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Ouroboros Alea

Ouroboros Alea  ·  Quelle: Ouroboros

Ouroboros Alea

Ouroboros Alea  ·  Quelle: Ouroboros

Ouroboros stellt mit dem Alea einen semi-modularen Analogsynthesizer mit West-Coast-Einflüssen vor. Der zweistimmige Alea im aparten Holzgehäuse hat eine Besonderheit: Auf dem Bedienfeld fehlen sämtliche Beschriftungen. Hier ist also Experimentieren angesagt!

Ouroboros Alea

Ouroboros aus New Orleans ist bekannt für außergewöhnliche, kreative Synths und Einzelstücke wie den Subharmonic Drone Synth. Glaubt man dem heutigen Facebook-Post des Entwicklers, dann war er sich nicht sicher, ob er den Alea inmitten der Coronakrise überhaupt herausbringen sollte, entschied sich dann aber doch dafür, als er sah, dass die Menschen weiter Musik machen und künstlerisch aktiv sind. So ist der Alea vielleicht auch ein Hoffnungsschimmer: Es geht weiter und die Kreativität werden wir uns natürlich nicht nehmen lassen!

Wie alle Instrumente von Ouroboros steckt der Alea in einem handgefertigten Holzgehäuse. Und wie schon bei den bisherigen Synthesizern verzichtet der Entwickler darauf, Regler und Buchsen zu beschriften. Das unterstreicht den experimentellen Charakter des Alea – hier soll man sich auch ein Stück weit vom Synthesizer leiten lassen. Das Bedienfeld ist aber noch überschaubar, sodass man relativ schnell es drauf haben sollte, was wo ist. Eine digitale Anleitung gibt’s auf Wunsch per E-Mail.

Sinusoszillatoren, Waveshaper und Lowpass-Gates

Alea ist ein semi-modularer, zweistimmiger Analogsynthesizer auf Basis von Sinusoszillatoren. Die Oszillatoren können als zwei unabhängige Stimmen genutzt werden oder ein OSC übernimmt Modulationsaufgaben. Beide Oszillatoren verfügen über CV- und FM-Eingänge mit Abschwächern. Für jeden Oszillator stehen zudem zwei verschiedene, CV-steuerbare Waveshaper bereit. Einer davon fügt Obertöne hinzu und verändert die Sinusschwingung in Richtung Dreieck, während der andere die Schwingung faltet und die Phase verschiebt. Beide Oszillatoren bieten Sinus-Ausgänge, um sich gegenseitig zu modulieren. Interessant: Ein VCA auf Vactrol-Basis ermöglicht eine spannungsgesteuerte Crossmodulation zwischen den Oszillatoren, in beide Richtungen.

In jeder Stimme arbeitet ein Lowpass-Gate, ebenfalls auf Vactrol-Basis. Beide LPGs verfügen über zwei Eingänge: einen herkömmlichen Gate-Input, der das Sustain für die Dauer des Gate-Signals hält und einen weiteren, der das Gate-Signal in ein Trigger-Signal für perkussive Klänge ohne Sustain umwandelt. Zwei LFOs (einer davon spannungssteuerbar) stehen als weitere Modulationsquellen zur Verfügung.

Sogar ein Sequencer steckt im Alea: Er basiert auf einem vierstufigen Shift-Register und wird vom VCLFO oder einer externen Clock getriggert. Laut Hersteller wertet der Sequencer bei jedem Clock-Impuls Informationen der gepatchten Quellen aus und erzeugt dadurch Patterns mit einer Zufallskomponente.

Zum Patchen kommen beim Alea Bananenstecker zum Einsatz. Die Stromversorgung erfolgt über ein 9V-Netzteil, das nicht mitgeliefert wird. Ein Standardnetzteil für Bodeneffekte reicht nach Angaben des Herstellers aus.

Preis und Verfügbarkeit

Ihr könnt den Ouroboros direkt beim Hersteller bestellen – ganz „analog“ per E-Mail. Jedes Instrument wird handgefertigt, deshalb müsst ihr mit etwa einer Woche Vorlauf rechnen, bis eure Bestellung versendet wird. Der Preis liegt bei 600 US-Dollar plus Versand.

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