von stephan | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

 ·  Quelle: ATB Guitars

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Was würdest du tun, wenn eine 1960er Gibson Burst Les Paul Standard im Kleiderschrank deines Vaters auftaucht und er dich bittet, auf sie aufzupassen? Genau das ist tatsächlich in England passiert und die Besitzer waren voll von den Socken, als sie den Wert der „Dirty Burst“ herausfanden!

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Dirty Burst

Im Vereinigten Königreich ist es heutzutage sehr ungewöhnlich, dass man eine undokumentierte Gibson Les Paul Burst Standard aus den Jahren 1958, 1959 oder 1960 findet. Vor allem, weil nicht viele von ihnen überhaupt die USA verlassen haben. Diejenigen, die es doch getan haben, werden oft mit bekannten Künstlern wie Eric Clapton, Jimmy Page oder Peter Green in Verbindung gebracht. Diese Instrumente sind alle ausführlich dokumentiert und seit vielen Jahren im Umlauf.

Für 50 Pfund gekauft

Nichtsdestotrotz ist gerade eine sogenannte Burst aus dem Nichts aufgetaucht und hat unter Burst-Sammlern ziemliches Aufsehen erregt. Bei der fraglichen Gibson Les Paul Standard handelt es sich um ein seltenes Modell von 1960 mit der Seriennummer 00252, das 1967 gekauft wurde.

Ihr ursprünglicher Besitzer zahlte 50 Pfund dafür, nachdem er Eric Clapton im Marquee Club auf einer solchen Gitarre hatte spielen sehen. Er selbst spielte sie bis Anfang der 1970er-Jahre und stellte sie dann in seinen Kleiderschrank, um sie sicher aufzubewahren.

Sieht so aus, als müsste die Dirty Burst in der nächsten Auflage von Beauty Of The Burst* ergänzt werden. Das ist ein tolles Buch über alte Les Pauls aus den goldenen Jahren.

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Sechsstelliger Wert

Die Gitarre wurde erst kürzlich entdeckt, als der Besitzer sie während eines Umzugs seiner Tochter übergab, um das Instrument sicher aufzubewahren. Nachdem die Tochter ein paar Nachforschungen im Internet angestellt hatte, befürchtete sie, dass ihre Versicherung den geschätzten Wert von etwa 5000 Pfund nicht abdecken würde. Als kontaktierte sie ATB Guitars, um einen genaueren Wert zu ermitteln.

Auf Grund der wahnsinnig schlechten Photos, die die Frau dem Gitarrenhändler geschickt hatte, ging man zunächst von einer billigen 1970er-Jahre Kopie aus. Von denen gab es unglaublich viele – auch von britischen Instrumentenbauern. Man vermutete also eine Niete, verabredete sich jedoch zu einer Besichtigung vor Ort, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Wenig später konnte tatsächlich bestätigt werden, dass es sich um eine originale und seltene Gibson 1960 Burst handelte, die einen Wert im sechsstelligen Bereich hat. Es versteht sich wohl von selbst, dass die Frau ziemlich erstaunt war, ebenso wie ihr Vater.

Nicht im Originalzustand

Die Gitarre hat den Spitznamen „Dirty Burst“ erhalten, da sie in einem erbärmlichen Zustand ankam und mit Schmutz bedeckt war. Das Instrument hat leider auch einige Modifikationen erhalten, einschließlich eines Bigsby Vibratos sowie einen Schalter, der am nicht montierten Schlagbrett angebracht wurde. Und von der Bridge wollen wir gar nicht erst reden.

Allerdings gibt es keine Brüche oder größere Schäden. Man bedenke, dass die Greeny Les Paul, die derzeit Kirk Hammett gehört, einen oder zwei Kopfplattenbrüche in ihrem Leben hatte. Somit ist diese 1960 Dirty Burst eine ziemlich tolle Entdeckung. Es gehört sogar der originale „Cali Girl“ Hartschalenkoffer von Gibson dazu, der selbst ein kleines Vermögen wert ist.

Joe Bonamassa

Die ganze Geschichte könnt ihr euch im unten verlinkten Video von ATB Guitars anhören. Der Händler nahm die Gitarre mit zur Bristol Guitar Show und Joe Bonamassa spielte zu dieser Zeit Konzerte in Großbritannien. Er lud ATB Guitars ein, die Gitarre zu seinem Londoner Auftritt in der Royal Albert Hall mitzubringen und natürlich führte eins zum anderen.

Wer weiß, was als nächstes passiert. Vielleicht gibt es irgendwann in der Zukunft eine Gibson Custom Shop Joe Bonamassa Dirty Burst in limitierter Auflage. Auf jeden Fall ist es eine schöne Geschichte und sehr gut möglich, dass Joe das Instrument eines Tages live spielen wird.

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Gibson Les Paul Standard

Nicht jeder kann eine sechsstellige Summe für eine klassische Les Paul Standard ausgeben wie Joe Bonamassa. Allerdings gibt bietet Gibson USA oder der Gibson Custom Shop für einen Bruchteil des Preises Neuauflagen an, die auf den heiligen Gral-Jahrgängen basieren.

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3 Antworten zu “Im Kleiderschrank gefunden: 1960er Gibson Les Paul „Dirty Burst“”

  1. Marco sagt:

    Da wünscht man sich doch echt genau so einen Kleiderschrank!

  2. Marco 🤔 sagt:

    Trotzdem könnte es sich leider auch um eine geschickt eingefädelte PR Geschichte handeln. Die Sache klingt zu interessant, zu brisant, zu schön um wahr zu sein. Zu polarisierend erfüllt diese Story die Träume ihrer verträumten Leserschaft. Sorry Ich glaubs nicht 🌞

  3. Richard Grünert sagt:

    Ein dämlicher Hype.

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