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Hit’n’Mix RipX DeepAudio

Hit’n’Mix RipX DeepAudio  ·  Quelle: Hit’n’Mix

Mit Infinity hat der Hersteller Hit’n’Mix bereits eine Lösung für das Isolieren von einzelnen Teilen aus einer Stereoaufnahme vorgelegt. Egal ob ihr Vocals, Drums, Bass, Gitarre, Keyboards oder andere Instrumente und FX-Sounds aus einer Aufnahme einzeln haben wollt – die Software kümmert sich darum. Mit RipX DeepAudio und RipX DeepRemix geht dieser Trick nun in die nächste Runde.

RipX DeepAudio

Eine Sache vorab: Wer Hit’n’Mix Infinity nutzt, bekommt RipX DeepAudio als kostenloses Upgrade. RipX stellt für den Hersteller nämlich die nächste Generation für das Zerlegen von Audiomaterial dar und macht diesen Job bis zu zehnmal schneller.

Das heute gern benutzte Wort „künstliche Intelligenz“ spielt auch hier wieder eine Rolle. Denn laut Entwickler funktioniert RipX genau damit. Verschiedene AI-gestützte Algorithmen kümmern sich darum, einzelne Ebenen aus einer Audiodatei „herauszuschälen“. Somit bekommt ihr einzelne Noten, Harmonien oder auch nicht-tonale Elemente aus der Musik isoliert. Als Quelldatei können MP3s, WAVs und andere Files herhalten. Die Bedienung setzt auf einen einfachen und schnellen Workflow, der über Drag-and-drop funktioniert.

Der Produktname leitet sich übrigens von dem eigens von Hit’n’Mix entwickelten Rip Audio-Format ab, die isolierten Teile nennt der Hersteller ebenfalls Rips. Und genau diese könnt ihr umfangreich editieren. So lässt sich nicht nur die Tonhöhe verändern, sondern ihr könnt auch gleich neue Noten einzeichnen. Oder ihr zerschneidet einzelne Stellen und fügt diese dann in neuen Kombinationen zusammen.

Außerdem könnt ihr die Instrumentierung verändern und zum Beispiel aus der Melodie von Vocals eine Gitarrenspur erzeugen. Charakteristika wie Pitch, Timbre oder Panning lassen sich über das Clone-Tool kopieren und dann auf andere Noten anwenden. Über Apply Pattern erzeugt ihr automatische „Schwankungen“ für Tonhöhe, Formanten, Lautstärke oder Panorama.

Weitere Funktionen entfernen störende Geräusche und Noise. Tools wie Chord Creator oder Infinity Scale geben noch mehr kreative Möglichkeiten. RipX DeepAudio bietet sogenannte RipLink Plug-ins, die mit Pro Tools und DAWs funktionieren, die VST und ARA 2 unterstützen. Bei Logic Pro X lässt sich RipX als externer Sample-Editor festlegen. Mit Hilfe von Python schreibt ihr sogar eure eigenen RipScripts.

Hit’n’Mix RipX DeepRemix

Hit’n’Mix RipX DeepRemix

RipX DeepRemix

Die etwas abgespeckte Version RipX DeepRemix ist bei der „großen“ Version bereits enthalten. Wer auf die aus der Software Audioshop stammenden Editing-Funktionen nicht benötigt und auf eine DAW-Integration pfeift, bekommt hiermit die grundlegenden Features und bezahlt deutlich weniger. Die Unterschiede seht im Detail auf der Website des Herstellers.

Aus meiner Sicht ist RipX in erster Linie für DJs interessant und alle, die gerne Remixe und Edits machen oder Samples isolieren möchten. Vielleicht kann es auch mal eine Rettung sein, wenn ihr an einem Track oder Song Änderungen vornehmen müsst und nicht mehr die Projekt-Files findet.

Spezifikation und Preise

RipX DeepAudio und RipX DeepRemix laufen auf macOS (ab 10.10) und Windows (7/8/10). Das RipLink AudioSuite Plug-in benötigt Pro Tools 12.8.2 (macOS) oder Pro Tools 12.2 (Windows).

Wer bereits Infinity besitzt, bekommt ein kostenloses Upgrade auf RipX DeepAudio.

Für beide Versionen gibt es bis zum 31. Mai 2021 ein Angebot: RipX DeepAudio (enthält DeepRemix) kostet 237 Euro (statt 339 Euro), die Einzelversion von RipX DeepRemix bekommt ihr für 59 Euro (statt 89 Euro). Für beide Versionen findet ihr eine kostenlose Demo auf der Website des Herstellers.

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2 Antworten zu “Hit’n’Mix RipX isoliert Instrumente und Vocals aus Stereoaufnahmen”

  1. Edgar Marton sagt:

    „Vielleicht kann es auch mal eine Rettung sein, wenn ihr an einem Track oder Song Änderungen vornehmen müsst und nicht mehr die Projekt-Files findet.“. Nach 3 Umzügen und mehreren Updates der Server passiert genau DAS immer wieder (trotz 2fach redundanter Backupserver). Danke für den Tipp…. Könnte die Rettung für kleinere Korrekturen im Nachgang sein

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