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PreSonus Studio One 5

PreSonus Studio One 5  ·  Quelle: PreSonus

PreSonus Studio One 5

PreSonus Studio One 5  ·  Quelle: PreSonus Audio Electronics / YouTube

Auf ein Update der DAW von PreSonus warten bestimmt schon einige von euch. Jetzt ist Studio One 5 da. Die DAW holt auf und bringt neben einigen vielleicht schon überfälligen neuen Features auch ein paar Sachen mit, von denen sich auch andere Audio Workstations etwas abschneiden können.

PreSonus Studio One 5

Score Editing bedient sich bei der hauseigenen Notations-Software Notion und ermöglicht die Verwendung von Notationszeichen im Arrangement. Mehrere Tracks könnt ihr euch gleichzeitig in einer einzelnen Ansicht anschauen und auch die klassische Piano-Rollen-Ansicht und die Drum-Ansicht können mitbenutzt werden. Ihr könnt die Score View auch von dem Arranger Window abkoppeln, um so noch mehr Übersicht zu bekommen. Mit einem kompakten Symbol könnt ihr schnell Sachen wie Glissandos, Arpeggios oder Tremolos einfügen.

Clip Gain Envelopes sind genau das, was der Name suggeriert. Hüllkurven für die Bearbeitung von Clips, Änderungenzeigt Studio One 5 direkt in der Wellenform an. Die Sample-genaue Darstellung hilft euch auch beim Entfernen von lästigen Klick-Geräuschen oder anderen Störenfrieden. Die Clip Gain Envelopes bleiben von Fades oder anderen Lautstärke-Änderungen getrennt. Genau so muss das auch sein!

Show Page bietet neue Funktionen für die Live-Performance. Damit könnt ihr Backing Tracks, virtuelle Instrumente und Effekt-Racks mit einem Interface zusammenstellen. Damit habt ihr alle wichtigen Aspekte für den Live-Auftritt im Blick. Das Erstellen von Setlists und Patches gehört dazu. Die Song Page dient als Quelle für Audiospuren, Plug-in-Ketten oder Instrument-Patches. Bis zu 24 Makros lassen sich auf Controller zuweisen. Das ist zweifelsohne interessant – vielleicht nur nicht ganz das, was einige erwartet haben. Die Spekulationen gingen da eher in Richtung Session-View wie bei Ableton Live oder den Live Loops wie bei Logic Pro 10.5.

PreSonus Studio One 5

PreSonus Studio One 5

Updates für die nativen Plug-ins

Neue Plug-ins gibt es nicht – aber immerhin ein paar Erneuerungen für die bestehenden. Alle dynamischen Effekte haben jetzt einen Sidechain-Eingang. Einige Plug-ins bekommen eine Sättigung mit Analogsound spendiert. Aus ProEQ wird ProEQ2, der unter anderem mit einem Analyzer-Modus (12 dB/Okatve) und Linear Phase Low Cut bestückt wird. Limiter2 bietet alternative Kurven und Attack-Modi.

Weitere Features

  • Key Switch Artikulationen bekommen eine eigene Automation.
  • Integration von Melodyne 5 Essential.
  • Tape-Resample ist ein neuer Algorithmus für den Timestretch-Modus. Das produziert den klassischen Sound, wie wenn ein Tape ein bisschen schneller oder langsamer gespielt wird. Ist für Drumloops gedacht, die schon fast das richtige Tempo haben. Eignet sich bestimmt auch für einige kreative Anwendungen.
  • Marker Track Inspektor mit einer Marker Liste für das schnelle Navigieren im Arrangement.
  • Mixer Scenes sind Snapshots des Mixers und speichern alle möglichen Einstellungen wie Panning, Lautstärken, Mutes, Inserts, Sends und mehr.
  • Aux Channels dient in erster Linie für das Einbinden von externen MIDI-Instrumenten.Ihr verwaltet die MIDI-Noten und das eingehende Signal damit auf einem einzigen Kanal. Nice!
  • Unabhängiger Listen Bus: Hier nehmt ihr Einstellungen vor, die unabhängig vom Main Bus sind. Dieser kann aber natürlich weiterhin wie gewohnt angehört werden.
  • Studio One 5 nimmt im 64 Bit Float auf, was die DAW laut PreSonus zur aktuell höchstauflösenden Audio Workstation macht.
  • Externer MTC/MMC Sync: Externe Hardware (fern-)steuert die DAW über MIDI Timecode und MIDI Machine Control.

Das war´s?

Wer sich auf einen Clip-Launcher wie bei Ableton Live gefreut hat, ist vielleicht etwas enttäuscht. Als kleine Entschädigung gibt es etwas, das mich an Main Stage erinnert. Passt vielleicht auch besser zu Studio One. Die Integration von Score Editing ist klasse und für diese DAW eine Bereicherung. Optisch hat sich eigentlich nicht viel getan, manchmal ist es ja auch besser so, wenn nicht alles so bunt wird.

Eine Sache noch: PreSonus Sphere

Eine Überraschung zaubert der Hersteller tatsächlich noch aus dem Ärmel. Presonus Spehere ist eine Art Abo-Dienst, bei dem ihr nicht nur Zugriff auf die komplette Software bekommt, sondern auch Commnunity Features (Live Chats, Kollaborationen, Austausch von Presets und Songs) und einen Cloud-Speicher (30 GB). Bezahlt wird immer für ein Jahr im voraus.

Spezifikationen und Preise

Studio One 5 läuft auf Windows 10 und macOS (ab 10.13) ausschließlich in 64 Bit. Es gibt zwei Versionen: Pro/Professional (389 Euro) und Artist (95 Euro). Upgrades von Version 4 gibt es ab 49 Euro. Alle Versionen (inklusive Updates und Upgrades) bekommt ihr hier bei Thomann.de (Affiliate).

Sphere erhaltet ihr hier bei Thomann.de (Affiliate) zum Preis von 165 Euro für ein Jahr.

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14 Antworten zu “PreSonus Studio One 5: Score Editing, Show Page, MPE-Support und mehr”

  1. Thomas S. sagt:

    Ich ziehe Cubase 10.5 bei Weitem vor.
    Komme von Studio One und nahm jetzt den vergünstigten Deal von Steinberg gerade wahr.
    https://new.steinberg.net/promotion/?et_cid=15&et_lid=22&et_sub=Cubase&_ga=2.177853861.1873104904.1594037530-676577501.1580915867

    S1 ist IMHO nun wirklich überflüssig geworden, seit Cubase alle mal so tollen S1-Features auch hat, wie mehr Inserts, Bezier Curven Automation, Plugin Bildchen, One Window, normaler Browser oder auch Effekte auf Events. Das alles geht nun in Cubase… und noch viel mehr.

    • Freu mich schon! Bin seit Jahren von Cubase weg und mehr als zufrieden. Man merkt eben den frischen Wind, den die Jungs reingebracht haben, als sie von Steinberg weg sind, um nicht ewig an dem alten Code rumschrauben zu müssen.

    • Mick sagt:

      Cubase ist ein überladenes Dickschiff, was nicht mal HDPI vernüftig hinbekommt! Jedesmal wenn ich mal wieder Cubase starte, denke ich nach 15 Min. „warum so umständlich, warum diese Umwege, alleine diese Hickhack von Controller, VST-Controll, VSTi Controll, Remote-Controll, VST-Rack usw.. !?“…nee, lass mal! Zudem, das gehört hier gar nicht hin!

  2. Name* sagt:

    145 € für ein update von Version 4.6 ist echt übertrieben, nein Danke
    Ich bin ein neuer User seit Jahresanfang aber jetzt nochmal diese Summe
    ist echt nicht Fair, ich bin raus bei Studio one

  3. Nils sagt:

    50 Dollar wären ja noch ok, aber es sind 145. Sehr schwach von Presonus.

    • Ronny Nitz sagt:

      Das sehe ich genauso! Obwohl für mich nichts wertvolles bei dem Update dabei ist, hätte ich es für 50$ aus Solidarität gekauft – auch als Dankeschön für die letzten kostenlosen Updates. aber 145$ zahle ich auf gar keinen Fall!

  4. Wellenstrom sagt:

    Eine gute DAW, ohne Frage. Nutze sie schon seit gut 10 Jahren. Aber seit der letzten Version schießt Studio One an meine individuellen Bedürfnisse vorbei.Das 4er Update machte ich noch mit, bei der 5er Version bin ich mir noch nicht sicher. Dafür, dass ich davon kaum was nutzen würde, mir das Schlachtschiff nur noch wuchtiger gestalte, wären mir 145 Euro doch ’nen Tacken zu viel.

  5. Mick sagt:

    Es ist zu viel dabei, was viele einfach nicht brauchen, und die GUIs der FX sind „verschlimmbessert“ worden. 145,-€ ist das Upgrade definitiv nicht wert! Aber ist es das bei anderen DAWs!?

  6. Felix sagt:

    Geiles Update! Leute da wird sicher noch einiges nachgeschoben in V5. Die Server gingen gestern in die Knie. Obwohl ich schon ein KEY ergattert hatte, war es unmöglich durch zu kommen und zu aktivieren. So schlecht ist das Update wohl nicht.. :D

    • Mick sagt:

      Das nennt sich Anfangseuphorie, nach ca. 1 Std. kommt die Ernüchterung: „was davon brauche ich jetzt wirklich, was ist besser geworden?“ Ich kann wohl Kleinigkeiten finden, aber so richtig ist da nichts bei!

      • Felix sagt:

        Das liegt im Auge des Betrachters und ist deine persönliche Wahrnehmung. Für mich sind halt Sachen dabei wo ich sage johaaa, lang drauf gewartet. Und ich bin mir sicher das die V5 erst noch ins rollen kommt.

  7. Alex sagt:

    Was ihr alle benötigt, ist eine schallende Ohrfeige (lieb gemeint). Ich nutze ACID Music Studio 6.0 seit jeher, habe nie irgendwas geupdatet, läuft wie eine 1.

  8. Norbert sagt:

    Ich find´s auch viel zu teuer. Es gab 2 Hauptgründe, warum ich von Cubase auf Studio One umgestiegen bin: 1. kein Dongle (das bleibt wenigstens) + 2. Nicht jedes Jahr saumäßig teure Updates. Aber das mit den Updatepreisen hat sich leider erübrigt.

    • Felix sagt:

      Warte bis zum Sale wenn du dir es nicht zu den sonst auch gewohnten Preis kaufen möchtest. Also ich kann dir sagen, das es schon immer soteuer war! Dafür hast du dann wieder Ruhe für 2-3Jahre und Vieles kommt erst noch.

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