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Durch das Design wird nicht nur der Amp, sondern auch der Raum mit aufgefangen.  ·  Quelle: jzmic.com

Man sieht einen deutlichen Ausschlag bei 5 kHz im Vergleich zum Shure SM57  ·  Quelle: jzmic.com / shure.de

JZ Microphones kennt man vor allem durch Vintage-Designs und ziemlich interessante Mikros. Das neuste Produkt aus Lettland ist speziell für den Einsatz an der Gitarrenbox entwickelt wurden und nimmt dabei nicht nur die Box selbst auf, sondern auch ein bisschen vom Raumklang.

Mit 280 Gramm wiegt das GTR1 ungefähr soviel wie das Shure SM57. Eben diesem will es auch den Platz vor den Gitarrenamps streitig machen. Es besitzt einen Frequenzgang von 50 Hz bis 18 kHz und eine Empfindlichkeit von ca. 74 dB. Der verbaute Magnet besteht aus Neodymium.

Das Konzept des Nierenmikros finde ich sehr interessant. Es nimmt durch das Design nicht nur die Speaker ab, sondern durch die offene Rückseite auch den Raumklang (Ambience). Bei Liveeinsätzen ist es dann vielleicht nicht unbedingt die erste Wahl, für das ruhige Studio könnte es aber genau das Richtige sein. Die Frequenzkurve ist eine umgekehrte Badewanne mit einer deutlichen Nase (+7 bis 8 dB) bei 5 kHz, das SM57  hat den Ausschlag eher bei 6 bis 7 kHz. Dafür schneidet es in den Höhen zwischen 7 und 16 kHz deutlich weniger ab als der Klassiker. Die Soundbeispiele können sich hören lassen, stammen aber direkt vom Hersteller, sind also mit Vorsicht zu genießen.

Das JZ Microphones GTR1 steht im hauseigenen Shop für 99 Euro zum Kauf. Es wird natürlich auch über andere Händler erhältlich sein. Ob der Preis dann bei Auslieferung ab März niedriger sein wird, bleibt abzuwarten, erfahrungsgemäß spart man aber ein bisschen.

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