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Das Update macht wie erwartet Probleme  ·  Quelle: Apple / gearnews

Viel mehr als „Warum zur Hölle?“ fällt mir bei Apples jüngsten Veröffentlichungen nicht mehr ein. Es ist immer wieder das Gleiche: Es wird langsamer (iOS ist da ein gutes Beispiel) und manches funktioniert nicht mehr (jeder mal Erinnerungen an alte OSX-Updates ins Gedächtnis rufen). Zumindest bei mir als langjährigen Apple User und OSX-Möger (nicht mit iOS verwechseln) gab das immer wieder Probleme – die müssen nicht sein!  So auch bei dem neusten MacOS Update (wohlgemerkt ohne X) auf 10.12 aka Sierra, wo die Hersteller vorab zurecht vor möglichen Inlkompatibilitäten warnen und es noch nicht veröffentlicht ist.

Die Validierung von manchen AU Plug-ins von Fremdherstellern, Apples eigenem Format, macht wieder mal Probleme – laut Plugin Alliance Newsletter. Das heißt wieder einmal: NICHT SOFORT UPDATEN, wenn ihr gerade mitten in einem Projekt seid. Ja, es sollte jedem klar sein, trotzdem sehe ich jetzt schon das Geweine in den Foren, dass wieder einmal etwas nicht funktioniert. Deswegen vorher über Softwarekompatibilität informieren, einmal kurz nachdenken und Folgendes entweder selbst erschließen oder stumpf beachten:

  1. Nicht während eines laufenden Projekts das Update einspielen
  2. Auf andere Meinungen warten, die auf den wenigen von Apple bereitgestellten Systemen das Update flüssig laufen haben (traurig)
  3. Produktivsysteme sowieso so spät wie möglich updaten
  4. Backup von OS-Stand und allen Daten machen

Ich werde mir das Update auf meinem nicht so wichtigen Mac Book Air gönnen, sobald es da ist, hoffentlich werden 2013er Modelle noch unterstützt, ist ja immer mehr wie würfeln. Wobei die noch nicht all zu alt sein dürften. (Update: Ars Technica weiß mehr, danke für den Kommentar). Ist kein super toller Computer mit Massen an Leistung, aber mein Produktivsystem bleibt erstmal auf 10.11. Mal sehen, welche DAWs laufen und wo sonst Probleme auftreten. Reaper 5, Logic X, Pro Tools 11 (Demo), Bitwig Studio, Studio One 3, Cubase 8.5, Mixbus 3 und Ardour 5 stehen bereit. Und die übliche Latte an Plug-ins. Ich bin auf alles gefasst! Aber noch zeigt der App Store mir kein verfügbares Update an.

Hauptsache Siri hält Einzug am Desktop – und kann nicht einmal den Bounce starten. ;) Mit der Pro-Sparte wird gerüchteweise schon lange kein Geld mehr verdient. Kann man ja ein paar Mal im Jahr nachtreten – zumindest zum El Capitan Start hatte man das Gefühl, dass man lieber neue Sachen einbaut, statt alte zu pflegen oder zuverlässig zum Laufen zu bekommen.

Die nachfolgende Liste erhält in Zukunft immer wieder Updates mit Statements der Hersteller:

Plug-in Hersteller und Händler Plugin Alliance warnt bereits in einem Newsletter vor Sierra, dass diverse AU Effekte nicht laufen bzw. Probleme machen. Auch Universal Audio warnt vor einem verfrühten Umstieg, weil die Software noch nicht getestet ist. Metric Halo gibt übrigens grünes Licht. Native Instruments hat eine Liste mit kompatibler Hardware veröffentlicht. Die neueren Modelle scheinen alle zu funktionieren.

UPDATE: Ich konnte mich mit einem Public Beta User unterhalten, der Live 9 benutzt. Er hat keine Probleme. Es gibt Hoffnung!

UPDATE: Ein Reaper Nutzer spricht von GUI Problemen mit der letzten Beta. Hoffentlich ist Cockos da vorbereitet und agiert diesmal schneller als bei 10.11.

UPDATE: Natürlich ist es nicht nur Apples Schuld, wenn bei einem Update etwas nicht läuft. Oft sind es auch faule oder fehlinformierte Programmierer. Man sieht ja am Beispiel NI, dass man durchaus Support zum Update in Sachen Treibern gewährleisten kann. Die aktuelle Hardware-Generation läuft. Ist die Frage, ob NI als Big Player hier Vorteile hat, den kleinere Firmen nicht haben? Ich vermute einfach mal, dass sie sich entsprechend selbst gedreht haben.

14 Antworten zu “MacOS 10.12 Sierra – hat’s Apple mal wieder verkackt?”

  1. Chris56 sagt:

    konnte man wirklich was anderes erwarten ?

  2. McPrell sagt:

    Da Pro Tools erst seit 12.3 für El Capitan freigegeben ist, kann man für 11 sicher keine Kompatibilität erwarten.

    Angeblich sind ja unter macOS Sierra, die in El Capitan aufgetretenen Grafik-Probleme durch Apple behoben worden – vielleicht läuft Pro Tools 10 dann ja auch wieder ;-)

  3. Jan sagt:

    Genau dafür gibt es doch die Ankündigungen der Hersteller wie PA oder UA. Wer nicht freigegebene Software in einem nicht unterstützten Betriebssystem nutzt, ist selbst Schuld.
    Mittlerweile gibt doch jeder größere Hersteller (egal in welchem Bereich) vor oder kurz nach der Veröffentlichung eines Updates eine Info bzgl. der Kompatibilität. Wo ist das Problem? Apple entwickelt Software – dabei entstehen neue Möglichkeiten, alte Zöpfe werden Abgeschnitten – und neue Fehler schleichen sich ein. Mittlerweile doch ein ganz normaler Prozess, egal, ob macOS, iOS, Windows, Android.
    Irgendwo wird immer gebaut :-)
    Ruhe bewahren, abwarten und Tee trinken …

  4. Henry sagt:

    „Mac OS 10.12 Sierra – Apple hat’s mal wieder verkackt“ Was ist denn das bitte für ein unterirdischer Trollversuch?

    1. OS X heißt jetzt macOS (nicht „Mac OS“) und das wurde schon vor Ewigkeiten so kommuniziert. Kann man gut oder doof finden, aber als Journalist (ich schließe hier mal die Bloggerfraktion ein) kann man das ja einfach mal mitmachen. Oder, nee, man kann natürlich auch „Äppel“ schreiben…

    2. Nicht Apple, sondern die Dritthersteller, die es offenbar nicht schaffen, sich kostenlose Entwickler-Konten bei Apple zu beschaffen und alle nötige Dokumentation, Alpha-, Beta- und sonstige Preview-Versionen vorab zu bekommen und dann entsprechend schonmal ihre Plug-ins, Treiber und was sonst noch alles zeitnah zum schon lange vorher angekündigten Termin auch zu veröffentlichen.

    3. „Es wird langsamer und manches funktioniert nicht.“ Herrje, das ist ja noch diverse Schubladen unter dem Niveau, mit dem sich manch ein IT Supporter herumschlagen muss, wenn der gemeine Benutzer sagt „Mein Computer geht nicht mehr.“ Geht’s nicht vielleicht ein bisschen differenzierter und gern auch relevanter zum Thema?

    4. „Auf andere Meinungen warten, die auf den wenigen von Apple bereitgestellten Systemen das Update flüssig laufen haben (traurig)“ Hat der Autor heute einen besonders schlechten Tag oder warum diese wiederholende, negative Wertung im Tonfall? Relevanter und hilfreicher wäre an dieser Stelle der Hinweis auf die offiziellen Ankündigungen der Hersteller der Softwareprodukte, die man auf seinem Mac installiert hat.

    5. „hoffentlich werden 2013er Modelle noch unterstützt, ist ja immer mehr wie würfeln.“ Nein, ist es nicht. Apple veröffentlich sehr frühzeitig detaillierte Informationen, welche Hardware unterstützt wird. Guckst du hier: http://arstechnica.com/apple/2016/06/psa-macos-sierra-drops-support-for-many-macs-from-2007-2008-and-2009/ (Untertitel: „Macs are getting dropped for the first time since Mountain Lion in 2012.“)

    6. „Mit der Pro-Sparte wird gerüchteweise schon lange kein Geld mehr verdient. Kann man ja ein paar Mal im Jahr nachtreten.“ Ohne Worte. Unterste Kategorie.

    • gearnews sagt:

      Hi Henry, danke für die Erläuterung und Kommentare.

      1. Kann ich nix gegen sagen, das Leerzeichen wird gleich eliminiert. Man liest es immer mal wieder so oder so, das hat mich verwirrt.

      2. Ich denke schon, dass die Entwickler da hinterher sind. Da Apple die Final (AFAIK) nie vorab zur Verfügung stellt, ist das schwer. Gerade, wenn sich dadurch nochmal ein Fehler einschleicht oder etwas grundlegendes verändert wird. Es kann in der Beta laufen, dann wieder nicht.

      3. Ich denke, hier braucht es keine Erläuterung. Da kommt jeder selbst drauf.

      4. Verstehe ich leider nicht. Apple hat pro Jahr nur wenige Modelle mit OSX bzw. macOS zu versorgen. Da gibt es je nach Modell gern teils krasse, teils keine Probleme. Akkudrain, kein WLAN … die Liste ist nicht kurz.

      5. Ich erinner mich noch gut an mein 2006 (oder war es 2007?) MBP, das einfach kein 10.7.0 installieren wollte, bis die .1 Version nachgereicht wurde. Apple Support: Das Problem kennen wir nicht. Trotzdem danke fürs klarstellen, Link wird eingebaut.

      6. http://arstechnica.com/apple/2015/01/apples-q1-2015-ridiculously-high-iphone-sales-18-drop-in-ipad-sales/
      https://cdn.static-economist.com/sites/default/files/imagecache/original-size/images/2016/01/blogs/graphic-detail/20160130_woc276_0.png
      Und die sind alt. Ich hatte letztens ein neueres gesehen, das finde ich gerade nicht mehr. Reiche ich aber nach. Fühlst du dich denn als Logic, Final Cut, Motion, Compressor Nutzer wohl? Würdest du dir heute einen Mac Pro kaufen?

      • Henry sagt:

        Hi, zuerst einmal möchte ich noch gern klarstellen, dass ich nicht nur zum Meckern hier bin. Aber der ganze Tonfall in dem Artikel, angefangen bei der Überschrift, hat mich wirklich genervt. Und ich finde auch nicht, dass es besonders guter Stil ist, ganz generell.

        Aber darüber hinaus gebe ich dir natürlich recht, dass es immer mal wieder Kinderkrankheiten gibt. Das ist allerdings weder spezifisch Apple noch irgendwie neu, und daher meiner Meinung nach nicht so einen Artikel wert. Ich habe auch schon mit fehlenden Treibern für ein Audiointerface zu kämpfen gehabt, weil ich zu ungeduldig war und zu schnell auf ein neues OS X aktualisiert habe. Andererseits habe ich nur einen Mac (und nicht mehrere) und mache auch nicht professionell Musik – insofern ist der Schaden immer recht begrenzt.

        Richtig ist auch, dass der unmittelbare Nutzen für den musikinteressierten Apple Kunden bei manchen OS X oder iOS Updates ausgesprochen begrenzt ist (Siri auf macOS ist ein gutes Beispiel). Das ändert aber nichts daran, dass es immer irgendwelche smarten Verbesserungen gibt, die es doch wert sein können, doch mal irgendwann von Panther oder Tiger zu El Capitan oder Sierra zu wechseln… Das muss dann letztlich jede/r selbst für sich entscheiden.
        Ein schönes Gegenbeispiel könnte sein, dass man die Zwischenablage nun auch von iOS zu macOS Geräten benutzen kann. Zunächst sicherlich nur mit Apples eigenen Programmen, aber das sollte eine Frage der Zeit sein, bis das auch von Drittherstellern genutzt wird. Und da könnte es für uns Kreative sicher einige interessante Anwendungsfälle geben.

        Ich fühle mich grundsätzlich als 13″ Retina MacBook Pro (mit 512 GB SSD) mit Logic Pro X Benutzer/Kunde extrem wohl und vermisse nichts. Ein Mac Pro, iMac oder Mac mini käme für mich jedoch nicht infrage, weil ich relativ viel reise und dann gerne alles dabei habe. iPhone oder iPad für die mobilen Musikideen (hatten wir ja schon in dem anderen Thread zur Kopfhörerbuchse) und Synchronisation über iCloud, iTunes oder AudioCopy usw. sind zumindest machbare, wenn auch nicht immer super bequeme, Lösungen für den Workflow.
        Ich muss allerdings klar sagen, dass das 13″ MacBook Pro der absolute Sweetspot bei den macOS Geräten ist. MacBook und MacBook Air sind insgesamt zu schwach auf der Brust und haben nicht genügend Anschlüsse (da war es wieder…), während das 15″ MBP schon wieder eher nervig ist, wenn man viel unterwegs ist. Da machen sich die knapp 500g Gewichtsunterschied schon bemerkbar. Und preislich liegt das 13″ meiner Meinung nach auch bei dem besten Kompromiss zur Leistung.
        Mac Pro ist meiner Meinung nach eine tote Hardware-Plattform. Da kommt nichts mehr von Apple. Der mini ist gut, wenn man schon einen Monitor hat, sonst ist der iMac immer die bessere Variante (und wird auch mehr gepflegt/aktualisiert als der mini, ergo vermutlich zukunftssicherer).

        Apple weiß ganz genau, was für einen Werbeeffekt sie davon haben, dass Musiker, Grafiker, Videokünstler und Kreative aller Art (und zwar vom Hobbyisten zum Profi/Weltstar) immer und überall ihre MacBooks auf die Bühnen dieser Welt stellen. Darum mache ich mir um das MacBook Pro und macOS als Plattform überhaupt keine Sorgen. Das MacBook (Air) ist eben definitiv für andere Anwender gedacht.

  5. Mehmet sagt:

    Hi,
    ich habe mir vor kurzem einen MacBook Pro angeschafft, nur habe wie alle andern ebenfalls ein Problem mit dem Betriebssystem..
    Das MAC ruckelt während des Hochfahrens und schließt einige Anwendungen später als denn je.. Ich habe mir die Probleme anderer User angeschaut und meine sind im Vergleich zu denen ein Bruchteil, nur ich habe auch da meine Bedenken, dass sich die Probleme immer mehr vergrößern..

    Mit freundlichen Grüßen

    • gearnews sagt:

      Das ist natürlich nicht schön. Ich hatte mir zu 10.10 Zeiten ein MBP 13″ gekauft, das hat auch im OS geruckelt, so dass es wenige Stunden nach dem Auspacken schon wieder auf dem Weg zurück war.

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