Google Chrome Music Lab Song Maker

Song Maker  ·  Quelle: Screenshot Gearnews (Claudius)

Neben der Suchmaschine hat Google immer wieder coole Projekte am Start, etwa eine KI zum Jammen oder ein Sammelsurium an kleinen Progrämmchen für Musiker, in denen man spielend die Audiowelt entdecken kann – das Chrome Music Lab. Das wird nun mit dem Song Maker erweitert. Ob Google nach und nach eine DAW baut?

Song Maker

Es ist grundlegend einfach nur eine sehr rudimentäre Piano Roll, auf der man via Chrome, Googles Browser, „Noten“ einklickern oder einsingen kann. Das ist schön bunt und ist schnell erlernt. Man kann zwischen verschiedenen Instrumenten (Marimba, Piano, Synthesizer, Strings, Woodwind) wählen und sich dazu eine Spur Drums in dem Sequencer darunter programmieren. Wobei diese auch nur aus Kick und Snare besteht und damit nicht für expressionistische Auswüchse taugt. Dafür kann man auch hier zwischen Electronic, Kit (Drums), Conga und Blocks als Klänge wählen.

Für zwischendurch eine schöne Spielerei. Zum Lernen auch nicht verkehrt. Für alles, was Komponisten machen, nicht mehr als eine Notiz über eine Tonabfolge. Aber ich denke, mehr will es auch nicht sein.

Viel interessanter ist der Gedanke, wann Google aus den ganzen Tools eine DAW bastelt. Die Manpower und das Wissen wären sicher vorhanden.

Außerdem stehen im Chrome Music Lab noch weitere Experimente (so nennt es Google selbst) zur Verfügung und wollen entdeckt werden.

  1. Rhythm Machine: rudimentäre Beats basteln, mit verschiedenen Tieren als visuelle Unterstützung
  2. Spectrogram: Audioanalyse, fertige Sounds von Modem, Vogelzwitschern, Harfe (uvm.) bis zur eigenen Stimme
  3. Chords: Minor und Major Akkorde an der Klaviatur sehen und hören
  4. Sound Waves: Schwingungsform anhand der Frequenz beobachten
  5. Arpeggios: Tonfolgen mit vielfarbigen Quintenzirkel
  6. Kandinski: Formen zeichnen und daraus Klänge machen
  7. Melody Maker: Erinnert an ein kleines MIDI Fenster / Piano Roll in der DAW
  8. Voice Spinner: Stimme aufnehmen und schneller/langsamer inkl. Pitch-Änderung abspielen
  9. Harmonics: Harmonien mit frequenzabhängiger Schwingungsform
  10. Piano Roll: fertige Songs abspielen, ähnlich MIDI-Fenster der DAW, leider nicht interaktiv
  11. Oscillators: mit Tonhöhen der Sinus-, Dreieck- oder Sägezahnschwingung experimentieren
  12. Strings: ähnlich einer Harfe

Laut Google sind das alles nur Versuche mit verschiedenen Schnittstellen. Dennoch Kudos an die Entwickler, die hier wirklich intuitive Sachen entwickelt haben. Spielend Musik, Klänge und Frequenzen lernen war IMHO nie einfacher. Schade, dass es nicht tiefer geht. Hätte es das alles nur damals zu „meiner Zeit“ gegeben, dann hätte ich sicher auch mehr Spaß beim Lernen vom Notenzirkel und Arpeggios gehabt.

Hier zum selbst ausprobieren: Google Chrome Music Lab (funktioniert angeblich auch in aktuellen Versionen von Firefox und Safari).

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Hans Dampf in allen Gassen

Ziemlich geil :)