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 ·  Quelle: Neural DSP

 ·  Quelle: Neural DSP

Gitarristen und Bassisten dieser Erde, schnallt euch an! Der neue Stern am Amp-Modeling-Himmel wird bald aufgehen und kann ab sofort vorbestellt werden. Das Neural DSP Quad Cortex verfügt über eine wahnsinnige Rechenleistung, nutzt maschinelles Lernen und soll bis zu vier komplette Rigs gleichzeitig abfeuern können. Uff!

Früher war mehr Lametta!

Es war einmal, da hatten Gitarristen einen Verstärker (idealerweise natürlich einen Röhrenverstärker) und eventuell ein paar Effektpedale, um ihrem Sound andere Farbtupfer zu verleihen. Heutzutage wird das alles gegen eine kleine schwarze Kiste mit ordentlich CPU eingetauscht, um mehr Sounds in petto zu haben, als man sich nur erträumen kann. Nach zwei Jahren Entwicklungszeit betritt nun Neural DSP den Ring. Die in Helsinki ansässige Firma ist bereits für ihre Software-Emulationen bekannt (Archetype: Plini, Nolly und weitere) und debutiert nun mit High-End-Hardware.

2 GHz Quad-Core SHARC

Die Hardware aus einem einzelnen Stück gebürsteten Aluminium sieht extrem hochwertig und zugleich stabil aus. In einem kürzlich veröffentlichten Video kann man sehen, dass der Hersteller das Produkt auf extreme Temperaturen und Erschütterung getestet wurde. Für eine intuitive Bedienung und ein aufgeräumtes Bedienfeld sorgen das 7 Zoll Multi-Touch-Display und die berührungsempfindlichen Fußtaster, die zugleich als Regler agieren. Das Display wird von einem chemisch verstärkten 1,8 mm Panzerglas geschützt. Im Inneren werkelt ein 2 GHz Quad-Core SHARC Prozessor.

 

Neural DSP Quad Cortex

Was genau ist denn die neue Wunderkiste? Zunächst einmal werden alle Standards erfüllt: digitaler Amp-Modeler (über 50 Amps), Multi-Effektgerät (über 70 Effekte) etc. Das Gerät kommt ab Werk mit über 1000 Cabsims. Im Gegensatz zur Konkurrenz können diese sogar nachjustiert werden (Mikrofon, Position, Abstand etc.). Das Laden externer IRs ist ebenfalls möglich. Allerhand, doch noch lang nicht alles!

 

Neural Capture

Während man das Gerät bis hierhin innerlich mit Helix und Axe-Fx verglichen hat, kommt nun zweifelsfrei die Assoziation mit Kempers Profiler. Neural Capture heißt das Zauberwort und soll dank hauseigener „biomimetic AI technology“ euren Amp, Overdrive und Lautsprecher exakt abbilden können. Während bei Kemper ein Abbild der gesamten Kette eingefroren wird, können hier einzelne Komponenten, etwa ein Overdrive als Effektblock abgespeichert werden. Meine absoluten Lieblingseffekte to go? Wenn das klappt, fresse ich einen Besen! Der Hersteller verspricht für die Zukunft kostenlose Rig-Captures, die in Zusammenarbeit mit Produzenten und Sounddesignern entstehen.

Wi-Fi & USB-Audio

Vergesst Bluetooth. Cloud-Backups, Preset-Austausch, Programmieren im Editor, und zukünftige Updates werden mit dem integrierten WiFi-Modul realisiert. Auch Audio über USB ist kein Problem.

2x Combo-Eingänge (TS, TRS, XLR), multiple Ausgänge, 2x FX-Loops, Kopfhörerausgang, MIDI I/O, 2x Expression-Eingänge … Ich finde auf den ersten Blick absolut nichts, was ich kritisieren könnte. Habt ihr offene Wünsche?

 

Preis & Verfügbarkeit

Auf Grund der aktuellen Lage wird der Preis des  Neural DSP Quad Cortex zum 01.01.2021 von ursprünglich 1599 Euro auf 1699 Euro angehoben werden. Wenn ich die Infos richtig verstanden habe, lohnt sich daher bei großem Interesse ein Kauf in 2020. Ab sofort  startet die Vorbestellung, als Liefertermin ist der 27. November genannt. Bis dahin verfolgt einfach die sozialen Kanäle von Neural DSP, um euch eine Meinung zu bilden.

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5 Antworten zu “Neural DSP Quad Cortex: Floor Board 2.0 ab sofort vorbestellbar!”

  1. snyder sagt:

    Das „2 GHz Quad-Core SHARC“ ist Marketinggewäsch von denen. Es sind zwei 500 MHz Dual-Core SHARC verbaut. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass das Gerät lahm ist. Gruß snyder

    • Jemand sagt:

      2 x 2 (= Dual) cores = 4 (= Quad) cores

      und

      2 x 2 x 500 MHz = 2 GHz

      stimmt doch 😉

      • snyder sagt:

        Haha, ja genau so rechnen die :D
        Gruß snyder

      • Guitana sagt:

        Sinn macht das dennoch nicht.
        Die Kerne darf man gern summieren, aber doch nicht die Frequenz.

        Das ist wie zu behaupten, dass 4 Gitarrensaiten, die einen Ton mit 500 Hz spielen, zusammen einen Ton von 2.000 Hz ergeben…das ist einfach Unsinn.

        • snyder sagt:

          Oder Intel dir einen 2GHz 8-core Proci plötzlich als 16GHz verkaufen wollten.

          Die werden sich rauswinden mit: wir haben ja „2 GHz Quad-Core SHARC architecture“ und nicht „2 GHz Quad-Core SHARC processor“ gesagt.

          Ich find das aber trotzdem schade, weil sich die Firma damit unötig unsympatisch macht.

          Gruß snyder

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