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CPU-Pins

Prozessorbits: GS101 von Google, Chiplets bei AMD, Nvidia-Knappheit  ·  Quelle: Michael Schwarzenberger // Pixabay

News aus der CPU- und Prozessorwelt! Google entwickelt mit den GS101 einen eigenen mobilen Prozessor. AMD meldete zwei neue GPU-Patente an. Und es ist immer noch kaum möglich, Grafikkarten von NVIDIA zu bekommen. Wichtig für Videocaster und mobiles Musikmachen!

Google: Eigener Prozessor im kommenden Pixel 6

Der GS101 hat den Codenamen „Whitechapel“ und wird von Google seit gut einem Jahr getestet. Aufgebaut ist der Chip ähnlich wie Apples M1-Prozessor.  Die „System-on-a-Chip“-Technologie (SoC) vereinigt CPU, RAM, GPU und andere Komponenten auf einem Chip. Im Herbst soll der Prozessor mit acht Kernen in zwei Smartphones von Google verbaut werden: „Pixel 6“ und „Pixel 5a 5G“ werden die wahrscheinlichen Modellnamen sein.

Für Apple Devices waren die M- und A-Prozessoren ein großer Sprung bei Geschwindigkeit und Stromeffizienz. Falls Google mit dem GS101 Ähnliches gelingt, dürfte das für Android-Systeme vielversprechend sein. Das wiederum sind gute Nachrichten für alle, die auf mehr Musik-Apps in der Android-Welt hoffen. Hier hat bisher iOS die Nase vorn.

AMD: Patente für GPU Chiplet-Technologie

AMD treibt die Weiterentwicklung seiner erfolgreichen Zen-Mikroarchitektur fort. Man kennt sie aus den Ryzen CPUs.  Bei der kommenden AMD-Grafikchipgeneration „RDNA3“ wird ein sogenanntes flexibles Chiplet-Design zum Tragen kommen. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung „System-on-a-Chip“. Wie bei dem GS101 von Google vereinigt der Prozessorhersteller verschiedene Komponenten auf einem Chip.

AMD meldete vor Kurzem zwei Patente an. „Active Bridge Chiplet with integrated Cache“  und „Fabricating Active-Bridge-Coupled GPU Chiplets“ beschreiben Architektur und Fertigungsmethode der Chiplets. Im Detail versprechen die Patente einen enormen Geschwindigkeitssprung, da der Cache der Grafikchips anders angesteuert wird. Ein ähnliches Design wendete AMD bereits bei den höchst erfolgreichen Ryzen CPUs an. Habt ihr also vor, euch eine Workstation für Videoschnitt, Videocasting oder Rendering für Musikvideos selbst zusammenzustellen, solltet ihr diese Technologien im Auge behalten.

NVIDIA: Knappheit bei RTX3000 hält an

Schuld ist der Krypto Mining Boom: Gigantische Serverfarmen berechnen Bitcoin, Ethereum und Co. Das geht am schnellsten mit leistungsfähigen Grafikprozessoren und hier liegt die RTX3000-Reihe von NVIDIA vorn. Also kaufen Krypto-Farmer alle Grafikkarten weg vom Markt. Seit letztem Sommer haben Interessierte kaum eine Chance, eine NVIDIA-Grafikkarte zu ergattern. Wer also für seinen Videocast oder Podcast eine RTX-3000-Karte im Blick hat, um die GPU-gesteuerte RauschunterdrückungRTX Voice“ von NVIDIA nutzen zu können, muss sich noch etwas gedulden.

Leistungsstarke Grafikkarten sind bei Musikproduktions-Workstations auch dann ein wichtiger Faktor, wenn die Berechnung von Plug-ins ausgelagert wird. Diese Technologie berechnet Software-Synthesizer, EQs und Reverb Plug-ins auf dem GPU Chip. Das entlastet die eigentliche CPU. Die GPU Audio genannte Technologie ist noch in Entwicklung. Wer aber mehr Plug-ins nutzen und mit kleinerer Latenz arbeiten möchte, der wird das mit GPU Audio und einer guten Grafikkarte tun können.

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