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Braingines GPU Audio: VST3 Plug-ins auf der Grafikkarte? Da geht doch was!

Braingines GPU Audio: VST3 Plug-ins auf der Grafikkarte? Da geht doch was!  ·  Quelle: Braingines

Warum ist eigentlich noch niemand vorher auf die Idee gekommen, Plug-ins über eine GPU berechnen zu lassen? Die Schweizer Firma Braingines macht es nun möglich und präsentiert in einem Beta-Test erste Ergebnisse. Und diese sollen absolut bahnbrechend sein! Denn alle Grafikkarten in modernen Rechnern sind extrem leistungsstark und auf eine hohe Performance ausgelegt. Aber in der Musikproduktion wird dieses Bauteil unseres Computers so gut wie garnicht beansprucht. Das könnte sich jetzt ändern – und bringt ungeahnte Möglichkeiten!

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Braingines GPU Audio für VST3 Plug-ins

Tatsächlich ist es so, dass wir im Tonstudio die Grafikkarte nur sehr wenig beanspruchen. Ableton Live, Logic, Cubase und Co. benötigen keine großartigen grafischen Berechnungen und versetzen unsere GPU somit in den Winterschlaf. Aber warum sollte man auf die gewaltige Power dieses Hardware-Bauteils unseres Rechners verzichten? Genau das hat die Schweizer Ideenschmiede Braingines mit GPU Audio erörtert und zeigt erste Ergebnisse.

Damit können alle Prozesse kompatibler VST3-Plug-ins auf die Grafikkarte ausgelagert werden. Der Vorteil: eine freie CPU. Das bedeutet auch geringere Latenzen und ein flüssigeres System. Und das auch noch bei riesigen DAW-Projekten. Ein weiterer Vorteil gegenüber bekannten DSP-Systemen, die mit Latenzen zu kämpfen haben: Jede Grafikkarte kommuniziert über einen direkten Performance-Bus mit der CPU und ist nicht extern über USB oder Thunderbolt angeschlossen.

Das klingt doch richtig gut! Die Prozessoren aller modernen Grafikkarten sind auf extreme Leistung getrimmt. Dazu kommt, dass man x-beliebig viele Grafikkarten in einem Computersystem für zusätzliche Power nachrüsten kann (intern, aber auch extern!). Eine CPU eben nicht (so einfach).

Noch mehr Leistung über das Netzwerk

Der Entwickler geht sogar einen Schritt weiter und lässt euch das System über Netzwerk (LAN oder WLAN) erweitern. Somit könnt ihr auf die Leistung eines anderen Computers zugreifen. Die Firma stellt Entwicklern eine SDK zur Verfügung, um die neue Technologie an eigenen Plug-ins zu testen. Ich bin schon mehr als gespannt, wohin diese interessante Reise führen wird. Für mich ein absoluter Game Changer!

Bei Interesse könnt ihr euch als Beta-Tester auf der Website des Entwicklers registrieren lassen. Gerne könnt ihr uns hier in den Kommentaren berichten.

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16 Antworten zu “Braingines GPU Audio berechnet VST3 Plug-ins auf der Grafikkarte?”

  1. Benny Lava sagt:

    Das heißt, die Plugins müssen erst angepasst werden. Nichts läuft einfach so.
    Glaube nicht, das viele Hersteller das machen werden.

    Und ich hab nicht das Problem mit zuwenig Rechenpower meiner normalen CPU. Bin schon lange nicht mehr an irgendwelche Grenzen gestoßen. Von daher ist mein Bedarf bei 0.

    • Aven sagt:

      Mit dieser Technik wäre viel umfangreichere und aufwändigere Plugins möglich. Ob Klangerzeuger oder Effekte, mehr Rechenkapazität hilft immer.
      Auch wenn man mit einem aktuellen System locker und flockig arbeiten kann, sieht das in 1-2 Jahren eventuell schon anders aus.
      Dann tausche ich lieber eine Grafikkarte als den kompletten Rechner.

  2. Markus sagt:

    Nebula/Acoustica machen das doch schon seit vielen Jahren?

    Auf den früheren Universal Audio Karten (aka Dongle ;-) )war auch ein Grafikchip bevor sie auf die SHARC DSPs umgestiegen sind.

  3. Cris sagt:

    Nicht neu. Haben sich schon andere daran versucht aber ist mangels manpower und knowledge wieder eingeschlafen!

    Schon nett wenn das klappt. Billig ne gute externe Grafikkarte an den alten Laptop. .
    Ansonsten kann ich auch empfehlen mal einen Blick auf AudioGridder zu werfen.

    • marcus sagt:

      Hier muss schon eine „kommerzielle“ Lösung her – ansonsten setzt sich das nicht bei allen durch. Und „Umwege“/Workround-Lösungen sind doch doof. Plug-and-play wäre hier perfekt! und wir haben mehr Zeit (und mehr Power) zum Musizieren :)

  4. Jan Nordus sagt:

    Finde ich toll und hoffentlich lohnt es sich für Pluginentwickler ihre Plugins anzupassen. Es wäre vielleicht ergänzend gut, wenn es neben der nativen Lösunng einen VST3 wrapper geben würde, in dem ich x beliebige Plugins laden kann und deren Berechnung anschließend über die GPU laufen würde…

  5. Geil! Endlich macht das mal jemand wieder. Gibt da auch einen bekannten Plugin Hersteller, der versuchen soll für seine Plugins da was mit DSP marktreif zu machen. Der wahre Vorteil liegt bei GPUs darin, dass sie auch parallel Audio berechnen können und viel besser mit Volterra Reihen umgehen können.

  6. Gerd sagt:

    Von LiquidSonics Reverberate gab’s vor Jahren auch mal eine GPU Edition.

  7. phloxxo sagt:

    Da wird sich die Mining-Welt demnächst ganz schön umschauen, wenn der Grafikkarten-Markt von Boutique-Preis gewöhnten Musiker*innen leergefegt wird. Was ist der schnöde Etherium-Kurs gegen den Traum einer Billboard-Charts Platzierung :)

  8. Mike sagt:

    Ich rendere seit Jahren mit vier Grafikkarten in meinem Rechner 3D-Animationen heraus.
    Über die CPU (12 Kerne) dauert dies zum Beispiel 5 Minuten für ein Bild.
    Über die GPUs (zusammen 12.350 Kerne) für das selbe Bild 2,5 Sekunden.
    Deswegen werden Grafikkarten eben auch fürs Mining eingesetzt. Sie sind zig Tausendfach schneller als die CPU.
    GPU Berechnung im Audiobereich bei vielen Spuren und VSTs ein Traum.

  9. Philipp sagt:

    Geile Sache. Zu viel Power kann es nicht geben. Mit mehr Leistung wird es auch mehr Plugins geben die diese Leistung nutzen können. Als erstes könnte U-He alle VST´s damit ausrüsten. Nen Virus TI 3 auf GPU Basis könnte ich mir auch gut vorstellen.

  10. Ben sagt:

    Das finde ich sehr gut. Bitte weitermachen und ausbauen. Die Vst´s heutzutage brauchen schon teilweise extreme perfomance. Das endlich mal richtig und allgemein über die GPU auszulagern wäre ein Träumchen.

  11. Peter sagt:

    Ich hoffe auch das die ganzen großen Plugin Firmen nachziehen. Wäre ein Traum mit GPU Power arbeiten zu dürfen :)

  12. Eloy Caudet sagt:

    Ich hoffe, dass bald jeder auf diese Idee kommt. Könnte dann endlich von meiner RTX3070 Gebrauch machen :)

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