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Korg/ARP 2600?  ·  Quelle: audio electric

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Spezifikation  ·  Quelle: audio electric - Kai Aras via Twitter

Wie bereits angedeutet, bringt Korg vermutlich den ARP 2600 zurück in die Läden. Sie hatten etwas geheimnisvoll mit „Auflage 3000“-Stickern die Aufmerksamkeit der Szene erregt, nun tauchten mögliche „Beweise“ auf.

Ein Shop in Deutschland hat bis zur Erstellung dieses Artikels eine Liste von Merkmalen und ein Bild des ARP 2600 auf der eigenen Homepage veröffentlicht. Beim Preis steht „auf Anfrage“. Es ist durchaus üblich, dass Anbieter vorzeitig einen Account für jedes Produkt anlegen und diesen nicht öffentlich sichtbar schalten. Es dürfe wohl eher ein Versehen als Absicht sein. Man sieht dort das Bild eines ARP 2600, der nicht das Original ist.

Es gab und gibt bereits ein Selbstbau-Projekt mit der Bezeichnung TTSH, was für Twentysixhundred (2600) steht. Dabei handelt es sich nicht um ein kommerzielles Projekt, sondern ein etwas größer angelegtes Engagement eines Schweden, der kürzlich die letzte „Runde“ von Platinen angekündigt hatte. Der Kauf eines Korg ARP 2600 dürfte nicht nur einfacher und ungefährlicher für Lötunerfahrene sein, er wird sicherlich auch preislich günstiger sein, wenn man die Arbeit an einem TTSH-Aufbau mit einrechnet. Das Spannende ist natürlich der Preis, was nach der Odyssey Vorstellung und dem offiziellen Deal mit ARP und dem offiziellen „Go“ seitens ARP an Korg auch Spekulationen über andere ARP Instrumente anregen könnte.

Das attraktivste Instrument von ARP ist der Odyssey, der 2600 folgt dem, dieser ist etwas wuchtiger und modular aufgebaut. ARP stellte seinerzeit auch Stringmachines und kleinere Versionen des Odysseys her (AxxeSolus). Wenn man sich das anschaut, so wäre neben dem Avatar, dem Gitarren-Synthesizer-Abkömmlung des Odysseys, nur die späte Entwicklung des Chromas und Chroma Polaris eine wirklich attraktive Vorlage für Korg. Die Größe der Tasten dürfte beim Korg ARP 2600 nicht so eine große Rolle spielen, da man auf diese entweder verzichten wird oder leicht austauschen könnte. Schwierig würde es nur, wenn der LFO, der im Original in der Tastatur der späteren Ausführung verbaut wurde, ebenfalls nur dort zu finden wäre.

Eine aktuelle Möglichkeit, einen 2600 ohne Vintage-Hintergrund zu kaufen ist wArp.

Fußnote: Die gezeigte Grafik könnte noch immer eine reine Montage sein, ein Symbolfoto. Deshalb gibt es noch immer keine wirklich belastbaren Beweise. Seriöse Händler stellen jedoch selten Produkte in ihr Warensystem, wenn es sie niemals geben wird.

Update 2: Der Shop, der hier verlinkt wurde postete auch reine Fanstudien wie DX10, VL10 etc. welche definitiv keine Produkte sind und niemals welche werden konnten, deshalb ist die Veröffentlichung des 2600 reine Spekulation. Korg selbst sagen, dass die 3000 Edition zum Ok Go Volca gehören, somit ist ein 2600 eine reine Wunschveranstaltung. Anhand des Verhaltens kann man somit gar nichts ablesen. Aus der Sicht von Korg macht wegen des wARP und des TTSH das Release weniger Sinn als eines neuen Produktes wie Minilogue, dem polyphonen analogen Synthesizer. Somit sollte man zur NAMM vorerst nicht damit rechnen, es gibt aber neue Controller mit Bluetooth. Alles auch hier zu finden.

Also – alles wieder auf Null. NAMM wird spannend.
Eine schöne Ente, aber sie macht nicht „Quark“!

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