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Gris Design OP-S

Gris Design OP-S  ·  Quelle: Gris Design

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Gris Design OP-S

Gris Design OP-S  ·  Quelle: Gris Design

Ein Smartphone, das auch ein Teenage Engineering Synth ist? Oder ein Synthesizer, mit dem man auch telefonieren kann? Genau das hat Gris Design gerade als Konzept veröffentlicht. Kommt bald das ultimative Synth-Sampling-Sequencing-Studio für die Hosentasche?

Gris Design OP-S

Vorweg gesagt: Die Bilder, die das spanische Designstudio Gris Design auf Instagram veröffentlicht hat, sind nur eine Designstudie. Teenage Engineering hat damit nach Angaben der Designer ausdrücklich nichts zu tun. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieses Gadget in den Handel kommen wird. Könnte das Konzept funktionieren?

Der vor 10 Jahren erschienene Teenage Engineering OP-1 ist zu einem modernen Designklassiker geworden. Das könnte ein Grund dafür sein, dass Gris Design ausgerechnet ihn als Objekt für dieses Mashup ausgesucht haben. Und beim OP-Z hat auch Teenage Engineering selbst bereits auf die Kombination mit einem Smartphone gesetzt. Sowohl der OP-1 als auch der OP-Z sind Synthesizer, Sampler und Sequencer in einem Gerät – perfekt für das mobile Beatmaking. Ganz doof ist die Idee also nicht.

Aber die Umsetzung wirft dann doch einige Fragen auf. Wer sollte so etwas bauen? Um eine Chance zu haben, müsste der OP-S ja nicht nur ein guter Synthesizer, sondern auch ein konkurrenzfähiges Smartphone sein, das es mit Apple, Samsung, HTC und Co. aufnehmen kann. Teenage Engineering bräuchte also einen starken Partner aus dem Handybusiness. Die dürften aber wenig Interesse daran haben, wertvolle Ressourcen in ein solches Nischengerät zu stecken. Damit haben sich schon einige Hersteller die Finger verbrannt – erinnert ihr euch noch an das Nokia N-Gage? Hinzu kommt, dass Smartphones (leider) nach wenigen Jahren veraltet sind, während gute Synthesizer eine deutlich längere Lebensdauer haben – der OP-1 ist das beste Beispiel dafür. Irgendwie passt das also nicht ganz zusammen.

Letztlich muss man auch einfach feststellen: Mit der Kombination OP-Z und Smartphone gibt es bereits ein transportfreundliches Setup, das alles abdeckt. Synthesizer, Sampler, Sequencer, erweiterte Bedienung über den Touchscreen des Smartphones und telefonieren kann man natürlich auch. Insofern bleibt der schlanke Formfaktor mit dem Sliding-Mechanismus eigentlich das Einzige, das für das Konzept spricht. Es sei denn, den Designern fällt noch eine absolute Killer-Applikation ein. Und unter uns: Die Platzierung der schwarzen „Tasten“ sollte Gris Design auch noch einmal überdenken.

Was meint ihr – hätte der OP-S eine Chance? Würdet ihr ein solches Gerät kaufen?

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Pablo
28 Tage her

Ich besitze beide Synthesizer und habe eine Tasche in die beide reinpassen. Ich wüsste also nicht warum man die beiden als portable Synthesizer entwickelten Geräte noch portabler machen soll. Außerdem würde das Smartphone vermutlich dem Synthesizer nicht gerecht werden da es nach 1-2 Jahren zum alten Eisen gehören würde was bei den beiden OP’s nicht der Fall wäre bzw. ist.

Kobi Kobsen
28 Tage her

Warum sollte da ein Smartphone drin sein müssen? Es funktioniert doch als Synthkonzept völlig ohne Smartphone. Sieht für mich nach ner coolen Idee aus. Grosses Display, Touch-Funktionen und gleichzeitig noch Haptik zum aussliden.

Michael
27 Tage her

Entspricht das nicht schon dem OP-Z Konzept! Hardware mit Handy/Tabled als Schirm.

moogulator
Editor
27 Tage her
Reply to  Michael

Das dürfte ein Rendering sein mit einem „kleinen OP-Z“ – einfach als Test, wie sowas ankommt aus der Fanbase von TE.