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Elektron Analog Heat - ein nobler analoger Verzerrer mit etlichen digitalen Extras

Elektron Analog Heat - ein nobler analoger Verzerrer mit etlichen digitalen Extras  ·  Quelle: https://www.elektron.se/products/analog-heat/

Elektron Analog Heat - ein nobler analoger Verzerrer mit etlichen digitalen Extras

Elektron Analog Heat - Anschlüsse  ·  Quelle: https://www.elektron.se/products/analog-heat/

Elektron Analog Heat - ein nobler analoger Verzerrer mit etlichen digitalen Extras

Elektron Analog Heat - acht Distortion Stufen durchläuft das Signal  ·  Quelle: https://www.elektron.se/products/analog-heat/

Elektron wagt sich auf einen neuen Pfad. Mit Analog Heat bringen sie diesen Herbst ein Effekt-Gerät, das den Sound eurer analogen und auch digitalen Klänge verbessern oder sogar zerstören wird. Saturation und Distortion auf ganzer Linie. Overbridge wird natürlich ebenso unterstützt und eine Soundkarte für unterwegs ist sowieso integriert. Was will man mehr?

Elektron überrascht die Szene mit einer weiteren Hardware aus der Analog Reihe (Analog Four, Analog Rytm). Für die Analog-Geräte wurde eigens Overbridge entwickelt. Eine Software, die es erlaubt, mehrere MIDI- und Audiostreams über USB mit einem Rechner auszutauschen. Somit muss kein Wandler oder eine weitere Soundkarte im System vorhanden sein und der bestmögliche Sound wird direkt in eure DAW geleitet.

Auch die neue Hardware Analog Heat verfügt über dieses Feature und kann acht separate Audiokanäle durch das digital-analoge Innenleben leiten und somit als externes Effektgerät für DAWs dienen. Und genau das ist die Überraschung. Denn Elektron ist eigentlich bekannt für Klangerzeuger. Ja gut, mit Effekt-Sektionen in den eigenen Synthesizern kennen sie sich natürlich aus. Vielleicht ist das jetzt der Anfang für weitere Geräte dieser Sparte aus dem Hause Elektron. Wir sind gespannt!

Analog Heat ist ein Sound-Verbesserer oder Sound-Zerstörer. Ihr könnt den Effekt auf allen euren Spuren anwenden, um einen fetteren Sound zu erhalten. Dieser wird durch einen der acht analogen Stereo Distortion Einheiten (Clean Boost, Saturation, Enhancement, Mid Drive, Rough Crunch, Classic Dist, Round Fuzz und High Gain) geleitet und kann abschließend mit einem analogen Stereo Multimode Filter (2x Lowpass, 2x Highpass, Bandpass, Bell und Notch) und Equalizer bearbeitet werden. Der Effektanteil wird durch einen Dry/Wet-Regler bestimmt, so dass auch nur minimaler Einsatz des Effektes eingesetzt werden kann. Ein Hüllkurvengenerator, Envelope Follower und ein zuweisbarer LFO sorgt für die Formung und Bewegung der Parameter, die natürlich auch ferngesteuert werden können. 128 Presets speichert die Hardware im eigenen Speicher.

Für Overbridge gibt es ein VST und AU Plug-in. Damit bindet ihr Analog Heat in euren Mix ein. Acht separate Streams kann die Hardware, also genug Heat für einen kompletten Mix.

Zusätzlich fungiert die Hardware optional als Soundkarte mit zwei Ein- und zwei Ausgängen. Anschlussseitig findet ihr auf der Rückseite zwei analoge Klinkenaus- und Eingänge, MIDI In, Out und Thru (kann auch als DIN-Sync genutzt werden), USB, 12 Volt Netzteilanschluss, Kopfhörerausgang und zwei CV-Eingänge zur Steuerung via Modular System, Fußcontroller oder Expression-Pedal.

Die Idee finde ich sehr gelungen, leider verwirrt mich der recht hohe Preis ein wenig, denn in dieser Preisklasse gibt es schon eine Menge anderer Klangerzeuger oder mehrere Effektgeräte. Die Technologie, die im Inneren steckt, ist bestimmt nicht günstig und muss bezahlt werden. Aber ob das bei den Nutzern ankommen wird, ist fraglich. Ich denke, dass viele von denen zweimal überlegen, bevor sie sich diese Noble Verzerrer-Hardware zulegen werden.

Elektron Analog Heat ist ab sofort für 799 Euro hier bei thomann.de erhältlich. Mitgeliefert wird das Netzteil und Ableton Live Lite inklusive Lizenz. Die Software Overbridge ist kostenlos auf der Website des Herstellers herunterladbar. Die Garantie der Hardware beträgt bei Elektron standardmäßig drei Jahre.

Weitere Informationen zu Elektron Analog Heat findet ihr hier. Dort gibt es auch eine Online Demo des Heat, an der ihr live herumschrauben und so den bearbeiteten Sound beurteilen könnt.

Bild und Ton

Hier das wie immer über das eigentliche Produkt nichts aussagende Präsentationsvideo:

Klangbeispiele gibt es hier:

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