieren, dann ist das eben das Ende der Fahnenstange für ebensolche App(s). Das kann man gut finden oder nicht, ist aber der Lauf der Dinge. Apple ist ein kommerzielles Unternehmen, das Produkte verkaufen will – und nicht die Heilsarmee.

      3. Was das Apple Bashing in deinem Beitrag mit Rolands Ansage an Propellerhead zu tun haben soll, verstehst wahrscheinlich nur du. Aber abgesehen davon ist auch Roland eine kommerzielle Firma. Und die gucken auf ihre Jahresabschlussbilanz – und nicht darauf, welchen Beitrag Propellerhead vielleicht mit ReBirth vor 20 Jahren zum guten Ruf einiger ihrer früheren Produkte geleistet hat.

      4. Ist die Frage ja wohl viel eher: Warum erst jetzt, Roland? Womit wir wieder beim Verkaufen von Produkten wären. Mittlerweile ist Roland eben wieder groß im Geschäft mit dem Ausverkauf ihrer alten Marken (303, 808, 909 usw.) und haben eben darum jetzt ein viel größeres Interesse daran, ihren Markenkern von damals (TR, TB) als einzigartig zu bewahren. Wo TR oder TB draufsteht, soll eben auch Roland drin sein. Das kann man auch wieder gut oder blöd finden, ist aber nunmal das Geschäftsmodell.

      • Unisono sagt:

        Danke für Deine unglaublich arrogante, belernende und möchtegern schlaue Antwort. Natürlich entschuldige ich mich bei Dir, dass ich all diese für Dich wichtigen Informationen und Details nicht in meinem Kommentar aufgeführt habe. Darum danke, Allerwertester!

      • Solar Soundscapes sagt:

        …Roland hat auch bei HTML909 angeklopft… war ja voll die Konkurenz zur TR09….

  2. Unisono sagt:

    Zitat „Womit wir wieder beim Verkaufen von Produkten wären.“

  3. Pe Bo sagt:

    Da hat sich wohl einer von „Henry“ nicht dumm beleidigen lassen wollen, sonst wäre der Komentar wohl nicht entfernt worden? Zu dem Rebirth Ende kann ich nur sagen, dass es zuletzt eh nur auf iOS zu haben war. Daher ist es zwar schade, dass die Software nicht mehr weiter existieren wird, aber es war auch absehbar. Halt ein Nischenprodukt mit Geschichte.

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