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Deezer Prepaid bald bei Lidl

Deezer Prepaid bald bei Lidl  ·  Quelle: Deezer

Der Discounter Lidl hob soeben seine Streaming-Plattform Lidl You aus der Taufe und kooperiert dafür mit dem französischen Online-Dienst für Streaming Music Deezer. Abgerechnet wird über einen Lidl Account, der automatisch Monat für Monat die anfallende Gebühr via Kreditkarte oder Lastschrift abbucht, solltet ihr das Abo nicht zuvor kündigen. Neu hier ist die Möglichkeit, über eine Guthabenkarte zu zahlen, die ihr für 7,99 € in den Filialen kaufen könnt. Das sind 2 € weniger als normal.

Nach Aktivierung heißt es dann, für einen Monat den über 30 Millionen Titeln und dem umfangreichen Hörspielangebot aus dem Online-Katalog Deezers lauschen zu können. Die Idee, eine neue Ziel/Käufergruppe direkt in den Märkten anzusprechen, ist ein strategisch kluger Schachzug, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland über 3000 Filialen gibt. Im Idealfall heißt es also: Prepaid-Card kaufen, Code in die Deezer-App eingeben, fertig (… und vielleicht irgendwann doch zum Abo greifen).

Damit ist der Kampf um die Streaming-Hörerschaft in vollem Gang, denn erst kürzlich kam auch Aldi mit dem Angebot Life Musik für 7,99 € um die Ecke, das auf eine Kooperation mit Napster setzt. Klassenprimus Spotify verlangt 9,99 € im Abo, hat aber mit über 40 Millionen Titeln das größte Repertoire und mit 75 Millionen Nutzern, davon 20 Millionen Premium Kunden, die größte Community. Außerdem stehen sie gerade in Übernahmeverhandlungen mit Soundcloud.

Zum Vergleich kommt Apple Music mit seinen immerhin 17 Millionen Nutzern nicht mal auf die Hälfte. Auch hier sind 9,99 € fällig, möglicherweise fällt der Preis aber bald. Deezer, Apple und Spotify haben zudem einen Familientarif für 14,99 € im Programm. Und dann gibt´s ja auch noch Google Music.

Und als wäre es in diesem Umfeld nicht schon hart genug, sich ein hinreichend großes Stück vom Kuchen zu sichern, steigt noch der Online-Händler Amazon in den Ring. Mit mehreren 10 Millionen Songs versucht man, die bereits bestehende Prime Kundschaft vom kostenlosen Prime Music hin zu Amazon Music Unlimited zu bewegen. 7,99 statt 9,99 $ kostet Bestandskunden der Spaß. Außerdem gibt es ein vergünstigtes Jahresabo für 79 $.

Und wenn man jetzt noch den Echo Lautsprecher von Amazon besitzt, einen Bluetooth-Speaker mit Sprachassistent, der Musiktitel auf Kommando abspielt, Auskünfte erteilt und die Heizungsanlage oder Licht steuert, zahlt man nur noch 3,99 im Monat. Billig! Und nebenbei bemerkt ein interessanter Ansatz, um Streaming mit einer Geräte-ID zu koppeln, denn möchte man auf einem weiteren Gerät hören, ist der nächst höhere Tarif zu entrichten. Mal sehen, ob dies Nacheiferer findet.

Auch wenn der Fokus bei den Streaming-Plattformen wie Deezer und Co. auf Musik hören ruht, ist für DJs mitunter noch interessant, ob und wenn ja dann wie man eines der Streaming-Abos zum Auflegen nutzen kann. Hier ist zu sagen, dass es mittlerweile gerade unter iOS/Android einige Apps wie edjing, Algoriddim Djay, Pacemaker und Co gibt, die erlauben, Musik direkt auf die Teller einer DJ-App zu streamen und zu mixen. Wenn’s also mal knapp in der Kasse des Hobby-DJs ist, dann auch für 7,99 € mit Deezer Prepaid – eine kompatible App wie edjing vorausgesetzt.

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ich hatte eine paar monate den streaming dienst aldi life (napster) getestet. preis auch 7,99. ich höre eigentlich so gut wie keine populärmusik und habe trotzdem dort alles für mich finden können. nachteil: keine macos app, nur ios. die webapp im browser reagierte manchmal nicht, auch ließen sich oft die titel nicht abspielen, es kam kein ton (verschieden browser). also den dienst wieder abbestellt und apple music abonniert. vorteil: native app, lässt sich mit der tastatur steuern. nachteil: teurer.