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Mehr LP-Optik im Studio geht nur noch mit einer echten Paula  ·  Quelle: gibson.com

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Erinnert sich noch jemand an die News vor vier Monaten, als Gibson auf der AES die Studio-Monitore mit Les Paul Lackierungen vorgestellt hatte? Nun, es ist soweit, auf der Homepage sind mehr Infos aufgetaucht – das heißt, bald kann man die Hingucker auch kaufen.

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Drei Größen in drei Farben hat Gibson da in den Startlöchern: LP4, LP6 und LP8 in je Cherry Burst, Cherry und Tobacco Burst. Wie es sich für etwas mit dem Namen Les Paul gehört, haben alle drei um die Speaker eine gewölbte Ahorndecke. Das restliche Gehäuse ist aber nicht Paula-typisch aus Mahagoni, sondern aus 1,5 cm starkem MDF. Dafür wurde der MDF-Holzübergang mit einem Creme-Binding verfeinert.

Der LP4 liefert 109 dB bei 103 Watt. Beim LP6 sind es gleich mal 117 dB bei 247 Watt. Der LP8 liefert „nur“ einen Dezibel mehr als der LP6, bekommt aber mit 247 Watt die gleiche Leistung von der eingebauten Endstufe. Damit sollten alle drei laut genug für kleinere Studios sein. In den richtig großen Mischateliers oder Misch-Kinos sind sie dann doch etwas unterdimensioniert, aber dafür sind sie auch mit Sicherheit nicht gedacht.

Alle drei Modelle sind aktive 2-Wege-Monitore und mit „Diamond-like Carbon-Coated Titanium Tweeter“ und „non-woven Carbon Woofer“ in der jeweiligen Größe 4, 6 oder 8 Zoll ausgestattet. Natürlich sind aufgrund der Innenmaße mit zunehmender Gehäusegröße auch mehr Bassfrequenzen möglich. Während der kleine LP4 nur bis 55 Hz runterkommt, können LP6 und LP8 gleich mal bis 37 Hz runter. Nach oben sollen alle bis 47 kHz auflösen – über Sinn und Unsinn von Frequenzen über 20 kHz lässt sich super streiten, ich lasse das hier einfach mal weitgehend unkommentiert.

Leider gibt es von der Rückseite noch kein Bild, deswegen muss man sich hier auf die Beschreibung verlassen. Es gibt drei Eingänge: RCA (Cinch), symmetrische Klinke und symmetrisches XLR. Vielleicht sind XLR und Klinke in einem Eingang zusammengefasst, um Platz zu sparen. Zudem scheinen gerasterte Regler für Master-Volume (1-10) sowie Bass und Treble (je -4, -2, -1, 0, +1, +2, +4 dB) angebracht zu sein. Ich hoffe außerdem noch auf einen An/Aus Schalter, um nicht immer an die Streckdose kriechen zu müssen. Dafür wurde mit Sicherheit ein Standby-Modus eingebaut, der nach 30 Minuten Inaktivität die Aufnahme auf unter 0.5 Watt senkt.

Generell bin ich sehr gespannt, ob diese Optik sich durchsetzen kann. Egal wie wenig speziell die Neuerung ist, es ist eben nicht jedermanns Sache. Trotzdem freue ich mich, dass eine Firma auch mal frischen Wind in die immer gleiche Optik bringt. Ich finde die Optik ziemlich lecker, vor allem weil die Basslöcher auch ein Creme-Binding bekommen haben – da wurde zu Ende gedacht. Vielleicht kommen demnächst ja noch Custom Shop Modelle? Oder gewagte Agings? ;)

Der Gibson Les Paul 4 Reference Monitor ist bei 599 USD angesetzt, der Gibson Les Paul 6 Reference Monitor bei 799 USD und der Größte, der Gibson Les Paul 8 Reference Monitor bei 999 USD. Also nicht ganz so preiswert, die sich mancher erhofft haben wird.

Alle Modelle sind noch nicht auf Lager, auch nicht in den USA, wo Gibsons Produkte für gewöhnlich zuerst aufschlagen. Es wird wohl noch ein Weilchen vergehen, bis man sich die schnieken Teile mal vor Ort anhören kann oder die ersten Tests erscheinen.

UPDATE 26.02.2015: Ich hatte gestern die Chance die LP4-Monitore in Cherry mal mit eigenen Augen zu sehen und konnte es mir nicht nehmen lassen, mal ein paar Fotos zu machen. Gerade von der Rückseite scheint es ja noch keine im Internet zu geben. An Anschlüssen sind hier wirklich nur XLR und Cinch verbaut, dafür gibt es einen Power- und einen Standby-Schalter. Zum Anpassen an die eigenen vier Wände sollten Volume, Bass und Treble ausreichend sein.

Etwas enttäuscht war ich von der Ahorndecke, die Wölbung war nicht so stark zu sehen, wie ich mir das erhofft hatte.

UPDATE 26.02.2015: Noch eins. Die Monitore wurden gerade gelistet, zumindest zwei. Die Gibson LP4 kosten in allen Farben 659 Euro, die Gibson LP6 kkommen auf 879 Euro. Da sind allerdings im Gegensatz zu den USA Preisen die Steuern schon drauf und sie sind immer noch 16% günstiger als die angesetzte UVP von Gibson.

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